Hecken brauchen Pflege
Hecke Schnittarbeiten auch im wochenblatt-Land
Bis Ende Februar werden im Auftrag des Landschaftspflegeverbands Mittelfranken etliche Hecken einer fachgerechten Pflege unterzogen, unter anderem auf Ausgleichsflächen der Gemeinde Kalchreuth oder im Markt Heroldsberg im Bereich von Groß- und Kleingeschaidt.
Diese Maßnahmen dienen dem Naturschutz, der dauerhaften Erhaltung und der ökologischen Verbesserung der Hecken.

Im Bild: Die Heckenpflege ist mit der Naturschutzbehörde fachlich abgestimmt und wird vom Bayerischen Umweltministerium und dem Bezirk Mittelfranken gefördert.

 

Es werden Abschnitte der Hecken „auf den Stock gesetzt“, das heißt bodennah abgeschnitten. Diese Maßnahme schaut im ersten Moment etwas radikal aus. Die Sträucher und Bäume treiben nach dem Pflegedurchgang aber allesamt im Frühling wieder aus. Es bildet sich wieder ein dichter, gesunder Bewuchs aus Ästen und Zweigen, der beispielsweise Vögeln genügend Schutz für ihre Nester oder anderen Tieren Unterschlupf bietet. Vorgabe des Landschaftspflegeverbands ist, dass nur maximal ein Drittel der jeweiligen Hecke gepflegt wird. Nach einigen Jahren folgt dann der nächste Abschnitt, so dass mit der Zeit eine ausgewogene Altersstruktur aus jungen und älteren Heckenabschnitten entsteht. Diese Vorgehensweise gewährleistet eine hohe Artenvielfalt.
Wenn die Bäume in den Hecken zu dicht stehen müssen einzelne herausgenommen werden, damit die anderen sich besser entfalten können.
Nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz sind Hecken geschützt, das heißt sie dürfen nicht ohne besondere Genehmigung entfernt werden. Ein Pflegeschnitt ist im Zeitraum zwischen Oktober und Ende Februar, also außerhalb der Vogelbrutzeit erlaubt.
Die Arbeiten werden von ortsansässigen Landwirten gegen Vergütung nach den Maschinenringsätzen ausgeführt. Das Schnittgut wird gehäckselt und die Hackschnitzel werden zur Erzeugung regenerativer Energie genutzt.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 15. Februar 2018 )