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Jesus Mehr als 80 Jahre alt ist die Christusfigur im Foyer des katholischen Pfarrzentrums in Forth. Geschaffen hat sie im Jahr 1937 der Bildhauer und Maler Felix Müller, der ab 1948 bis zu seinem Tod 1997 in Neunkirchen am Brand zuhause war.

Im Bild: Vor 81 Jahren geschaffen, 33 Jahre hinter der Orgel verborgen und 48 Jahre oft wenig beachtet im Foyer des Pfarrzentrums hängend, steht die Christusfigur von Felix Müller nun wieder im Rampenlicht.


Dort widmet sich das Felix-Müller-Museum sehr aktiv dem Leben und Werk des Künstlers, der 1904 in Augsburg geboren wurde und in den 1920er und 1930er Jahren in Laubendorf bei Fürth lebte.

Die Gemeinde in Forth empfand damals das 2,80 Meter breite und 2,20 Meter hohe Monumentalwerk als problematisch und unpassend für die Kreuzerhöhungskirche (mit diesem Namen wollte man damals auch gegen die Entfernung der Kreuze aus den Schulen protestieren) und verstaute es hinter dem Orgelprospekt. Die Kunsthistorikerin Birgit Rauschert schreibt in der Monografie „Felix Müller – Leben und Werk“: „Zu den zahlreichen Kreuzen, die abgenommen wurden, weil man sie als unpassend empfand, gehört ein stilistisch von archaischer Kunst beeinflusstes Monumentalwerk für die 1937 geweihte Kirche von Forth. (…) Der ernste Ausdruck dieses am Kreuz leidenden Menschen und seine gewaltigen Ausmaße mögen die Gläubigen schockiert haben.“

In Nürnberg wurde Felix Müller von Gauleiter Julius Streicher schon 1934 einer Ausstellung verwiesen, das mündlich verhängte Ausstellungsverbot galt bis 1945.

In über 40 Jahren den Gläubigen ans Herz gewachsen
1967 begann man in Forth mit dem Bau der neuen, modernen Kirche Kreuzerhöhung unter Einbeziehung des alten Kirschenschiffes, und 1970 konnte das Felix-Müller-Kruzifix im Foyer des ebenfalls neu errichteten Pfarrzentrums öffentlich präsentiert werden.
Hier hängt Jesus seit über 40 Jahren an der Wand und ist vielen Gläubigen ans Herz gewachsen. In den Wintermonaten wird der Werktagsgottesdienst vor diesem Kruzifix gefeiert, somit hat es wieder seine ursprüngliche sakrale Funktion erhalten.
Tiefe Risse im Nadelholz und die an mehr als der Hälfte der Figur fehlende Farbe machten seit langem eine Restaurierung erforderlich. Diese konnte die Kirchenverwaltung durch einen Zuschuss aus Bamberg sowie Spenden von Peter Lichtenberger, dem Felix-Müller-Museum und den Vereinigten Raiffeisenbanken im Sommer 2018 für 1.300 Euro in Auftrag geben.
Die Forchheimer Restauratorinnen Jutta Minor und Cornelia Patterson reinigten und retuschierten vor allem die Farbflächen. Die tiefen Risse im Korpus bleiben ganz bewusst so bestehen.

Segnung der historischen Christusfigur
Nun erstrahlt die Figur wieder in ihren ursprünglichen Farben. Dies wird im Rahmen des Christkönigfestes am Sonntag, 25. November, um 10 Uhr gefeiert. Im Rahmen des Festgottesdienstes wird die langjährige Pfarrsekretärin Anita Schaffer verabschiedet, am Ende zieht die Gemeinschaft gemeinsam aus der Kirche ins Foyer des Pfarrheims, wo Pfarrer Andreas Hornung das Kruzifix erneut segnen wird. Nach fast 50 Jahren, in denen der Jesus oft unbeachtet an der Wand hing, steht er wieder im Rampenlicht.
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 7. Dezember 2018 )
 
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