Leserbrief zu „Brings mit“
Heroldsberg vermeidet Müll
(Entschuldigung, dass ich das „Brings“ nicht mit Apostroph schreibe, denn das ist orthographisch falsch)
Schon seit geraumer Zeit lese ich aufmerksam die Artikel zum Müll sparen. Ich selbst versuche, so weit es geht, auf Plastikmüll zu verzichten, indem wir z.B. Glasflaschen verwenden. Umso mehr hat es mich gefreut, zu lesen, dass man in einigen Heroldsberger Geschäften nun seine eigenen Behälter mitbringen kann, um Müll zu vermeiden. Ich also auf in eines dieser Geschäfte mit meiner verschließbaren Glasdose für Wurstwaren. Dort sagte man mir, Glas dürfen sie nicht annehmen wegen der Hygiene.

Da frage ich mich, was ist denn hygienischer als Glas? Ich durfte dann meine Dose auf ein Brettchen auf die Theke stellen, über die Theke durfte sie nicht. Nun nahm die nette junge Dame diese üblichen Papier-Plastik Papiere, legte sie auf die Wage und wog darauf meinen Schinken ab. Anschließend packte sie diesen in meine Dose. Das Abwiegepapier wanderte in den Müll. Blöd war nun nur, dass ich noch eine zweite Sorte Wurst wollte. Also wieder so eine Plastik-Papier-Unterlage, Wurst aufschneiden, abwiegen, in die Dose. Unterlage in den Müll. Was habe ich nun an Müll gespart? Einzig und allein die Papiertüte, in die die Wurstwaren am Ende verpackt worden wären. Auf meine Frage, warum man denn das Abwiegepapier nicht zwei oder dreimal verwenden könne, wurde wieder mit der Hygiene argumentiert. Kein winziges Stück Plastik wurde eingespart. So, nun muss ich mir wohl eine Plastik-Dose kaufen, um Plastik zu vermeiden. Vielleicht darf die dann ohne Papier-Plastik-Auflage auf die Waage. Obwohl? Was wird dann aus der Hygiene?
Mein Fazit, eigentlich eine gute Idee. Aber die Verantwortlichen sollten mal überdenken, wie die Umsetzung auch ohne Plastik funktioniert.
Anja Jeremku