Leserbrief zum Thema Gewalt und Zivilcourage
Gewalt an der Forther Kirchweih – Ist Wegschauen schon „normal“???
Am Kirchweihsamstag in der Nacht wurde auf der Forther Kirchweih ein 26-jähriger Familienvater angegriffen und direkt vor dem Zelt von fünf bis sechs Männern vor den Augen aller verprügelt, am Boden liegend wurde auf ihn eingetreten. Erst als er mit der Polizei drohte, wurde von ihm abgelassen. Ein Besuch im Krankenhaus folgte.
Offenbar hielt es keiner für nötig, für einen anderen einzustehen, ihm zu helfen oder wenigstens dazwischen zu gehen. Alle sehen weg. Wir nicht mehr. Wir wollen sprechen, denn so fühlt man sich mit der Familie und den Kindern nicht mehr sicher. Mal ganz davon abgesehen, dass die Verantwortlichen dieser Unmenschlichkeit bekannt sind.


Ich hätte nicht gedacht, dass im 21. Jahrhundert Männer immer noch unschuldige Einzelne in Gruppen verprügeln. Den Verantwortlichen sei gesagt, dass dieses Verhalten nun nicht mehr ertragen wird, sondern Konsequenzen hat. Wir wollen eine sichere Umgebung für jedes Kind, jede Frau und jeden Mann. Die Angelegenheit wurde bereits an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Ich bin in Forth aufgewachsen, und mir reicht es jetzt. Niemand sollte so etwas erleiden müssen, nur weil es ein paar Feiglingen Spaß macht, einen Einzelnen in der Gruppe zu Boden zu prügeln um danach noch alle wie wild auf denjenigen einzutreten. Wer diese Leute schützt, der hat selbst mit zugetreten. Und das waren Samstag auf Sonntag Nacht leider viel zu viele...
(der Name des Unterzeichners ist der Redaktion bekannt)