Die fränkischen Liedler der Lindlberchler
die „Lindlberchler“ „Fränkische Liedler, di mer nimmer su hört“ sind seit zwei Jahren wieder öfter zu hören. Die vier heimatverbundenen „Lindlberchler“ haben sich benannt nach dem 545 Meter hohen, langgestreckten, schmalen Berg zwischen Ermreuth, Oberlindelbach und Stöckach, weil drei von ihnen am Fuße des Lindelbergs im Markt Igensdorf zuhause sind. Den „Viergsang“ bilden Ludwig Uebel aus Unterlindelbach, der Stöckacher Franz Kühnl, Karl Heinz Burkhardt aus Mitteldorf und der Kunzmanns Conny aus Gräfenberg, der dazu passend mit der Gitarre begleitet. Beim Jubiläums-Musikantenstammtisch in Schellenberg traten sie erstmals erfolgreich vor größerem Publikum auf und sorgten auf Anhieb für Begeisterung (wir berichteten).

Im Bild: Vor dem Vereinsheim des Musik- und Trachtenvereins Igensdorf, mit Blick Richtung Lindelberg, singen die „Lindlberchler“ ein Ständchen: Franz Kühnl, Karl Heinz Burkhardt, Ludwig Uebel und Conny Kunzmann (von links).

Vier Männer, eine Leidenschaft: der Gesang
Aus einer Laune heraus kamen die Vier auf die Idee, früher gut bekannte fränkische Lieder wieder an die Öffentlichkeit zu bringen. Nach kurzer Probenzeit gelang im Februar 2017 beim Seniorentreffen in der Lindelberghalle der erste öffentliche Auftritt.

Schwerpunkt des Repertoires ist altes fränkisches Mundart-Liedgut in überlieferter fränkischer Tradition in dreistimmigem Harmoniegesang. Damit haben die Lindlberchler eine Nische gefunden: Mit der großen Auswahl fränkischer Mundartlieder wie das „Bärnfälser Lumperlied“ vom „Gängerlaswirt“ oder „Der fränkische Wind“, aber auch „Im Frankenland“ mit dem „O du mei Jungferla“ oder „Wenn’s an schöiner Summer git, git’s a a schöins Hei“ sorgen sie fast garantiert, regelmäßig für Erheiterung beim Publikum. Zwischen den Liedern gibt’s fränkische Episoden, wie vom „Schloudfeecher vo Schweinau“, oder vom „Langhulzfohrer“ vom „Dschendlmän“ oder dem „Dritten Könich vo Nazared“.

Mit sichtlicher Begeisterung für ihr Tun wollen die vier spätberufenen Entertainer unaufgeregt und bescheiden eigentlich nur Freude verbreiten. „Mit unserem Programm bis zu zwei Stunden werden wir immer wieder gewünscht, nicht nur bei bei Seniorentreffen, sondern auf verschiedensten Feiern und Festen“, so die Sänger. Ihre Lieder rufen nicht nur althergebrachte Tugenden (und Untugenden) in Erinnerung, sie sind eine außergewöhnliche Bereicherung der Volksmusikszene in der Region und werden ganz sicher noch viele erfolgreiche Auftritte absolvieren. Der nächste wichtige Auftritt der „Lindlberchler“ ist beim „Tag der fränkischen Volksmusik“ am Sonntag, 2. September, in der Forchheimer Kaiserpfalz. Telefonisch erreichbar sind sie unter Telefon 09126-7294 oder 0160-5995420. GH