Leserbriefe zum Thema Müllprobleme

Müll 90% aller Seevögel haben Mikroplastik im Magen. Aber wie entsteht es? Am Straßenrand nach Rüsselbach lagerten auf nicht einmal 2 Quadratmeter Fläche drei Päckchen ungeöffnete und noch nicht abgelaufene Hähnchenbrust mit Jalapeno, eine fast volle Chipstüte, Bierflasche, Getränkedose, Kaffee-to-Go Becher und vieles mehr. Alles was man für einen gemütlichen Fernsehabend benötigt.

Im Bild: Nahe eines beliebten Verkaufsplatzes für regionale Produkte befindet sich im Gebüsch eine mittelgroße „Mülldeponie“.


Scheinbar war der Bedarf an Hähnchenbrust von dem Konsumenten gedeckt, schwubs fiel er auch schon wieder zum Autofenster heraus.
Der weiterführende Straßenrand sieht übrigens nicht besser aus! Wenn sich keiner erbarmt, sich daran zu laben, oder es aufzusammeln um es in den Restmüll zu werfen, kommt irgendwann der große Mulcher vom Landkreis und zerkleinert es zu Mikroplastik! Der weitere Weg führt dann bis in die Mägen der Seevögel.

Die erschreckende Aufnahme habe ich von einem beliebten Verkaufsplatz für regionale Bioerzeugnisse am Lindenhof gemacht. Direkt neben den Verkaufsständen und im Gebüsch befindet sich eine mittelgroße Deponie. Dort kann sehr viel eingeschweißtes Grillfleisch (dann doch eher nicht Bio), Pflanzkübel, Balkonkästen, Farbeimer, Kinderschaukel, die komplette Auswahl unseres Getränkesortimentes und viele andere Plastikartikel des täglichen Lebens gefunden werden.
Regt die vorhandene Deponie zur Fortführung an oder wäre es besser, gleich große Müllcontainer aufzustellen? Würde das Aufsammeln des gesamten Mülls eine Hemmschwelle gegen eine neue Vermüllung bewirken? Oder schließt man den Parkplatz besser?

Bei einem Besuch in China war ich damals schockiert von dem Müll. Nun erkenne ich fast keinen Unterschied mehr zu den Straßenrändern im wochenblatt-Land.
Übrigens habe ich den Müll im Bereich der Aufnahme des Straßenrandes nicht dort liegen gelassen, sondern in etwa einer Minute aufgesammelt. Frei nach dem Spruch von Edmund Burke: Niemand begeht einen größeren Fehler als jemand, der nichts tut weil er nur wenig tun könnte.
Zum Umgang mit unserer Erde findet noch bis Sonntag, 4. November, eine Kunst Ausstellung in der Rüsselbacher St.-Jakobus-Kirche statt. Ich würde mich freuen, wenn die Leute, welche ihren Müll in unserer schönen Natur ablagern, die Ausstellung besuchen kommen.
Dieter Gleiß, Mittelrüsselbach

MüllWer geht so mit einer Umwelt um ?
Und wer geht so mit seinen Mitmenschen um, die das ansehen und ertragen müssen? Mit den Menschen, die das beseitigen müssen? Zu allem Überfluss bieten solche Abfälle auch Nährstoffe für Ungeziefer, wie beispielsweise Ratten, die derzeit im Bereich des Hortes der Grundschule Eschenau bekämpft werden. Franziska Fink

Im Bild: Wenn solche tierischen Lebensmittelreste wie Hähnchenknochen herumliegen, sind die Ratten meist nicht mehr fern.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 16. Oktober 2018 )