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„1. Offene Bürgerwerkstatt“ in Eckental Drucken E-Mail
INSEK Mitgestalten beim Entwicklungskonzept INSEK
Im Rahmen des Integrierten Nachhaltigen Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (INSEK) laden der Markt Eckental und die Fachplaner zur ersten „Offenen Bürgerwerkstatt“ ein am Mittwoch, 13. Februar, um 18 Uhr in die Georg-Hänfling-Halle. Die „Offene Bürgerwerkstatt“ ist auch der Auftakt für eine intensive Bürgerbeteiligung am gesamten Projekt, das seit Juli 2018 bis mindestens August 2019 die Weichenstellung für die künftige Entwicklung der Gemeinde prägen soll. Das Büro Haines-Leger Architekten + Stadtplaner unterstützt bei der Erarbeitung des Konzepts und führt durch diesen Abend.

 

Grundlage für Städtebauförderung und Dorferneuerung
Ein integriertes Entwicklungskonzept ist Grundlage für die Förderung im Sinne des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogrammes „Soziale Stadt“. Das Programm soll die Wohn- und Lebenssituation der Menschen verbessern, das Verwaltungshandeln wirksamer gestalten, bürgerschaftliche Potenziale aktivieren und damit positive Entwicklungsprozesse in Gang setzen.
Die Entwicklung des INSEK erfolgt in Eckental in enger Zusammenarbeit mit der Regierung von Mittelfranken und professionellen Planern, erläuterte Erste Bürgermeisterin Ilse Dölle während einer Gemeinderatssitzung am Dienstag vergangener Woche. Im Rahmen der Sitzung präsentierte die Architektin und Stadtplanerin Sylvia Haines  einen Zwischenstand des Projektablaufes, um die Räte auf den aktuellen Stand zu bringen. Für das Ingenieurbüro PB CONSULT gab Dr. Patrick Schwenteck Einblick in die Entstehung des Verkehrsgutachtens, das für ein Gesamtkonzept „enorm wichtig“ ist, so die Bürgermeisterin.

Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken…
Als erste wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung habe der Markt Eckental schon im Vorfeld vorbildliche Werbung und Öffentlichkeitsarbeit geleistet, erläuterte Sylvia Haines. Zur Bestandsaufnahme haben die Planer inzwischen über die kleineren Ortsteile, über die vier Hauptorte sowie die Gesamtgemeinde große Mengen an Informationen und Daten gesammelt. Noch befinde man sich in der Analyse-Phase, konkret in der Stärken-Schwächen-Analyse, die als strategisches Planungsinstrument auch die Chancen sowie Restriktionen oder Risiken benennt.
Als Stärken und Qualitäten weist der mit komplexen Markierungen versehene Ortsplan unter anderem identitätsstiftende Ortskerne, naturnahe Naherholungsräume mit ortsnahen Wäldern und Gewässern, gute Straßen- und Nahverkehrsanbindung, Rad- und Wanderwege, eine sehr gut aufgestellte Bildungs- und Betreuungslandschaft sowie örtliche Arbeitsplätze sowie gute medizinische Versorgung auf.  Kritisch werden die Aufenthaltsqualität in vielbefahrenen Straßen, problematische Verkehrsquerungen und teilweise Leerstände beurteilt.
Potenziale sehen die Planer in einer Aufwertung der Ortsdurchfahrt Forth nach Bau der B2-Umgehung, in bestehenden Baulücken sowie in der Dorferneuerung mit einladenden Treffpunkten in den Ortsteilen. Einschränkend wirken sich die Besitzverhältnisse bei möglichen neuen Wohn- und Gewerbeflächen aus, die zwar bereits im Flächennutzungsplan verzeichnet sind, aber nicht aktiviert werden können. Hierfür an anderer Stelle Ersatz zu finden, wird im Gemeinderat kontrovers beurteilt, wie erste kritische Wortmeldungen aus dem Gremium zum Stichwort Flächenvergrauch gleich zeigten.

Bürgerbeteiligung erst persönlich, später auch online
Die ersten, aus der Analyse resultierenden Denkanstöße seien unabhängig und völlig unverbindlich, betonte Sylvia Haines: Jetzt gehe es vor allem darum, die Ideen, Anregungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubinden, ganz aktuell und so intensiv wie möglich in der „offenen Bürgerwerkstatt“. Zusätzlich wird man vom 20. Februar bis 7. April auch das Onlinemodul E-Pin nutzen können, um an einer elektronischen „Pinnwand“ Ideen und Anregungen zu markieren (www.eckental.e-pin.eu).
Am 30. April wird sich die Lenkungsgruppe aus Verwaltung, Planern und Regierung zusammensetzen, gefolgt von einer Gemeinderatssitzung am 21. Mai, der 2. „Offenen Bürgerwerkstatt“ am 3. Juli und einer Samstags-Klausur für den Marktgemeinderat am 20. Juli, bei der man anhand der Ergebnisse gemeinsam einen Projekt- und Maßnahmenplan erarbeiten will.

Überlastete Verkehrsknotenpunkte
Die Planungsgesellschaft PB Consult hat bereits für die Beurteilung der B2-Umgehung Forth Verkehrszählungen durchgeführt und Verkehrsmodelle entwickelt. Seit zwei Monaten arbeitet man im Zusammenhang mit dem INSEK an den Analysen für ein umfassendes Verkehrskonzept, mit dessen Hilfe man Binnen- und Durchgangsverkehr getrennt betrachten und vorab die verkehrlichen Auswirkungen von möglichen Maßnahmen prognostizieren kann. Verkehrs- und Stadtplaner Dr. Patrick Schwenteck bezifferte als Beispiel die Gehzeiten von Fußwegen, etwa aus Forth zum geplanten Einkaufsmarkt, sowie eine mögliche Verkehrsverlagerung durch eine Verbindung zwischen B2-Kreisverkehr Eschenau und Eckenhaid durch das Eckenbachtal.
Detailliert ging er auf die Belastung der Dr. Otto-Leich-Straße ein, in der vor allem die Kreuzung zur Eschenauer Hauptstraße bei der Bewertung der Leistungsfähigkeit maximal schlecht abschneidet. Nach der Bebauung mit zwei neuen Wohngebieten – am ehemaligen Sägewerk sowie zwischen BayWa und Einzelhandelsfilialisten – prognostiziert das Modell eine weitere Zunahme um etwa 800 Kfz-Fahrten pro Tag.
Diese Beispiele machten deutlich, wie wichtig weitsichtige Konzepte sowie offene Diskussionen um die verschiedenen Interessen für den Markt Eckental sind. Zu deren Mitgestaltung lädt die „Offene Bürgerwerkstatt“ am Mittwochabend ein. Weitere Informationen bietet der Markt Eckental unter www.eckental.de

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 19. Februar 2019 )
 
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