Home
Dienstag, 17. September 2019
 
 
 
Home
Leser–Service
Anzeigen-Service
fifi - der Firmenfinder
Kontakt
Suche
Impressum
Datenschutzerklärung
Lesezeichen setzen!
wochenblatt Hero
 
 
Private Kleinanzeigen
… aufgeben
… lesen
 
 
Das wochenblatt zwitschert jetzt mit!
 
 
Forth: B2 Umgehung wird konkreter Drucken E-Mail
Umgehung Forth Straßenbauamt erläuterte den Zwischenstand
Am vergangenen Donnerstag (4.7.) erläuterten Vertreter des Staatlichen Bauamtes Nürnberg im voll besetzten Saal des ASV Forth den Vorentwurf der Entwurfsplanungen zur B2-Umgehung von Forth. Die für eine technische und haushaltsrechtliche Genehmigung erforderlichen Gutachten sind demnach zwar noch nicht alle fertig, liegen aber teils bereits vor und sind teilweise noch in Arbeit. Trotzdem habe das Staatliche Bauamt auf Nachfragen der Bevölkerung und Bitte der Gemeinde hin zusammen mit dieser zu einer frühzeitigen Informationsveranstaltung eingeladen.


Der nächsten Schritte wären 2020/2021 die Genehmigungsplanung und Planfeststellung, ab 2022 die Ausführungsplanung und ab 2023 Ausschreibung und Bau unter der Voraussetzung, dass die Haushaltsmittel bereitgestellt sind.
Die Linienführung der Trasse sei im Vergleich zur ursprünglichen Vorzugsvariante im Hinblick auf den Immissionschutz weiter optimiert worden, so das Bauamt. Durch maximale Ausnutzung der Räume im Flächennutzungsplan der Gemeinde wurde in weiten Teilen der Abstand zur Bebauung vergrößert, etwa im Bereich Martha-Maria  von 110 auf 160 Meter und im Bereich Goethestraße um 40 auf 210 Meter.Zudem soll die Trasse „nach Möglichkeit“ im Einschnitt verlaufen, so dass sie durchgehend vier Meter unter der Geländekante Richtung Bebauung liegt – entweder durch den Einschnitt oder durch vier Meter Erdwall, so die Planer.

Zwar zeigen die aktuellen Untersuchungen noch eine geringe Anzahl an Überschreitungen von Grenzwerten des Bundesimmissionsschutzgesetzes (beispielsweise für Wohngebiete 59 dB(A) tagsüber und 49 dB(A) nachts). Die immissionstechnischen Untersuchungen befinden sich aber noch in Aufstellung, im weiteren Verlauf werde man die Grenzwertüberschreitungen vermeiden können.
Der Vorentwurf geht aus von einer Absenkung um 3 Meter beim FC Büg und einer Geländeanhebung im Bereich der Straße ERH 9 zwischen Forth und Eckenhaid. Für diese ist derzeit noch eine Brücke über die Umgehung vorgesehen, ein Anschluss an dieser Stelle wird noch anhand eines Verkehrsgutachtens geprüft. Im Bereich der Staatsstraße 2236 zwischen Forth Richtung Herpersdorf ist ein Kreisverkehr vorgesehen, bevor die Trasse im Bereich der „Kellerhauskurve“ die jetzige B2 kreuzt und dann vor Lindenmühle wieder auf den bestehenden Verlauf trifft.

Einen zusätzlichen „erheblichen positiven Lärmschutzeffekt“ für Anwohner versprechen sich die Planer von einer „Liniendeponierung“ von Erdmaterial zwischen der Trasse und der Bebauung in den Bereichen, in denen die Trasse nicht im Einschnitt verläuft. Voraussetzung hierfür sei aber, dass die Grundstücke freiwillig zur Verfügung gestellt werden. Die Liniendeponierung könnte von der Trasse ab zunächst steil ansteigen, um dann Richtung Forth flach auszulaufen. Denkbar sei neben Grunderwerb auf freiwilliger Basis eine Entschädigung für Ernteausfälle während der Arbeiten, wenn anschließend wieder die landwirtschaftliche Nutzung gegeben ist.
Die bislang hier verlaufende Gemeindestraße soll zur Erschließung der Grundstücke zwischen neuer B2 und Bebauung wiederhergestellt werden. Auf die Frage, ob die Straße zusätzliche Verkehrsbelastung anlocken könnte, überlegte Bürgermeisterin Dölle laut, dass man hier auch auf eine öffentliche Straße verzichten könnte, wenn die ERH 9 an die B2 angeschlossen ist – eine neue Variante, die das Bauamt prüfen will. Für einen Anschluss an dieser Stelle plädierte auch Dieter Hartmann vom Bund Naturschutz.

Aus der Versammlung wurde kritisiert, dass sich der Lärmschutz für Anwohner auf das Nötigste beschränke und dass weitergehende Optionen, die andernorts umgesetzt wurden, gar nicht in Betracht worden seien. Das in der Voruntersuchung genanngte „Schutzgut Mensch“ sehe man nicht ausreichend berücksichtigt. Dies wollte Rudi Dollack so nicht stehen lassen und fragte, was für die Anwohner der Forther Hauptstraße seit Jahrzehnten das „Schutzgut Mensch“ bedeute. Man versicherte sich aber schnell gegenseitig, dass es niemandem darum gehe, die Entlastung für den Ortskern zu verhindern, sondern nur um einen maximalen Lärmschutz für die Anwohner am südlichen Ortsrand sowie im Bereich der Goethestraße angesichts eines ohnehin sehr umfangreichen Bauprojekts. Die Entwicklung der in einer Voruntersuchung 2018 mit 11 Mio. Euro bezifferten Kosten werde  fortgeschrieben, antworteten die Planer. Die noch ausstehenden Gutachten sollen im Herbst 2019 vorliegen.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 1. August 2019 )
 
< vorherige Meldung   nächste Meldung >
 
 
Das aktuelle Heft zum online-Blättern
 
 
Der Gloss'n Hans macht sich Gedanken
 
 

fifi findet
fifi - der pfiffige
Firmenfinder

 
 
Leserfotos

Leserfoto