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B2-Vorplanung mit Maßgaben befürwortet Drucken E-Mail

VerschiebungMarktgemeinderat verbindet Zustimmung mit Forderungen
Am Dienstagabend, 24. April, stand die Zustimmung der Kommune zur B2-Umgehung in Forth auf der Tagesordnung der Eckentaler Marktgemeinderatssitzung. Die bereits am Montag der Vorwoche im Sportheim des ASV Forth präsentierten Vorplanungen (das wochenblatt berichtete ausführlich in der Ausgabe 2018/17 vom 25.4. ab Seite 10 und auf der wochenblatt-Homepage „B2 Forth: In 5 Jahren könnte gebaut werden“) wurden erneut vorgestellt von Direktor Andreas Eisgruber, Abteilungsleiter Anatol Kiesel-Peiker und Ingenieurin Irina Kurmanov vom Staatlichen Bauamt Nürnberg.

Im Bild: Auf diese Verschiebung drängt der Gemeinderat. Eine Aussage dazu wollte Baudirektor Andreas Eisgruber spontan nicht treffen, aber man werde dies selbstverständlich mitnehmen für die weiteren Planungen.

 

Dazu erläuterte Erste Bürgermeisterin Ilse Dölle die beiden von der Verwaltung vorbereiteten Beschlussvorlagen zu diesem Thema sowie eine kurzfristig erstellte flüchtige Handskizze zum möglichen Trassenverlauf. Zudem wurde ein weiterer Antrag der Grünen-Fraktion in die Tagesordnung aufgenommen.


Ilse Dölle betonte, dass man in der Beschlussvorlage ausdrücklich die Forderung nach einem höheren Stellenwert des „Schutzgutes Mensch“ formuliert habe sowie den Wunsch nach einer Trassenverschiebung mit der größten Abweichung im Bereich der Kreisstraße auf dem Eckenberg. Hier wünsche man sich die Verlegung fast bis zur derzeitigen Einmündung der Straße Richtung Bismarckstraße bzw. FC-Büg-Sportgelände.


Dies werde man mitnehmen in die weitere Planung, versicherte Andreas Eisgruber. Allerdings gebe es verschiedenste Interessen zu berücksichtigen, unter anderem den Artenschutz. Auch wenn die Mopsfledermaus sich nicht selbst äußern werde, gebe es Vorgaben, wie auch beim Lärmschutz. Dieser sei „kein Wünschdirwas“, sondern an bundeseinheitliche Regelungen gebunden „und an das, was der Normgeber vorgibt“. Dies seien beispielsweise Grenzwerte von 49 dB(A) für Straßengeräusche im allgemeinen Wohngebiet für die neue Umgehung, im Gegensatz zum zulässigen Wert von 57 dB(A) für die derzeitige Ortsdurchfahrt.


Felix Zosel signalisierte die Zustimmung der UBE-Fraktion, wenn der Schutz der Menschen wie vorgesehen fixiert werde. Günter Fensel (parteilos) schloss sich dieser Forderung an, allerdings verbunden mit der Frage, warum schon seit drei Jahren ein Einzelhandelsstandort an einer Trasse geplant werde, die man heute erst befürworten wolle. Werner Geim, und Konrad Gubo fragten nach den weiteren Einflussmöglichkeiten der Kommune. Michael Schölkopf betonte, diese Umgehung helfe allen Forthern durch Entlastung im Ort mit Schule, Kindergärten, Kirchen und Geschäften. Auf die Frage von Günter Rauh nach der Gestaltung der Anschlüsse an  Staats- und Bundesstraße und die Antwort der Planer, sowohl Kreisverkehr als auch Lichtzeichenanlage würden untersucht, mahnte Thomas Liebel „bloß keine Ampel!“.


Axel Gosoge trug den Antrag der Grünen-Fraktion vor: Der Marktgemeinderat möge sich für die „Variante 3 südlich ortsnah“ aussprechen unter der Maßgabe, dass diese ab Sportheim FC Büg bis zur Einmündung in die Bestandstrasse nach dem Friedhof Forth im Einschnitt gemäß Heroldsberger Modell geführt wird, dass die Errichtung eines Tunnels (Deckels) in Teilbereichen geprüft wird, dass höhenfreie Querungen für den Fahrrad- und Fußgängerverkehr auf der gesamten Länge gebaut werden und dass die Linienführung und landschaftliche Einbindung der Straße mit dem Ziel gestaltet wird, den Erholungsraum am Eckerberg möglichst wenig zu beeinträchtigen.


Dazu erläuterte er, dass man an Heroldsberger Wohngrundstücken in 100 oder 120 Metern Entfernung dank der vier Meter tief eingeschnittenen Umgehung je nach Wind- und Wetterlage oft „null Dezibel“ von der Straße wahrnehme. Zur vermeintlichen Utopie eines Tunnels wies er auf die B14 durch Reichenschwand hin, wo die Unterfahrung in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde.Der Antrag wurde jedoch mit 18 Gegenstimmen gegen vier Stimmen (Grüne und Parteilose) abgelehnt.


Anschließend beschloss der Rat ohne Gegenstimme den ersten Vorschlag der Verwaltung, demzufolge der Markt Eckental grundsätzlich den Bau der Ortsumgehung Forth befürwortet.
Der nächste Beschlussvorschlag lautete: „Der Markt Eckental favorisiert und befürwortet die vorgelegte Variante 3 unter der Maßgabe, dass das Schutzgut Mensch bei den weiteren Planungen mit oberster Priorität berücksichtigt wird und durch geeignete technische Ausführungen der maximal mögliche Lärmschutz sichergestellt wird.
Der Markt Eckental ist der Auffassung, dass dies durch eine teilweise Absenkung der Trassenführung erfolgen kann und insbesondere im Einmündungs- / Querungsbereich der Kreisstraße ERH 9 eine Verschiebung der Straßenführung nach Süden erfolgen muss.


Der Markt Eckental strebt zudem den Ausbau und die Optimierung der Radwegeverbindungen im gesamten Gemeindegebiet an. Es wird gebeten, dieses Ziel bei den anstehenden Planungen der Umgehungstrasse zu berücksichtigen und mit dem Markt Eckental abzustimmen."
Mit 20 Stimmen gegen zwei Stimmen wurde dieser Vorschlag angenommen.

Anwohner Anwohner demonstrierten für bestmöglichen Lärmschutz
Eine Dreiviertelstunde vor Sitzungsbeginn hatten sich mehr als 30 Anwohner oder künftige Betroffene der ortsnahen Umgehung von Forth vor dem Rathaus zu einer angemeldeten Kundgebung zusammengefunden, um auf ihre Interessen aufmerksam zu machen und anschließend der Sitzung beizuwohnen. Auf möglicherweise provozierende Transparente hatte man bewusst verzichtet. Man wolle, dass der Gemeinderat die Vorschläge des Staatlichen Straßenbauamtes nicht einfach durchwinkt, sondern „dass Bedingungen beschlossen werden für bestmöglichen Lärmschutz und dass für Teilstrecken Tunnel zumindest geprüft werden“ so Antje Dollenberg. Andere wollen vermeiden, dass Forth vom Naherholungsraum am Eckenberg (den man bisher vor der Haustür hat) durch die Straße komplett abgeschnitten wird.


Dominik Berger befürchtet, dass der Gestaltungsspielraum der Gemeinde später gegen Null gehen oder zumindest sehr begrenzt sein wird. Er pflegt eine Homepage der „Interessengemeinschaft der Anwohner – B2 Umgehung Forth Süd“, auf der sich die Betroffenen austauschen. Hier ist von früheren Zusagen der Gemeinde an Grundstückskäufer die Rede, nach denen die Trasse in deutlich größerem Abstand geführt werden sollte, als jetzt geplant. Eine grundsätzliche Verhinderung der Umgehung oder eine Spaltung der Forther Bevölkerung liege aber weder im Interesse der betroffenen Anwohner, noch sei es das Ziel der Informations-Seite:www.b2forth.wordpress.com.

Im Bild: Mehr als 30 Anwohner demonstrierten vor dem Rathaus für die Wahrung ihrer Interessen – ohne allerdings die Umgehung grundsätzlich infrage zu stellen. 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 18. Juni 2018 )
 
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