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Der Gloss'n Hans
Handarbeit
Sie wer’n lachen, aber von mir aus könnte das Herbstlaub auch liegenbleiben im öffentlichen Raum. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es Beschwerden gibt, wenn Grünflächen zu Braunflächen und Gehwege zu Hindernis- und Rutschbahnen werden.

Daheim schaffen wir viel Laub weg, mit Rechen und Schubkarre, vieles bleibt auch liegen als wertvoller Dreck für das, was da so kreucht und fleucht. Andere, vor allem Arbeiter, die beruflich öffentlichen Raum sauberhalten müssen, nutzen Laubbläser.

Gegen die bläst man jetzt zum Angriff. Man meint, diese Arbeit brauche man sich nicht mit Maschinen zu erleichtern. Da wage ich mal die Behauptung, dass die Schubkarren der lautesten Laubbläser-Gegner nicht die meisten Betriebsstunden auf dem Buckel haben.

Als Beleg führt man das Umweltministerium an: „In der Streuschicht am Boden leben zahlreiche Kleintiere, wie Würmer, Insekten, Spinnen oder auch Kleinsäuger, die durch das Entfernen des Laubes den Lebensraum und die Nahrungsgrundlage verlieren können“. Klingt gut – aber trifft das für manuell entferntes Laub nicht genauso zu? Nur dass der Lebensraum leiser und schonender verlorengeht, um Lebensraum für Passanten zu sichern. Aber die Umweltministerin hat ja Germanistik und Politikwissenschaft studiert und war Werbe- und PR-Beraterin, da wird sie schon wissen, wie man handfeste Probleme angeht. Auf ihrem Schreibtisch liegt sicher kein Laub.

Vielleicht sollte man einfach die ganzen Bäume ins Ausland verpflanzen, so wie schon größtenteils die Industrie-, Arzneimittel- und Lebensmittelproduktion, dann wär‘s schön ruhig.
Ihr Gloss’n Hans
 
Too Young to Rock’n’Roll

Sie wer’n lachen, aber der Jugend scheint der sprichwörtliche jugendliche Leichtsinn abhanden gekommen zu sein. „Jugend ist Trunkenheit ohne Wein“, dichtete Goethe. Alles vorbei, viele Jugendliche geben sich heute so nüchtern und abgeklärt wie seinerzeit die Schulmeister.
Sei doch vernünftig, denk an die Folgen, sonst wirst Du es später bereuen. So redeten früher die Alten. Die juvenile Rebellion eines James Dean (416.000.000 Google-Ergebnisse in 0,69 Sekunden), der in „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ auf einen Abgrund zuraste, ging am Ende ja auch schlecht aus. Gegen den Lebensstil der Eltern und Großeltern aufzubegehren, das geht nicht mehr mit einem Aufschrei gegen zu viele Regeln, für mehr Freiheit und Lebenslust.
Spaß haben, das Leben in vollen Zügen genießen, ohne gleich die Mahnungen zu bedenken – solcherlei Ausdruck jugendlicher Lebensart haben Ex-Jugendliche so verinnerlicht, dass sie sich heute als älter werdende ans Jungsein klammern wie Ertrinkende an verbotene Plastikstrohhalme. Sätze wie „Too Old to Rock’n’Roll: Too Young to Die!“ sangen sie 1976, als die Klimaerwärmung gerade pausierte.
Die echten Jugendlichen dagegen machen sich das zu eigen, was früher Aufgabe der Alten war. Das scheint auch nötig angesichts neuer Herausforderungen. Für die Alten lagen Not und Elend in der Vergangenheit, die Jungen sehen sie in der Zukunft.
Bleibt die Frage, wer für den unübersehbaren Fastfood-Abfall in unseren Straßengräben verantwortlich ist. Wahrscheinlich werfen das die „Best Ager“ aus dem Autofenster, während sie mit dem Diesel-SUV auf den Abgrund zurasen.
Ihr Gloss’n Hans




 
 
 
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