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Donnerstag, 20. Juni 2019
 
 
 
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Der Gloss'n Hans
Volksbefindlichkeiten
Sie wer’n lachen, aber das Volk ist mir suspekt. Wie und wann sich Meinungsmassen bilden und verstärken, ist immer wieder erstaunlich. Sicher gibt’s Wissenschaftler, die solche Phänomene seriös erforschen – ich mach  mir halt bloß meine Gedanken, einfältig wie ich bin. Zum Beispiel zu dem Umstand, dass die Stadt Erlangen Ende Mai den „Klimanotstand“ erklärt hat. Im Grunde hat sie ja recht, aber warum diese dramatische Wortwahl und warum genau jetzt?

Notstand bedeutet, dass eine gegenwärtige Gefahr vorliegt für Leben, Leib, Eigentum, Gesundheit (…). Aber welche Worte will man dann noch wählen, wenn einmal eine ganz unmittelbare Bedrohung auftauchen sollte, etwa durch Naturkatastrophen oder Gewalt? Heute Maßnahmen zu ergreifen wie die Notstandsgesetze 1968 oder Militäreinsätze wie bei der Sturmflut 1962, hielte ich nicht für verhältnismäßig.

Der Zeitpunkt liegt offensichtlich an der Bewegung „Fridays for Future“, die seit 2018 Furore macht. 46 Jahre nach „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome und 30 Jahre nach Gründung des Weltklimarates, der uns seit 1988 den Klimawandel wissenschaftlich erklärt.

Seit 30 Jahren schaue ich zu, wie das (fast) keine Sau interessiert. Eine Mehrheit wollte mehr: Mehr Verdienst, mehr Freizeitspaß, mehr fliegen, mehr PS, mehr Müll (man hat ja den gelben Sack)… und beim Einkaufen „wählt“ die Mehrheit auch heute noch so – Demo hin,  Volksbegehren her. Ich wüsste zumindest, wie man für Erlangen auf einen Schlag viele Verkehrsprobleme löst: Elektrokonzerne, die Uni und die Arkaden einfach hierherins wochenblatt-Land verlegen. Ist aber nicht mehrheitsfähig.
Ihr Gloss’n Hans

 
Der Haushalts-Hans
Sie wer’n lachen, aber für mich ist die Tupper-Party vorbei. Vorratsdosen aus Plastik sind praktisch für unterwegs oder um die mütterliche Küche zu plündern. Aber daheim fehlt ihnen was.

Nicht ohne Grund setzt anständige Gastronomie am Tisch auf die haptischen und optischen Vorzüge von Porzellan, Glas und Metall. Schlimm genug, wenn im Fußballstadion Biertrinker mit Plastikbechern rumlaufen, als hätten sie Urinproben dabei.

Mich ärgert nicht nur Plastik im Meer, sondern auch Plastik in der Spülmaschine. Aus dieser kann ich nach dem Öko-Spülgang blitzblankes Porzellangeschirr und glänzende Gläser ernten. Plastikdosen aber sind nie trocken, aus Nuten und Rillen sabbert Wasser, eine dreht sich immer um und sammelt Dreckbrühe. Man muss sie dann offen rumliegen lassen oder von Hand trocknen.

Jetzt kommt’s: Ich bekenne mich zur Frischhaltefolie. In Porzellan unter Folie dekorierte Gerichte sehen appetitanregend aus, anders als lieblos in Plastiksärge gepappt. Kommen Sie mir nicht mit Ökologie: Von den Hightechdosen fehlt schnell entweder Deckel oder Unterteil, in der Mikrowelle verfärben sie sich (dürfen die da überhaupt rein?) und bald schmeißt man sie weg. Die hauchdünne Frischhaltefolie, die ich das ganze Jahr über verbrauche, würde dagegen zusammengeknubbelt locker in eine Hosentasche passen.

Das eigentliche Problem dabei ist die Fertigkeit, die eigenwillige Folie so abzutrennen und über dem schönen ovalen Porzellanteller zu applizieren, dass man sie nicht gleich verschämt in der Hosentasche verschwinden lassen muss. Aber daran arbeite ich noch.
Ihr Gloss’n Hans
 
 
 
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