150 Jahre Feuerwehr Heroldsberg

150 Jahre Feuerwehr Heroldsberg Festkommers mit hochkarätigen Ehrengästen
Mit einem großen Festkommers im Bürgersaal läutete die Feuerwehr Heroldsberg ihre Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum ein, das seinen Höhepunkt mit einem großen Feuerwehrfest vom 29. Mai bis 2. Juni am Festplatz mit Schauübungen, Zeltbetrieb und Festumzug finden wird.

Im Bild: Zur Feier der Feuerwehr Heroldsberg war auch Innenminister Joachim Herrmann zu Gast.

 

Als Festredner war am Samstagabend (6.4.) Innenminister Joachim Herrmann gekommen. Er betonte, dass der Feuerwehrdienst kein Ehrenamt wie viele andere – durchaus lobenswerte – Betätigungsfelder sei, weil sich die Feuerwehrleute einer besonders großen Verantwortung stellen. Denn alle Bürger verlassen sich darauf, dass sie im Notfall alles stehen und liegen lassen und zu Hilfe kommen.

Aus dem Bundestag waren die Abgeordneten Martina Stamm-Fibich und Stefan Müller nach Heroldsberg gekommen, aus dem Landtag Walter Nussel und aus Erlangen Landrat Alexander Tritthart. Er dankte den Aktiven für ihre Bereitschaft, 24 Stunden täglich und sieben Tage die Woche für Einsätze bereitzustehen und enorm viel Zeit in ihre gute Ausbildung zu investieren.

Auf die Investitionen ins Feuerwehrwesen ging auch Heroldsbergs Erster Bürgermeister Johannes Schalwig ein. Dass man hier eine große und bedeutende Wehr hat, die auch einen Abschnitt der Autobahn A3 betreut, zeige auch das Vorhaben, Heroldsberg als Standort für Wechsellader mit verschiedenen Ausrüstungen einzurichten. Die Marktgemeinde werde ein neues, zeitgemäßes Feuerwehrhaus errichten für die immer größer werdenden Anforderungen. Allerdings könne die Kommune nur für die Ausrüstung sorgen – für die Qualität und die Qualifikation sorgen die Feuerwehrleute in ihrer Freizeit. Nicht zuletzt trage die Feuerwehr auch wesentlich bei zu einem lebendigen Gemeindeleben. Dafür danke er sowohl persönlich als auch im Namen aller Bürger.

Kreisbrandrat Matthias Rocca wies auf die unzähligen Stunden hin, die Feuerwehrleute im Dienste der Allgemeinheit leisten, sowie auf den Umstand, dass die Bezeichnung Feuerwehr heute nurmehr historische Bedeutung hätte, „Sicherheits- und Rettungsexperten“ treffe den Kern der Tätigkeit heute wohl besser. Martina Stamm-Fibich erinnerte an die große Belastung der Aktiven, bei Unfällen an der Autobahn und der B2 auch auch in psychologischer Hinsicht, sowie an einen eventuellen Nachholbedarf in Sachen Feuerwehrfrauen, lobte aber gleich unumwunden die tolle Kameradschaft, die auch im Saal spürbar sei.
Nach einem Grußwort des Ersten Kommandanten Timo Bachhiesl zeigten noch die Vertreter zahlreicher anderer Feuerwehren aus der Region, unter anderem aus Kalchreuth, Eckenhaid, Almoshof, Groß- und Kleingeschaidt, mit Kurzbeiträgen und Geschenken ihre Verbundenheit mit der Heroldsberger Wehr.

Zahlreiche Ehrungen durch den Freistaat Bayern und den Feuerwehrverein
Im Rahmen des Kommerabends wurden drei Feuerwehrmänner von Innenminister Joachim Herrmann für 40-jährigen und 25-aktiven Dienst ausgezeichnet, in dem sie sich auch besonders engagiert haben, unter anderem als Atemschutzträger und Ausbilder. Für ihre Treue zum Feuerwehrverein wurden 15 Mitglieder geehrt, mit besonders viel Applaus für Fritz Munker für 70 Jahre.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 10. April 2019 )