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Montag, 17. Dezember 2018
 
 
 
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Der Gloss'n Hans
Josef, lieber Josef
Sie wer’n lachen, aber Josef von Nazareth war ja Zimmermann und somit Handwerker. Da passt eine mir zugespielte Betrachtung gut in die Zeit: Mit welchem Aufwand bekommt ein Bauherr sein Hausnummernschild an einen Holzpfahl genagelt?
1960: Ein Bauarbeiter nagelt das Schild an, bedankt sich für die erhaltene Flasche Bier und geht. Dauer: 20 Sekunden.
1970: Der Bauarbeiter geht zum Polier. Der gestattet das Einschlagen des Nagels und nimmt wohlwollend die Flasche Bier und eine Leberkässemmel in Empfang. Dauer: 20 Minuten.
1980: Bauarbeiter geht zu Polier, der zum Bauleiter. Dieser bespricht das Projekt mit dem Bauherrn bei einem Mittagessen (das der Bauherr zahlt). Dafür verrechnet er nur eine Regiestunde sowie eine Schachtel Nägel. Dauer: 2 Stunden.
1990: Bauleiter holt (nach Mittagessen) drei Angebote bei Subunternehmern ein, vergibt den Auftrag an den Billigsten und schlägt Generalunternehmerzuschlag auf. Dauer: 2 Wochen.
2000: Bauleiter informiert Chef. Der holt fünf Angebote ein, beauftragt den Billigsten, verrechnet den Teuersten plus doppeltem Generalunternehmerzuschlag. Dauer 2 Monate.
2018: Wenn Amtsbescheid, Statik-Nachweis, Umweltverträglichkeitsprüfung, Sicherheitskonzept, Datenblätter von Hammer und Nagel sowie CE-Zertifizierung vorliegen, kann es an die Arbeit gehen, inklusive Dokumentation. Dauer: 2 Jahre.
2022: Wie 2018, mit einer kleinen Einschränkung: Man findet keinen Handwerker mehr, der das ganze Theater mitmacht.
Kein Wunder, dass Josef und Jesus schon damals mit den Pharisäern haderten…
Ihr Gloss’n Hans

 
Advent, Advent
Sie wer’n lachen, aber am Sonntag waren viele von uns verdammt leichtsinnig. Haben Sie einen Adventskranz daheim? Wissen Sie nicht, dass eine brennende Kerze eine Stickstoffdioxid-Konzentration in der Raumluft erzeugt, die den EU-Grenzwert für Draußen übersteigt? Vier Lichtlein am Adventskranz können die Werte auf 200 Mikrogramm – das Fünffache des Grenzwertes – erhöhen. So erklärte es neulich ein Prof. Dr. Dieter Köhler auf stern TV.

Der Lungenfacharzt und frühere Präsident des deutschen Pneumologen-Verbandes meint zur Diskussion um Dieselfahrverbote: Der Ausstoß in Deutschland sei ohnehin seit 1990 auf ein Drittel gesunken. Es existiere kein einziger wissenschaftlicher Beleg dafür, dass Stickstoffdioxid in der Konzentration, wie sie durch den Straßenverkehr erzeugt wird, einen schädlichen Einfluss auf den Körper hat. In Deutschland sei noch kein Mensch durch Stickoxide gestorben. Die Folgerung aus Studien, dass für die etwas geringere statistische Lebenserwartung an einer vielbefahrenen Straße in der Stadt im Vergleich zur ländlichen Bevölkerung die Schadstoffbelastung der Luft verantwortlich sei, hält der Facharzt für mangelhaft.

Auch wenn man kein Wissenschaftler ist, können einem da auch andere Zusammenhänge einfallen, die nichts mit der Luft zu tun haben. Vielleicht lebt es sich zum Beispiel im wochenblatt-Land einfach schöner, entspannter und besser als am Nürnberger Innenstadt-Ring?

Bevor man uns jetzt den Adventskranz auch noch verbieten und vermiesen will, ziehe ich am besten los und machen Kerzenhamsterkäufe.
Ihr Gloss’n Hans
 
 
 
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