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Mittelschule Eckental Drucken E-Mail
Schüler Fairplayer-Projekt
Unter der Anleitung der zum Fairplayer ausgebildeten JaS-Fachkraft Uschi Neumann und des Klassenlehrers wurde in den 7. Klassen wöchentlich eine Doppelstunde vom Regelunterricht für das Projekt, das rund vier Monate dauerte, verwendet. Während der „Fairplayer-Stunden“ setzten sich die Schüler mit Themen wie Zivilcourage, Gewalt, Mobbing sowie Cybermobbing auseinander.

Im Bild: Beim Fairplayerprojekt zeigten sich viele Schüler  sehr aufgeschlossen und gesprächsbereit, dank der „Heroes“ Nürnberg wurde ein Stein ins Rollen gebracht – die Mittelschule Eckental versucht ihn weiter zu rollen.


Die Inhalte wurden in der Klasse mit verschiedenen Methoden wie Gruppenarbeiten, Rollenspielen und „Ampelkarten“ (am Anfang und Ende jeder Stunde) gemeinsam erarbeitet. Ziel des Projektes ist, dass die Schüler lernen, Konfliktsituationen für sich richtig zu beurteilen, um entsprechend reagieren zu können. Des Weiteren sollen sie befähigt werden, bereits im Vorfeld präventiv bei Mobbing und Gewalt zu handeln. In den ersten beiden Stunden wurde mittels Zeitungsartikeln, Videos und Internetrecherchen erarbeitet, was ein Fairplayer ist. Anschließend wurden die Gruppenregeln für das Projekt entwickelt. In den Folgestunden setzten sich die Schüler mit dem Begriff Gewalt in all seinen unterschiedlichen Formen auseinander, in Rollenspielen sollte das Bewusstsein für Gewaltsituationen und Notlagen geschult werden. Das Thema „Zivilcourage“ wurde gemeinsam erarbeitet und diskutiert. Mit medialen Impulsen wie kreativen Filmen wurde das Thema vertieft. Bei der Themenstellung „Wie es mir geht“ konnten die Schüler vorgegebene Gefühlszustände als Pantomime darstellen, die erraten werden mussten.

Im zweiten Teil des Projektes lernten die Schüler die verschiedenen Rollen „Participant Roles“ beim Mobbing kennen und probierten sich in den unterschiedlichsten Rollen aus. Sie lernten Feedback zu geben und entgegen zu nehmen, den Transfer auf die eigene Klasse und erarbeiteten Maßnahmen zur Verbesserung des Klassenklimas. Mittels vorgegebener Situationen, die in Rollenspielen eingeübt werden, erproben sie sich in Zivilcourage und erleben am Ende das „Moralische Dilemma“, in dem jeder steckt bevor er eingreift. Es entstand ein „transaktiver Diskurs“ zwischen den Schülern, hier sollen die Schüler nicht aneinander vorbei argumentieren, sondern an Argumenten Anderer anknüpfen, auf diese eingehen und ihre eigenen Argumente zu denen Anderer in Beziehung setzen. Das bedarf vieler Übungsstunden, aber nur so werden Schüler angeregt, sich mit neuen Sichtweisen und Argumenten auseinanderzusetzen. Der krönende Abschluss bestand aus einer klasseninternen Gerichtsverhandlung anhand eines Cybermobbingfalles innerhalb der Schule. In Kleingruppen mussten sich die Schüler in die Rollen verschiedener Anwälte hineindenken, Rechtsgrundlagen sowie Argumente sammeln und darlegen. Die „Anwälte für Privatsphäre“ und die „Anwälte der Meinungsfreiheit“ mussten sich mit Rechtsgütern unserer Gesellschaft beschäftigen. Nach den Schlussplädoyers zog sich das Gericht zur Urteilsfindung zurück und verkündeten dann ihr Urteil, das zumeist schulintern gelöst werden sollte. In der letzten Stunde reflektierten alle Beteiligten, Trainer, Klassenleiter und die Schule das gesamte Projekt. Gelernt haben hier alle voneinander und sind zusammengewachsen. Die Klassenlehrer überreichten dann allen Schülern ihre Urkunden.

Damit das Fairplayer-Medienhelden-Manual nachhaltig wirken kann, werden die Klassenlehrer weiterhin mit den erlernten Methoden arbeiten, Ampelkarten, Klassengespräche oder auch das moralische  Dilemma in den Fachunterricht einbinden. Die Schüler regten an, bei Cybermobbingfällen innerhalb der Klassen als Lösungsstrategie eine klasseninterne Gerichtsverhandlung anzusetzen und das jeweilige Urteil dann konkret durchzusetzen.
Ziel ist es, als Qualitätsstandard an der Mittelschule Eckental, den Fairplayer/Medienhelden in jeder 7. Jahrgangsstufe flächendeckend in Kooperation mit Lehrern und JaS-Fachkraft durchzuführen, um gemeinsam als „Fairplayer“ zu einem guten Schulabschluss zu kommen. Im Lehrplan der Mittelschule ist verankert, den Schülern zu helfen, sich in der Vielfalt widersprüchlicher Werte zu orientieren. Fächerübergreifende Ziele sind dabei Menschenwürde und Menschenrechte zu achten sowie die Bereitschaft zu friedlichem Zusammenleben und gewaltfreier Konfliktlösung im persönlichen wie öffentlichen Leben zu vermitteln. Ebenso immer wichtiger ist hier die interkulturelle Erziehung, die wechselseitige Offenheit für Wertvorstellungen, Kulturen und Religionen zu vermitteln und sich für die freiheitlich-demokratische Grundordnung zivilcouragiert einzusetzen. www.fairplayer.de

Workshop bei den „Heroes“ in Nürnberg
Keinen Bock auf Vorurteile, Unterdrückung und Gewalt: Schüler der Mittelschule Eckental besuchten zusammen mit Uschi Neumann, zuständig für die Jugendsozialarbeit, und ihrer Lehrerin Michaela Merz Ende Mai einen Workshop bei den „Heroes“ in Nürnberg, einem Projekt gegen Unterdrückung im Namen der Ehre und für Gleichberechtigung von Frau und Mann. Jugendliche mit Migrationshintergrund leben zwischen den Kulturen, der Kultur ihres Heimatlandes und der deutschen. Spannungen sind hier oft vorprogrammiert und sollten gemeinsam angepackt werden. Die Schüler, ob mit Migrationshintergrund oder ohne, waren gemeinsam dazu bereit. Diskutiert wurden Fragen wie: Was bedeutet Ehre für mich und für andere? Wer bestimmt, was ehrenhaft ist und was nicht? Welche Rollenbilder herrschen in verschiedenen Kulturen vor? Was darf ein Mann und was eine Frau?

BrainstormingAlkohol-Präventionsworkshop „Tom und Lisa“
Schüler der Klassen 8a, 8b und M8c der Mittelschule Eckental waren vor den Osterferien drei Wochen lang jeweils den ganzen Vormittag zu Besuch im Jugendtreff Gleis 3 in Eckental. Dort wurde mit der Jugendsozialarbeiterin Uschi Neumann und ihrem Kollegen Ralf Hingler von der „streetwork“ Heroldsberg mittels des Alkoholpräventionsprogramms für Schulen „Tom und Lisa feiern eine Party“ Wissen über Alkohol angeeignet und gemeinsam Ideen gesammelt, wie man auch ohne Alkohol abends feiern kann. Am ersten Tag wurde spielerisch in Gruppen erarbeitet, ab welchem Alter man welche alkoholischen Getränke konsumieren darf und außerdem überlegt, wie man eine Party ohne Alkohol gestalten könnte. Dies wurde dann pantomimisch dargestellt. Als „Hausaufgabe“ gaben die Sozialarbeiter Fragebögen zum Ausfüllen für die Eltern mit.

Im Bild: Es wurde trotz des ernsten Themas viel gelacht und trotzdem eine Menge gelernt beim Alkoholpräventionsprogramm für Schulen, an dem die 8. Klassen der Mittelschule Eckental teilnahmen.

Am zweiten Tag wurden zuerst die Elternfragebögen aus der ersten Einheit ausgewertet und danach überlegt, wie Eltern, und auch auch die Schüler selbst später als Eltern, reagieren würden, wenn Kinder abends betrunken nach Hause kämen. Mittels Blick durch eine „Rauschbrille“ wurde die Sicht eines Betrunkenen, der 1,5 Promille im Blut hat, nachempfunden und damit mussten nacheinander drei Aufgaben gemeistert werden: Slalom um Hütchen laufen, einen Ball fangen und einen Schlüssel vom Boden aufheben. Bei dieser Übung bemerkten die Schüler, dass man betrunken alles doppelt und dreifach sieht und dadurch kein Gleichgewichtsgefühl mehr besitzt. Gegen Ende des Vormittags wurde geübt, einen Bewusstlosen in die Stabile Seitenlage zu bringen. Abschließend gab es eine Feedbackrunde mit der ganzen Gruppe.

 
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