Anwohner in Weiher drehte durch
Unmut über Baustelle eskalierte
Die Baustelle an der Ortsdurchfahrt Weiher verleitet seit nunmehr drei Wochen immer wieder Verkehrsteilnehmer unrechtmäßig durch die Straßen der Wohngebiete zu fahren, die nur für Anlieger, den Linienverkehr und Rettungskräfte freigegeben sind. Dies führt zum Unmut der dortigen Anwohner. Zudem stellt dies eine Verkehrsordnungswidrigkeit dar. Die Polizeiinspektion Erlangen-Land wird die Durchfahrtsverbote im Rahmen der Streife weiterhin überwachen.
Am Sonntagnachmittag ließ jedoch ein 50-jähriger Mann aus Weiher jede Vernunft außer Acht, als er wegen dieses Geschehens zur „Waffe“ griff. Er soll zunächst ein durchfahrendes Fahrzeug in seiner Straße fotografiert haben, woraufhin er von dessen Beifahrer angesprochen wurde. Es folgte ein Streitgespräch, zu dessen hitzigen Verlauf der Anwohner ein Stahlrohr aus seinem Garten mitbrachte, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen.
In Folge dessen, wurde die 28-jährige Fahrerin des Pkw durch das Stahlrohr an der rechten Hand verletzt. Wie genau es dazu kam, muss noch ermittelt werden.
Für die Baumaßnahmen an der Ortsdurchfahrt Weiher sind noch etwa sieben weitere Monate geplant. Die Polizei appelliert sowohl an die Verkehrsteilnehmer, nicht mehr widerrechtlich durch die gesperrten Straßen zu fahren, als auch an die Anwohner, der Situation mit Toleranz und Verständnis zu begegnen - und nicht auf eigene Faust die Ahndung der Verkehrsverstöße zu übernehmen.
Am Rande bemerkt: Die 28-jährige Nürnbergerin und ihr Freund fuhren berechtigt durch Weiher - sie hatten ein Familienmitglied im Ortsteil besucht und waren auf dem Nachhauseweg.