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Mais Erkenntnisgewinn im Maisfeld
Von oben betrachtet ist es eine riesige Biene, vom Boden aus gesehen ein Labyrinth, in das Markus Maul alle interessierten Besucher einlädt. Auf 85.000 Quadratmetern Maiskultur hat der 36-jährige Landwirt den Irrgarten im zwei Meter hohen Maisbestand angelegt. Um den Häcksler zu steuern, hat er sich per GPS und Handy satellitengesteuert orientiert.

Die Informationen zum Maisanbau und zur Landwirtschaft im Allgemeinen, die man im Labyrinth finden kann, sind allerdings ganz analog auf Tafeln angebracht. Hier will der Landwirt darüber aufklären, dass „der Bauer nicht der Feind der Biene ist“ und die pauschale Kritik an konventioneller Landwirtschaft keineswegs immer und überall zutreffend ist. In seinem Maisfeld können die Besucher erleben, dass überall Bienen, Marienkäfer und Schmetterlinge unterwegs sind. Trotzdem hat er auf anderen Flächen zusätzlich Blühflächen angelegt, denn gerade die Bauern haben das allergrößte Interesse an Nachhaltigkeit. Die Schilder im und am Maislabyrinth informieren über die Pflanzen und animieren dazu, ein Lösungswort zu finden.
Wie kleinräumig die Flächen in der fränkischen Landwirtschaft sind, kann man daran sehen, dass sich das Bienenlabyrinth über die Felder von vier Familien erstreckt. Auf dem Maislabyrinth kann man zudem erkennen, dass auf einem ein Teil der Fläche der Mais weniger stark gewachsen und von anderen Pflanzen durchsetzt ist. Hier verzichtet sein Berufskollege Jörg Mortler mit seinem Bio-Mais auf chemischen Pflanzenschutz und setzt auf mechanische Unkrautregulierung. Darauf nimmt Markus Maul natürlich Rücksicht, wenn er beispielsweise ein Insektizid gegen die Larven des Maiszünslers einsetzt. Maximal 1/8 Liter pro 10.000 Quadratmeter eines als nicht bienengefährlich eingestuften Präparats hat er im Frühsommer ausgebracht. Bei sachgerechter Anwendung kann laut Bundesamt für Verbraucherschutz eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch Rückstände ausgeschlossen werden, Auswirkungen für Anwender, Arbeiter oder Dritte sind ausdrücklich nicht zu erwarten – ebenso wenig wie Effekte auf die Populationen von Bodenorganismen. Zusätzlich wurden Spurennährstoffe wie Bor und Mangan ausgebracht, die auch im Bio-Anbau Verwendung finden. 35 Tage nach der Behandlung könnte Markus Maul den Mais ernten und unter anderem als Futter für seine Schweinehaltung mit 400 Tieren nutzen.
Doch jetzt bleibt der Mais noch etwa drei Wochen stehen, in denen Kinder, Familien und Erwachsene das Labyrinth erkunden können. Zu finden ist es mit einem kleinen Hinweisschild neben der Straße von Bullach kommend Richtung Simonshofen auf der linken Seite.
 
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