Vandalen bremsen fußballbegeisterte Kinder aus

Ilse Dölle, Jugendbüroleiterin Ina Zänkmann und Sylvia Robertson-Mayer Schon wieder wurde der Soccer-Käfig in Eschenau demoliert
„Das finde ich wirklicht total bescheuert, dass wir wegen so ein paar Idioten nicht mehr im Soccer-Käfig kicken dürfen”, sagt die 13-jährige Angelina aus Forth. Zusammen mit ihren Freunden steht sie am Wochenende (1./2.6.) in der Nähe vom Gleis 3 in Eschenau vor dem verschlossenen Fußball-Käfig und schaut verständnislos auf das Schild „Betreten verboten“.

Im Bild: Keine gute Nachricht für jugendliche Fußballfreunde in Eckental haben Bürgermeisterin Ilse Dölle, Jugendbüroleiterin Ina Zänkmann und Sylvia Robertson-Mayer. Der Soccer-Käfig bleibt vorläufig geschlossen.


Tags zuvor berieten sich an gleicher Stelle im Mehrgenerationenpark die Eckentaler Bürgermeisterin Ilse Dölle, Jugendbüroleiterin Ina Zänkmann sowie Sylvia Robertson-Mayer, die für die für die gemeindlichen Spielplätze zuständig ist, also auch für den Park. Im Hintergrund findet gerade bei herrlich frühsommerlichem Wetter auf der Wiese zwischen den neu gepflanzten Bäumchen ein Kurs für Mutter-Kind-Gymnastik statt. Auf einem halben Dutzend Gymnastikmatten üben junge Mütter mit ihren Babys nach den Vorgaben einer Trainerin. Idylle pur möchte man meinen.

Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, dass die jungen Bäumchen teilweise beschädigt sind. Die Bänder, mit denen sie an Stützpfosten befestigt wurden, sind vielfach durchschnitten. Somit werden die jungen Pflanzen leicht durch Wind und Wetter geschädigt. Doch damit nicht genug. Die drei Damen deuten auf faustgroße Löcher in der Bande des Soccer-Käfigs. Erneut wurde eines der zentralen Angebote zur Freizeitgestaltung im Park mutwillig schwer beschädigt. Die Bande des Käfigs, die aus speziellen Verbundplatten besteht, wie sie auch im industriellen Hallenbau Verwendung finden, ist an vielen Stellen aufgerissen. Diese Platten gelten eigentlich als unkaputtbar; selbst der stramme Schuss eines Profi-Fußballspielers könnte ihnen nichts anhaben. Insofern müssen die Löcher, die jetzt in allen Paneelen sichtbar sind, mit brachialer Gewalt hinein geschlagen worden sein. Das ist umso problematischer, als die Aluminiumhaut dadurch scharfkantig aufreißt. Sollte ein Spieler im Eifer des Gefechts an der Bande entlang schrammen, besteht erhebliche Verletzungsgefahr. Aus diesem Grund musste der Markt Eckental vor einigen Tagen den Soccer-Käfig erneut sperren. Die Behebung des Schadens kostet es nach Aussage von Sylvia Robertson-Mayer rund 10.000 Euro.

Zurück zu Angelina. Sie ist mit Sebastian und Marlon zum Käfig gekommen. Die drei Freunde im Alter zwischen 13 und 17 Jahren haben sich schon häufiger in Eschenau verabredet, um mit ihrem Fußball in dem Soccer-Käfig zu spielen. Die drei begeisterten Fußballspieler kommen aus Forth und Heroldsberg und sind wütend: Sie sind umsonst nach Eschenau gekommen sind, weil jemand die Einrichtung mutwillig beschädigt hat. Sebastian regt an, dass man zukünftig das Gelände mit einer Videokamera überwachen sollte, was seine beiden Freunde aber nicht so gut fänden. Vielmehr sollten nach dem Vorbild der „Coolrider“ Jugendliche darauf aufpassen, dass niemand auf so dumme Gedanken kommt, schlägt Angelina vor. Für die drei Freunde heißt es jedenfalls erst einmal, dass sie sich einen anderen Platz zum Kicken suchen müssen, bis der Soccer-Käfig wieder in Ordnung gebracht worden ist. Und dann wollen sie natürlich wieder kommen und hoffen, dass alle besser darauf aufpassen.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 11. Juli 2019 )