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Lob und Tadel für den gelben Sack Drucken E-Mail

Grüner PunktReaktionen auf gelungene Premiere im Kreis Forchheim
Seit 1. Januar ist im Landkreis Forchheim die Erfassung leichter Verpackungen durch das DSD (Duales System Deutschland) von Bringauf Holsystem umgestellt. Auf vielfachen Wunsch gibt es nun einen „gelben Sack“ (wir berichteten). „Vor allem jene, die aus anderen Landkreisen zugezogen waren und den gelben Sack kannten, fanden das Bringsysten rückständig und bürgerunfreundlich“, schildert Christine Galster von der Abfallwirtschaft die Diskussion im Vorfeld. Doch nun gibt es erneut Beschwerden – diesmal von Befürwortern der Anlieferung am Wertstoffhof – vor allem über den vierwöchentlichen Abholturnus.

Platzmangel und Hygiene sind die Hauptsorgen: „Viele Familien schimpfen über die Notwendigkeit, vier Wochen lang Müll zu sammeln. Tierhalter wissen nicht, wohin mit den vielen Katzen- und Hundefutterdosen, die irgendwann unangenehm riechen.“

Vielen scheinen zudem die veranschlagten zwei gelben Säcken pro Monat nicht auszureichen. Zwei Rollen à 13 Stück sollte zu Jahresbeginn jeder Haushalt im Landkreis erhalten haben – insgesamt 1,3 Mio. Säcke. Inzwischen wurden 250.000 weitere ausgegeben, und immer noch gehen in der Abfallwirtschaft Bestellungen ein.

Bei allem Bestreben, die Anforderungen der Bürger und der privatwirtschaftlichen Entsorger in Einklang zu bringen, erinnert Christine Galster auch an die Frage der Abfallvermeidung. Das duale System wurde eingeführt, weil der Gesetzgeber einen umwelt- und ressourcenschonenden Wandel von der Wegwerf- zur Verwertungsgesellschaft anregen wollte. „Im bundesweiten System ist in ländlicheren Gebieten ein vierwöchentlicher Turnus üblich. Es wäre auch umweltschädlicher, die Lkws alle zwei Wochen durch die Straßen fahren zu lassen“, erklärt die Expertin.


Igensdorfer Wertstoffhof wieder geöffnet

Immerhin verlief die erste Abholung reibungslos: Alle gelben Säcke standen rechtzeitig vor der Tür, und die Entsorger waren trotz der gewaltigen Schneemassen zur Stelle. Und auch die Trennung klappte wunderbar – sieht man von einigen schwarzen Schafen, die offensichtlich auch Reisekoffer für eine Leichtverpackung halten.

Der Igensdorfer Wertstoffhof ist nach einer zweiwöchentlichen Schließung zum reibungslosen Abbau der nun überflüssigen Container seit Montag wieder geöffnet. Hier können Altglas, Altpapier aus Privathaushalten, Metallschrott, Elektrokleingeräte, Batterien, CDs, Kork, Altkleider und Kleinmengen an Bauschutt angeliefert werden. Leichtverpackungen werden in der Regel nicht mehr angenommen, dafür sind hier im Bedarfsfall (sowie auch im Igensdorfer Rathaus) weitere Rollen mit „gelben Säcken“ erhältlich.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 3. Februar 2010 )
 
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