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90 Jahre „Tempo“-Taschentuch Drucken E-Mail

Tempo Denkmal Die Wiege des berühmten „Tempo-Taschentuchs“ stand in Heroldsberg: Die Vereinigten Papierwerke prägten seit 1910 das ­Gesicht und die ­Entwicklung der Marktgemeinde seit 1910. Im Januar 1929 meldeten die Gründer Emil und Oskar Rosenfelder, zwei Brüder, beim Reichspatentamt das Warenzeichen „Tempo“ an, das bis heute für das Papiertaschentuch steht.

Im Bild: Hannes Arnold und Klaus-Dieter Eichler schufen 2011 als Erinnerung an die Geschichte der Vereinigten Papierwerke ein aufgefaltetes Tempo-Taschentuch aus Stahl, das schnell „die Patina des Vergänglichen“ angenommen hat. Die beiden Künstler haben auch 1998 die moderne Friedhofshalle und 2018 das dortige neue Kriegsopfermahnmal gestaltet.



40 Mitarbeiter produzierten am Anfang in den Vereinigten Papierwerken Heroldsberg zunächst Toiletten- und Packpapier sowie Luftschlangen. Vier Jahre vor der Marke „Tempo“ wurde das Warenzeichen „Camelia“ angemeldet. 1933 allerdings mussten Emil und Oskar Rosenfelder vor den Nationalsozialisten nach England fliehen, die Werke wurden im Zuge der Arisierung zwangsweise und weit unter Wert für 457.000 Reichsmark an den Unternehmer Gustav Schickedanz verkauft. In einem Wiedergutmachungsverfahren im Jahr 1951 wurden dann auch 1,6 Millionen Mark als Entschädigungszahlung für diese Enteignung geleistet.

In der Blütezeit der VP arbeiteten 1500 Menschen hier. Teilweise waren in einer Familie drei Generationen in der „Bud’n“ beschäftigt, wie das Werk von den Heroldsbergern und den Mitarbeitern aus der ganzen Region genannt wurde. Das Schlossbad, als Firmenbad gegründet, wurde der Gemeinde von der Familie Schickedanz geschenkt.

Anfang der 80er Jahre begann jedoch der Niedergang der Vereinigten Papierwerke in Heroldsberg und führte dazu, dass sich hier 1994 die Tore ein letztes Mal schlossen.
„Gustav und Grete Schickedanz waren bei ihren Mitarbeitern als soziale und großzügige Arbeitgeber sehr beliebt. Viele konnten sich nur aufgrund günstiger Firmenkredite ein eigenes Heim schaffen“, berichtete Bürgermeister Johannes Schalwig im Herbst 2011 bei der Einweihung eines Denkmals auf dem heutigen Heroldsberger Partnerschaftsplatz vor dem Eingang zum Bürgerzentrum. Das Rathaus und das Bürgerzentrum stehen auf den früheren Areal der Vereinigten Papierwerke.
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