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Schloss Büg als Heimstatt der Musik? Drucken E-Mail
Schloss Büg Innenminister besuchte das Eckentaler Baudenkmal
Das Schloss Büg hat eine wechselvolle Geschichte: Seit dem 14. Jahrhundert Herrensitz, bis 1700 mehrfach abgebrannt und wieder aufgebaut, umgebaut zum Erholungsheim und dann zu Privatwohnungen, seit Jahrzehnten leerstehend und seit 2001 im Besitz des Marktes Eckental wartet das historische Schmuckstück auf eine sinnvolle Nutzung.

Im Bild: Von links unten nach rechts oben:  Eckentals Ehrenbürger Franz Fantisch, die Gemeinderäte Günter Rauh, Felix Zosel, Astrid Marschall und Manfred Bachmayer (und dessen Sohn wenige Stufen tiefer), Historikerin Dr. Martina Switalski, Kreisrat Reinhard Nagengast, Dr. Christoph Maier, 2. Bürgermeister Reinhard Zeiß, Innenminister Joachim Herrmann, Udo Fröhlich, Bezirksrätin Dr. Ute Salzner, MdL Walter Nussel, Erste Bürgermeisterin Ilse Dölle, Jürgen Lechner und 3. Bürgermeister Günter Fensel.


Diese könnte einer Heimstatt für die Jugendkapelle Eckental und eine noch zu gründende Musikschule liegen – so schlägt es Dr. Christoph Maier vor. Der ehemalige Landtagsabgeordnete und Ehrenbürger des Marktes Eckental hat am vergangenen Donnerstag (19.7.) den Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann, die Vertreter der regionalen und lokalen Politik sowie des Bayerischen Musikrates und der Denkmalschutzbehörden zu einem Ortstermin eingeladen.
Der vor 22 Jahren gegründete Jugendkapelle Eckental e.V. hat in mehreren Ensembles 168 junge Musikerinnen und Musiker, zwei Dirigenten und 12 Instrumentallehrer sowie seit einem Jahr auch ein Erwachsenenorchester und benötigt dringend Ausbildungs- und Probenräume. Hierfür biete sich das Schloss Büg an, so Christoph Maier.

„Wir stehen mit den Überlegungen noch ganz am Anfang, es gibt noch kein Konzept“ erläuterte Bürgermeisterin Ilse Dölle, aber der Gemeinderat habe mit einer Untersuchung der vorhandenen Substanz und der möglichen Optionen einen wichtigen ersten Schritt ermöglicht. Architektin Marisia Conn und Restaurator Claus Giersch beschrieben die Ergebnisse der ersten Bestandsaufnahme:

Trotz der mittelalterlichen Basis habe man praktisch einen Neubau aus dem 18. Jahrhundert vor sich. Die historische Ausstattung sei bereits verloren, was die Anpassung an eine künftige Nutzung erleichtert. Das Büro Conn und Giersch war maßgeblich verantwortlich für die gelungene Restaurierung des Weißen Schlosses in Heroldsberg, von dem sich das Schloss Büg allerdings in vielerlei Hinsicht unterscheidet.

Kernpunkt der historischen Ortsentwicklung
Vor dem Rundgang durch das Gebäude erläuterte die Historikerin Dr. Martina Switalski die Geschichte des ehemaligen Wasserschlosses als Kernpunkt der Ortsentwicklung von Büg und Forth, von den Familien Gotzmann und von Bünau über das Nürnberger Ehepaar Adolf und Julie Schwarz, die 1913 ein „Israelitisches Erholungsheim“ für Kinder einrichteten bis zur Zerstörung des jüdischen Lebens in Forth während der Naziherrschaft. Der Eckentaler Künstler Jürgen Lechner präsentierte eine 2010 mit der Lochkamera (Camera Obscura) angefertigte Schwarzweißfotografie des Büger Schlosses, die als Postkarte erhältlich ist. Als Vertreter des Bayerischen Musikrates war Geschäftsführer Jürgen Schwarz angereist und von der Denkmalschutzbehörde im Landratsamt war Udo Fröhlich vor Ort.

Innenminister Joachim Herrmann lobte das Schloss Büg als „schönen Standort“ und pflichtete den Vorrednern bei: „So wie’s dasteht, kann man es nicht lassen“. Im Anschluss an den Ortstermin versammelten sich die Beteiligten noch im Eckentaler Rathaus, um das weritere Vorgehen zu besprechen.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 31. Juli 2018 )
 
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