Praktischer Klimaschutz in Eckental

Klimaschutz Bürgermeisterin unterstützt bei „Plant for the Planet“
Unter dem Motto „Junge Retter braucht die Welt“ fand im Gymnasium Eckental ein Klima-Aktionstag der weltweit agierenden Kinder- und Jugendinitiative „Plant for the Planet“ statt. Die Organisation veranstaltet kostenlose „Plant-for-the-Planet-Akademien“, in deren rahmen Kinder andere Kinder zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ausbilden, gemeinsam Bäume pflanzen und Spannendes zum Klimaschutz lernen sollen.

Im Bild: Josephine Anger von „Plant for the Planet“, Erste Bürgermeisterin Ilse Dölle, Organisatorin Christina Petsch und Revierförster Siegfried Dörfler mit vier fleißigen Pflanzern. www.plant-for-the-planet.org

 

Diese „Akademien“ sind eine offizielle Maßnahme der UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ und werden vom Bundesumweltministerium empfohlen. Die Anregung für Eckental kam von Lehrerin Christina Petsch, finanzielle Unterstützung von Sponsoren sowie den Marktgemeinden Eckental und Heroldsberg. Mehr als 80 Kinder von Grundschulen, Mittelschule und Gymnasium nahmen an der ganztägigen Ausbildung im Gymnasium teil.
Am Nachmittag zogen zahlreiche Kinder, Eltern, Jugendliche, Betreuer und Lehrkräfte, teilweise mit Spaten und Schaufeln ausgerüstet, in den Eckenhaider Wald, um beim Inklusiven Waldkindergarten „Die Wurzelkinder“ eine Baumpflanzaktion durchzuführen. Eckentals Erste Bürgermeisterin Ilse Dölle begrüßte die Anstrengungen der Initiative im Hinblick auf den Klimawandel und die Förderung des allgemeinen Naturbewusstseins der Kinder. Der Markt Eckental spendierte auch die Bäume und kommt für die Pflanzung durch das Fachpersonal auf.

Vor der Entstehung des Waldkindergartens 2017 wurden aus Sicherheitsgründen einige Bäume gefällt, so dass die jetzige Nachpflanzung durchaus sinnvoll ist. Für die die Auswahl der Baumarten, die Vorbereitung und die Pflanzung selbst war das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Fürth zuständig. Der zuständige Leiter der Abteilung Forsten Moritz Bergen und der Revierförster Siegfried Dörfler sorgten für die fachliche pädagogische Einführung. Sie zeigten auf, dass es in unseren Wäldern viele Monokulturen von Kiefern gibt, die dem Klimawandel offensichtlich nicht gewachsen sind. Dem gelte es entgegenzuwirken mit klima- und standortgerechten Neupflanzungen im Sinne von Nachhaltigkeit und Vielfalt. Deshalb waren 100 Edelkastanien, 100 Winterlinden und 10 Douglasien zum Pflanzen vorbereitet.

Ein interessanter Nebenaspekt für die Kindergartenkinder war, dass die Douglasie angenehm nach Zitrone riecht, man von der Edelkastanie später Maronen ernten kann und die Winterlinde schöne Blüten hat. Die beiden Experten leiteten Vierergruppen an zur fachgerechten Baumpflanzung in Reihen von 1,5 Metern Abstand. Dass die Bäumchen auch gegossen und gepflegt werden müssen, wussten die aufgeweckten Kinder schon vorher. GH