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INSEK INSEK für Eckental vorläufig abgeschlossen
Im März 2018 hatten die Architektin und Stadtplanerin Sylvia Haines und Landschaftsarchitekt Thomas Wirth die Leistungen ihrer Bietergemeinschaft, bestehend aus dem Büro Haines-Leger im unterfränkischen Rimpar und arc.grün Landschaftsarchitekten aus Kitzingen, im Gemeinderat vorgestellt.


Es folgte eine vorbereitende Planung mit Bestandsanalyse bis Ende 2018 und Stärken-Schwächen-Analyse bis Februar 2019, die Entwicklung eines Leitbildes mit Bürgerbeteiligung im Rahmen einer Bürgerwerkstatt am 13. Februar und interaktiver ­Online-Beteiligung, die Formulierung von Maßnahmen, eine zweite Bürgerwerkstatt am 3. Juli 2019 sowie ein konkretes Durchführungskonzept. Dem Gemeinderat wurde der jeweils aktuelle Stand im Oktober 2018, im Februar 2019 und Mai 2019 vorgestellt, am 26. März und am 20. Juli befassten sich die Räte in einer Gemeinderatsklausur intensiv mit dem Leitbild und den Maßnahmen.

Vom Rat „befürwortend zur Kenntnis genommen“
Vergangenen Mittwoch wurden dem Rat eine Zusammenfassung des Planungsbüros und ein Vorschlag der Verwaltung vorgelegt, der nach ausführlicher Diskussion mit 17 Ja- und einer Gegenstimme beschlossen wurde.
Dem Beschluss zufolge nimmt der Marktgemeinderat das Ergebnis des INSEK „befürwortend zur Kenntnis“ und schließt sich den entwickelten Zielen und Leitlinien an. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, mit der Reaktivierung und Sanierung Schloss Büg sowie einem Spielplatzkonzept zwei Impulsprojekte umgehend in Angriff zu nehmen. Die weiteren Handlungsempfehlungen und Impulsprojekte sind gemeinsam mit den jeweils betroffenen Akteuren und Institutionen weiter zu verfolgen, zu beraten und zu positionieren sowie je nach Haushaltslage vom Marktgemeinderat zu priorisieren, zu beschließen und zu realisieren. Dem Marktgemeinderat ist künftig eine Vorschau auf die in den Folgejahren beabsichtigten Maßnahmen rechtzeitig zu den Haushaltsberatungen vorzulegen und das INSEK soll je nach Erfordernis fortgeführt werden.
Gestrichen wurde aus dem Beschlussvorschlag ein Absatz, demzufolge die erarbeiteten Ziele als Grundlage für die künftige Entwicklung „Richtschnur für das gemeindliche Handeln“ sein sollen. Axel Gosoge (B90/Die Grünen) hatte erklärt, dass seine Fraktion Teilen der formulierten Ziele nicht zustimmen werde und eine Aufteilung auf zwei Beschlüsse angeregt: Man könne INSEK befürwortend zur Kenntnis nehmen, aber die im Konzept formulierten 50 Hektar für zusätzliche Wohnbebauung bis 2034 nicht als „Leitlinie“ verabschieden. Statt der Sanierung von Schloss Büg, die ohnehin komme und gefördert werde, sähe er lieber eine Initiative für Solarenergie als Impulsprojekt.
Erste Bürgermeisterin Ilse Dölle (UBE) bezeichnete diese Gegenüberstellung als schwierig, schließlich arbeite man bereits daran, auf Kindergärten und alle Gebäude, wo es statisch und wirtschaftlich sinnvoll sei, Photovoltaik zu installieren. Und alleine mit baulicher Nachverdichtung werde man nicht der Prognose entgegenwirken können, dass Eckental die Kommune ist, die am stärksten altert.
Gerhard Wölfel (CSU) stimmte Gosoge im Hinblick auf den Flächenverbrauch zu, plädierte aber dafür, die Beschlussvorlage unverändert zur Abstimmung zu stellen, weil die zusätzliche Bebauung nur eine Option sei, aber keine Verpflichtung. Man dürfe das INSEK nicht zerreden, es habe trotz allem viele Erkenntnisse gebracht. Martin Hofmann (CSU) erinnerte daran, dass Wohnraum und Baumöglichkeit für junge Eckentaler wichtig sei und Reinhard Zeiß (CSU) betonte, dass man die Unterstützung durch die Planungsprofis und die damit verbundene Förderung nutzen müsse, um Ziele zu setzen und zu verfolgen.
Günter Fensel (unabhängig) kündigte an, dem Beschluss nicht zuzustimmen, weil man sich etwas anderes überlegen müsse, als „Flächen kaputtzumachen“ mit 50 Hektar Bauland für einen Zuwachs von 450 Einwohnern innerhalb von 15 Jahren. „Nachhaltigkeit ist ganz was anderes“, die in der Bürgerbeteiligung genannten Wünsche seien zu 80 Prozent nicht umsetzbar und das INSEK habe das Thema verfehlt.
Felix Zosel (UBE) drängte dagegen, das Verfahren jetzt durchzuziehen, um die Fördermittel nicht zu gefährden, denn als langfristige Perspektive seien die genannten Optionen in Ordnung. Friedrich Schulz (UBE) stimmte ihm zu, das Potenzial müsse man nicht zwingend verbrauchen, allerdings könne er sich durchaus vorstellen, die „Ziele und Leitlinien“ im Beschluss zu streichen, falls dies die Förderung nicht gefährde.
Auch Michael Schölkopf (Freie Wähler) plädierte dafür, das INSEK lediglich „zur Kenntnis zu nehmen“, denn Flächen versiegeln löse die Probleme nicht. Günter Rauh (Freie Wähler) ergänzte, man dürfe sich da nicht irgendwo reinzwicken lassen und habe genug andere Sachen, „die uns mehr drücken“.
Konrad Gubo (SPD), Thekla Mück (SPD) und Astrid Marschall (B90/Die Grünen) vermissten in dem zu beschließenden Konzept ausreichende Impulse für sozialen Wohnungsbau, denn die derzeit entstehenden Projekte seien nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“. Auch Gubo plädierte dafür, das INSEK als Zusammenfassung von Ideen zur kenntnis zu nehmen und den Vorschlag auf zwei Beschlüsse aufzuteilen.

Öffentliche Präsentation am 26. Oktober
Planerin Sylvia Haines führte aus, dass der zitierte Flächenzuwachs Teil der Bestandsanalyse und der daraus folgenden Prognose sei und keine Zielsetzung. Man habe nur planerisch sinnvolle Entwicklungsspielräume aufgezeigt, die Entwicklung liege in der Hand des Marktgemeinderates. Die Regierung erwarte jedoch eine dokumentierte Zielsetzung. Dem von Ilse Dölle vorgetragenen Beschlussvorschlag nach Streichung eines Absatzes konnten schließlich außer Günter Fensel alle zustimmen.
Am Samstag, 26. Oktober, werden die Fachplaner das INSEK im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ im Eckentaler Rathaus der Öffentlichkeit vorstellen: Von 14 bis 17 Uhr geben Verwaltung, VHS, Mittelschule, Kitas, Bücherei und andere Bildungseinrichtungen Einblicke in ihre Angebote und ihre Arbeit, inklusive einem Kinderprogramm am Rathausplatz. Eine gute Gelegenheit, um im Laufe des Nachmittags drei Mal die Ergebnisse der eineinhalbjährigen gemeinsamen Arbeit von Städteplanern, Verwaltung, Marktgemeinderat und Bürgern zu präsentieren. Weitere Einzelheiten werde rechtzeitig im wochenblatt veröffentlicht.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 10. Oktober 2019 )
 
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