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Abwasser-Zweckverband in Zugzwang Drucken E-Mail
wochenblatt Titel Investitionsbedarf in der Kläranlage Obere Schwabach
Unerfreuliche Untersuchungsergebnisse präsentierte die Fachkraft für Arbeitssicherheit vom Sachverständigenbüro ingea Mitte Mai den Verbandsräten des Abwasserzweckverbandes Obere Schwabach: Die Kläranlage bei Pettensiedel entspricht derzeit nicht in allen Punkten den aktuellen Anforderungen des Arbeitsschutzes. In vielen Bereichen müssen Sicherheitsmängel beseitigt werden, zudem empfahl die Sachverständige Schulungen und Fortbildungen für die Mitarbeiter der Verbandskläranlage.

Im Bild: Vor zehn Jahren berichtete das wochenblatt von spektakulären Unterwasser-Reparaturarbeiten im Belebungsbecken. Vor sieben Jahren führten die Mitarbeiter der Kläranlage beim 100. Treffen der „Kanal- und Kläranlagennachbarschaft Region Forchheim“ das Fachpublikum durch eine „mustergültige Anlage“. Inzwischen weist die 1983 in Betrieb genommene und zur Jahrtausendwende erweiterte Einrichtung einen Sanierungsstau und „Sicherheitsmängel in vielen Bereichen“ auf.



Die Anlage funktioniert, aber es gibt Sanierungsbedarf
Auf Nachfrage der wochenblatt-Redaktion erläutert Michael Pfundt, Geschäftsleiter des Marktes Igensdorf (wo die Verwaltung des Abwasserzweckverbandes angesiedelt ist), was es mit der Beurteilung im Einzelnen auf sich hat und wo man schnell Abhilfe schaffen kann. Viele Aspekte seien bereits geklärt.
So wurde etwa beanstandet, dass derzeit nur handgezeichnete Schaltpläne für den elektrischen Betriebsraum vorliegen. Dies sei für eine 1983 in Betrieb genommene Anlage aber nicht ungewöhnlich und rechtlich ausreichend, trotzdem werden die Pläne jetzt digitalisiert. Dass Schaltpläne zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht zusätzlich im Schaltschrank sondern nur in Ordnern bereitlagen, werde bereits behoben. Fehlende Not-Aus-Schalter für Betriebseinrichtungen werden umgehend installiert. In der Sitzung angesprochene Fragen zur Personalführung sind weder Gegenstand der Arbeitssicherheit noch öffentlich zu behandeln. Dass das anfallende Gas nur während der Arbeitszeiten im eigenen Blockheizkraftwerk genutzt und ansonsten verbrannt wird, sei zwar nicht optimal, aber kein Mangel im Sinne der Gefährdungsbeurteilung. Trotzdem werde hier im Sinne der Energieeffizienz und des Umweltschutzes nachgebessert.
Die Untersuchung habe man ganz bewusst in Auftrag gegeben in dem Wissen, dass es in der 36 Jahre alten Anlage durchaus offensichtliche Sicherheitsmängel gebe. Die ortsfesten elektrischen Anlagen müssten komplett geprüft werden, die ursprüngliche Schaltanlage stammt noch von 1983.
Ein ganz offensichtliches Sicherheitsproblem habe man zum Beispiel am Rechenbecken, wo es weder eine Sturzsicherung noch einen Ausstieg für diesen Fall gibt. Hier sei zudem ohnehin ein neuer Rechen erforderlich. Im Belüftungsbecken müssen uralte Lüfter ausgetauscht werden, wofür man aber noch nach einer praktikablen technischen Lösung sucht – denn einfach Ablassen kann man das Becken aus verschiedenen Gründen nicht ohne weiteres.

„Schwarz auf Weiß, was gemacht werden muss“
„Die Anlage läuft und funktioniert, sie entspricht aber nicht mehr allen aktuellen technischen Anforderungen“, bedauert Michael Pfundt. Er befürchtet, dass der Verband deshalb „Geld in die Hand nehmen“ muss für Maßnahmen, die noch nicht im Haushalt eingestellt sind. Man habe zwar immer wieder investiert, um die Anlage an neue Anforderungen anzupassen, etwa mit Filtratwasserspeicher oder Lagerplatz für Rechengut und Klärschlammsubstrat. Aber eine Kläranlage ist „eine kritische Infrastruktur, die muss immer laufen“.
Michael Pfundt sieht den kritischen Prüfbericht auch positiv: Nun habe man Aufschluss über den ohnehin vermuteten Handlungsbedarf und Schwarz auf Weiß vorliegen, was getan werden muss.
Im Zweckverband zur Abwasserbeseitigung Obere Schwabach betreiben die Kommunen Markt Igensdorf, Markt Eckental, Gräfenberg, Weißenohe und Markt Neunkirchen am Brand  gemeinsam die Kläranlage in der Gemarkung Pettensiedel sowie die dazugehörigen Sammelkanäle und Regenüberlaufbauwerke
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 12. Juni 2019 )
 
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