Erfolgreich in einem friedlichen Europa
Neujahrsempfang in Igensdorf Neujahrsempfang des Marktes Igensdorf
In der Aula der Igensdorfer Grundschule begrüßte Erster Bürgermeister Wolfgang Rast die Vertreter des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft, insbesondere Landrat Dr. Hermann Ulm sowie Altbürgermeister und Ehrenbürger Erwin Zeiß zum Neujahrsempfang. Die Absage der angefragten Europaabgeordneten als Gastrednerin nutzte er, um in einer eigenen, denkenswerten Neujahrsansprache weiter auszuholen als in den Vorjahren. Die am 26. Mai anstehenden Wahlen zum europäischen Parlament nahm er zum Anlass, politisches Regulieren und menschliches Handeln zu betrachten – von der Kommune als kleinste politische Einheit über die Europäische Union mit insgesamt etwa 300.000 Kommunen in (noch) 28 Ländern bis zum Klimagipfel im Dezember in Kattowitz.

Im Bild: Landrat Hermann Ulm mit Marlene Ackermann, Hans Martin Hempfling, Georg Fischer, Wolfgang Gebhardt, Alexander Müller, Gerhardt Gebhardt, Christoph Bauernschmitt, Bürgermeister Wolfgang Rast (hinten, von r.) sowie Karin Picha, Margarete Weber, Marianne Weik, Helene Drewicke und Philipp Zeißler (vorne, von rechts).

Die viel kritisierte EU-Datenschutzgrundverordnung habe sich zum Beispiel nicht als Bedrohung für die Bürger erwiesen, sondern als Schutz für die Menschen in Europa vor der Datengier der „Amazons, Googles und Yahoos dieser Welt“.
Zu den großen Vorteilen der Europäischen Zusammenarbeit zählen nicht nur einheitliche Zahlungsmittel, Binnenmarkt, Freizügigkeit oder gemeinsame Umwelt-, Klima- und Sicherheitspolitik, sondern vor allem der Frieden in Europa, der seit mehr als 70 Jahren Glück und Wohlstand ermöglicht. Europa sei nicht perfekt und werde es auch nie sein, genauso wenig wie eine Kommune oder ein Mensch. Um so wichtiger sei es, den Gegnern eines in Frieden vereinten Europas bei den Wahlen am 26. Mai entgegenzutreten und wählen zu gehen – gerade im Hinblick auf die Jugend, die in Großbritannien mit mehr Beteiligung viele Probleme hätte vermeiden können.
Zum globalen Problem des Klimawandels verwies Wolfgang Rast auf die 15-jährige schwedische Schülerin Greta Thunberg, die beim Klimagipfel in Kattowitz der „erwachsenen“ Politik Versagen vorgeworfen hatte: „Wir wollen, dass es unsere Kinder besser haben sollen. Gleichzeitig verheizen wir aber diese Welt, die wir ihnen einmal hinterlassen werden.“

Engagement in Sport, Kultur und Blutspendedienst
Um so erfreulicher sei es, wenn Mann Menschen auszeichnen könne, die sich in der Kommune und in den heimischen Vereinen für das  Gemeinwohl einsetzen und Außergewöhnliches leisten.
Mit der goldenen Medaille des Marktes Igensdorf für Verdienste im Ehrenamt  wurden ausgezeichnet Gerhardt Gebhardt aus Dachstadt (für 46 Jahre Tätigkeit in der Vorstandschaft des Gesangvereins Dachstadt, davon 27 Jahre als Erster Vorsitzender bis 2018) und Wolfgang Gebhardt aus Rüsselbach (für insgesamt 35 Jahre in verantwortlichen Ämtern wie Schießsportleiter und Jugendleiter in der Schützengesellschaft Rüsselbach).
Die silberne Medaille erhielten Margarete Weber (acht Jahre Zweite Vorsitzende und seit 1998 Erste Vorsitzende des ASV Pettensiedel und somit 28 Jahre an der Vereinsspitze), Karin Picha (seit 26 für die Gesamtkassenführung des ASV Pettensiedel verantwortlich) und Hans Martin Hempfling (seit 24 Jahren Schriftführer beim ASV Pettensiedel).
Mit der bronzenen Medaille wurden ausgezeichnet Helene Drewicke (seit 15 Jahren Abteilungsleiterin und seit 2012 Zweite Vorsitzende beim FC Stöckach), Marlene Ackermann (seit 15 Jahren Kassenführerin und vielseitig Aktive beim Gesangverein 1881 Etlaswind-Pettensiedel) sowie Georg Fischer (seit 20 Jahren 2. Vorsitzender beim ASV Pettensiedel).
Für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit wurde Marianne Weik geehrt: Sie hat seit 1998 nunmehr 20 Jahre lang die Blutspendetermine des BRK in Igensdorf organisiert und betreut. Dafür wurde erhielt die 2008 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland Ausgezeichnete auch gleich die Ehrenplakette in Gold des Blutspendedienstes des BRK.

Fleißige Musikschüler und Segelflug-Europameister
Der Igensdorfer Musikpreis 2019 ging an die beiden Schlagzeugschüler Christoph Bauernschmitt und Philipp Zeißler, die sich in der Sing- und Musikschule fächerübergreifend bei Konzerten, Klassenvorspielen, Projektorchestern und in den Ensembleproben durch besonderen Fleiß und große Zuverlässigkeit ausgezeichnet haben und auch beim Musical „Leben im All“, das im Juli aufgeführt wird, mitwirken werden.
Für herausragende sportliche Leistungen wurde Alexander Müller aus Kirchrüsselbach geehrt. Der Sport-Segelflieger hat herausragende Erfolge mit langen Streckensegelflügen errungen als Europameister, Deutscher Meister und Vierter der weltweiten Wertung, hält den afrikanischen Kontinentalrekord und absolvierte den größten Streckensegelflug in Deutschland 2018 mit 1.297 km. Zusammen mit seiner Mannschaft von der LSG Bayreuth schaffte er den Sieg in der Weltliga und die Deutsche Meisterschaft in der 1. Segelflug-Bundesliga.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von den „Streichflöhen“  (Emma Lustig, Max Weber, Caroline Herner, Isabel Herner, Lena Lemaire, Paulina Klenner und Maria Hofmann unter der Leitung von Ute Eschmann), dem Percussion-Ensemble (Christoph Bauernschmitt, Kevin Büssert, Calvin Kleisny, Eike Tibes und Philipp Zeißler unter der Leitung von Rainer Weber) und dem Blechbläser-Ensemble (Jakob Kranich und Felix Kranich unter der Leitung von Dietrich Kawohl und Zoltan Nagy, mit Philipp Zeißler am Schlagzeug) der Sing- und Musikschule.