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Gräfenberger Sportbündnis Drucken E-Mail
Sportbuendnis Preisverleihung
Das Gräfenberger Sportbündnis ist erneut mit einem bedeutenden Preis ausgezeichnet worden. Der Zusammenschluss von neun Sportvereinen erhielt zum zweiten Mal die Auszeichnung im bundesweiten Wettbewerb. Die Auszeichnung für die neun bayerischen Preisträger fand im Historischen Rathaus in Nürnberg statt.

Das Gräfenberger Sportbündnis mit Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (2. v.l), Christian Schönfelder (3. v. l)., Ludwig K. Haas (4. v. l.), Karolina Michl (mit Urkunde) war mit knapp 30 Teilnehmern eine der größten Delegationen bei der Preisverleihung in Nürnberg.
In der Verleihungsurkunde heißt es: „Das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (Berlin) verleiht dem Gräfenberger Sportbündnis im Rahmen des Wettbewerbs ‚Aktiv für Demokratie und Toleranz 2014‘ für das Projekt, Agenda 2015: Jugend für Demokratie und Toleranz’ einen Preis für ein ideenreiches und wirkungsvolles Beispiel zivilen Engagements. Wir wünschen dem vorbildlichen Projekt weiterhin viel Erfolg und zahlreiche Nachahmer. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 3.000 Euro verbunden.“
Der Nürnberger Bürgermeister Dr. Klemens Gsell übermittelte die Grußworte der Stadt Nürnberg. Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle des BfDT, informierte über die Ziele und Arbeit des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz wurde vor 15 Jahren anlässlich des damals wieder erstarkten Rechtsextremismus durch die Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründet. Die Preisverleihung im Rahmen des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ wird für herausragende Projekte und Ideen verliehen und soll das zivilgesellschaftliche und ehrenamtliche Wirken würdigen. Ziel ist es, die Projekte bekannt zu machen und Anregungen für zivilgesellschaftliches Engagement geben. Die „Nachahmung“ erfolgreicher Projekte soll angeregt werden.
In einem moderierten Gespräch stellten im Nürnberger Rathaussaal die Jugendleiterin des FC Eschenau Karolina Michl und der Jugendpfleger der Verwaltungsgemeinschaft Gräfenberg Christian Schönfelder das Projekt „Agenda 2015 – Jugend für Demokratie und Toleranz“ des Sportbündnisses vor. Beide arbeiten aktiv im Gräfenberger Sportbündnis, insbesondere in der Präventionsarbeit durch Information und Aufklärung.

Fußball ist eine hervorragende Möglichkeit, Kinder und Jugendliche zusammenzubringen. Die Regeln sind – von wenigen Ausnahmen – sehr einfach, sodass auch Kinder und Jugendliche gemeinsam Sport ausüben können, auch wenn sie die Sprache der Mitspieler nicht verstehen. Flüchtlingskindern und Erwachsenen wird in den Vereinen des Sportbündnisses die Möglichkeit gegeben, Fußball zu spielen und sich zu integrieren. Jugendfußballturniere mit der Auslobung einer Fairnesstrophäe geben den Anreiz zu einem fairen und umgänglichen Miteinander. Fußball ist ein Wettkampfsport bei dem der persönliche Einsatz für einen Sieg wesentlich ist. Leicht kann es zu Aggressionen kommen.
Um vorhandene Spannungen abzubauen, führten drei Vereine beispielsweise ein spezielles Training mit einem Sozialpädagogen und Selbstbehauptungstrainer erfolgreich unter dem Motto
„Gesunder Umgang mit Kraft und Aggression“ durch.
Der renommierte Historiker der Zeitgeschichte und international anerkannte Vertreter der Vorurteils- und Antisemitismus- und NS-Forschung Professor Dr. Wolfgang Benz stellte in seiner Würdigung der Projektarbeit des Gräfenberger Sportbündnisses Bezug zum Fußball und generell zum Wettkampf im Sport her. Er betonte, ohne Wettkampf sei ein erfolgreicher Sport nicht möglich.
Allerdings darf es im Sport und im Leben nicht nur Sieger oder Verlierer geben. Ein fairer Umgang miteinander ist ein wesentliches Moment für die gesellschaftliche Ordnung. Das Gräfenberger Sportbündnis war mit mehreren Vereinsvorständen, Jugend- und Abteilungsleitern und Spielern bei der Preisverleihung anwesend.
 
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