Ortsdurchfahrt in Weiher freigegeben

Ortsdurchfahrt weiher Seit Freitagmorgen (28.9.), 10 Uhr, kann man auf der Staatsstraße Richtung Erlangen wieder durch Weiher fahren – und zwar leiser und sicherer für alle Beteiligten, als dies vor Sanierung mit sechs Monate andauernder Vollsperrung der Fall war.

Im Bild: Bauamtsleiter Andreas Eisgruber, MdL Walter Nussel, Innenminister Joachim Herrmann, Erster Bürgermeister Heinz Richter für den Markt Neunkirchen am Brand, Altbürgermeister Karl Köhler und 2. Bürgermeister Reinhard Horlamus für die Gemeinde Uttenreuth und Polizeihauptkommissar Ludwig Weinkam (von rechts nach links) schneiden symbolisch den Weg frei für den Verkehr.

Am Freitagmittag wurde der Verkehr vor Ort durch Innenminister Joachim Herrmann offiziell freigegeben. Duch die Optimierung des Bauablaufs mit Vollsperrung der Baustelle auch für Anwohner konnte die Rückverlegung des Verkehrs wesentlich früher erfolgen als ursprünglich geplant, erläuterte Andreas Eisgruber, Leiter des Staatlichen Bauamtes Nürnberg.
Die ausgestellten Pläne machten die Dimension des Bauvorhabens deutlich – unter anderem mit einer Stützmauer, die mit 36 Bohrpfählen mit 88cm Durchmesser und bis zu sieben Meter Länge im Boden verankert ist.

Seit Freitagfrüh fließt der Verkehr sicherer und leiser
„Mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt und dem Anbau eines durchgehenden Geh- und Radwegs haben wir die Verkehrssicherheit und den Verkehrsfluss auf dieser vielbefahrenen Straße deutlich verbessert“ erklärte Minister Herrmann. Zudem wurde ein spezieller lärmmindernder Fahrbahnbelag eingebaut, der die Lärmbelästigung spürbar verringert. Ein großes Lob hatte der Innenminister für das Staatliche Bauamt Nürnberg und die beteiligten Baufirmen: „Durch die Optimierung des Bauablaufs und dank des guten Bauwetters können wir den Verkehr fast sechs Wochen früher als geplant freigeben.“ Laut Herrmann übernimmt die Gemeinde rund 1,2 Millionen Euro von den Gesamtkosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro, den Rest der Freistaat als Straßenbaulastträger. „Zusätzlich werden wir den Anteil der Gemeinde nach Kräften fördern“, kündigte Herrmann an. Die Staatsstraße 2240 ist die wichtigste direkte Straßenverbindungen zwischen dem wochenblatt-Land und Erlangen sowie dem westlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt. Allein in Weiher fahren im Jahresdurchschnitt täglich rund 12.000 Fahrzeuge auf der Staatsstraße 2240, davon von mehr als 450 Lastwagen, so Innenminister Herrmann. Reinhard Horlamus als 2. Bürgermeister der Gemeinde Uttenreuth dankte den von Einschränkungen während der Bauzeit betroffenen Bürgern für ihre Geduld – unter anderem jenen in Neunkirchen am Brand und Rosenbach, die durch eine inoffizielle „Umleitung“ eine hohe Verkehrsbelastung auf viel zu schmalen Straßen hinzunehmen hatten.

Ortsumgehung Forth im Blick
Als weiteres Straßenbauprojekt in der Region, das für ihn eine hohe Bedeutung hat, sprach Herrmann die Ortsumgehung Forth im Zuge der Bundesstraße 2 an. Sie ist im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen im ‚Vordringlichen Bedarf‘. enthalten. „Ich hoffe, dass wir hier zügig mit der Planung vorankommen und Baurecht schaffen können“, so Herrmann. Auf Nachfrage erläuterte Andreas Eismann, Leiter des Staatlichen Bauamtes, den aktuellen Stand der Planungen für Forth: Derzeit befinde man sich im Stadium der Bodenerkundung im Rahmen der Vorentwurfsplanung, bei der die Wünsche und Anregungen aus der Bürgerbeteiligung mit dem Markt Eckental in die technische Planung eingearbeitet werden.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 7. November 2018 )