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Generationswechsel bei den Obstgenossen Drucken E-Mail

Obstgenossen Generalversammlung des Obstgroßmarktes Igensdorf
Die „Absatz- und Verwertungsgenossenschaft für Obst und Gartenbauerzeugnisse Igensdorf und Umgebung“ (AVG Igensdorf) ist 88 Jahre nach der Gründung des Obstgroßmarktes und 66 Jahre nach Eintragung der Genossenschaft bestens aufgestellt mit einer Eigenkapitalquote von 73 Prozent und „bestens geführt“. Dies bestätigte Steuerberater Dr. Herbert Göring der ordentlichen Generalversammlung am vergangenen Donnerstag im Pfarrheim Weißenohe.

Im Bild: 32 Jahre lang hatte Erwin Zeiß die AVG als Vorsitzender vorangebracht und maßgeblich geprägt. Dafür dankten ihm Geschäftsführer Herbert Hubmann mit einem üppigen Geschenkkorb und Oberrevisor Alexander Löw (v.l.) mit einer Ehrenurkunde und der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Raiffeisenverbandes.

Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Burkhardt begrüßte unter anderem Oberrevisor Alexander Löw vom Genossenschaftsverband Bayern, die Vorstände, Aufsichtsräte und Mitarbeiterinnen der AVG Igensdorf, den Vorsitzenden und den Geschäftsführer der Plassenburg Kelterei e.G., die Anbauberater Karl Otzmann und Günter Daut, Fachberater Hans Schilling und die Geschäftsführer der Obstgenossenschaften Pretzfeld und Mittelehrenbach, die gemeinsam mit Igensdorf die Franken Obst GmbH tragen. Ende vergangenen Jahres zählte die AVG Igensdorf nach 15 Neuzugängen und 65 Abgängen 1.271 Mitglieder.

Der Rückblick von Geschäftsführer Herbert Hubmann auf das Jahr 2017 war geprägt von den Frostnächten im April, die Ursache für die mengenmäßig schwächste Ernte seit 2010 mit der Hälfte des Durchschnittsertrages waren. Nach 103 Tonnen in 2016 hatte man in 2017 nur 43 Tonnen Kirschen geerntet und damit 1,45 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet. Ähnlich war die Situation bei den Zwetschgen mit 35 Tonnen Ertrag (statt 48 wie im Vorjahr oder 60 wie im Durchschnitt) und 387.000 Euro Umsatz. Die Nachfrage des Handels konnte trotz Zukäufen aus Unterfranken und dem Rheinland nicht befriedigt werden.
Im Jahresabschluss stellte Steuerberater Dr. Herbert Göring einem Vermögen von 3,3 Mio. Euro entsprechende Passiva entgegen. Von den Umsatzerlösen in Höhe von 2,5 Mio Euro (im Vorjahr waren es 3,4 Mio Euro) blieb der Genossenschaft ein Jahresüberschuss von 22.000 Euro, der laut Beschluss der Versammlung zu den Rücklagen eingestellt wird. Nach dem Bericht des Aufsichtsrates und der Bestätigung von Oberrevisor Alexander Löw über die gesetzliche Prüfung („wie immer ohne Beanstandung“) wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet.

Ära von Erwin Zeiß als Vorstandsvorsitzender beendet
Der Generationswechsel im Vorstand war geprägt vom Abschied des langjährigen Vorsitzenden Erwin Zeiß, der sich bei seinen Weggefährten bedankte für 37 Jahre in der Vorstandschaft, davon 32 Jahre als Vorsitzender. Es gab „Zeiten mit Zufriedenheit und Zeiten mit Unzufriedenheit“, so Erwin Zeiß aber von vielen Entscheidungen der Vergangenheit profitiere man heute noch: Ohne die Mieten als zuverlässige Einnahme auch bei schlechten Erntejahren „wär‘s uns manchmal dreckig gegangen“. „Der Beste hat das Beste für die Genossenschaft gegeben“, lobte Alexander Löw, der die Neuwahlen leitete, den scheidenden Vorsitzenden.

Weil Geschäftsführer Herbert Hubmann nach 22 Jahren im Mai 2019 diese Position aufgeben will, wurde er von der Versammlung einstimmig als ehrenamtlicher Vorstand in das vierköpfige Gremium gewählt. Hier will er drei Jahre lang seinem Nachfolger als Geschäftsführer zur Seite stehen und seine Erfahrungen und Verbindungen an diesen weitergeben.

Zum neuen Vorsitzenden des Vorstandes wurde durch den Aufsichtsrat der bisherige stellvertretende Vorsitzende Markus Zeiß bestimmt. Der Neffe des bisherigen Vorsitzenden betreibt in Oberlindelbach Obstanbau und die Lindelberg-Brennerei.
Als neuen Geschäftsführer präsentierte Erwin Zeiß den 43-jährigen  Kaufmann Ronny Trägner, der seine Stelle zum 1. Juni 2018 antritt. Trägner stammt ursprünglich von der Insel Usedom, blieb nach einem Besuch der Liebe wegen in Franken und ist seit vielen Jahren im Obst- und Gemüsehandel tätig. Der Markt und der Lebensmitteleinzelhandel  sind ihm vertraut, die Genossenschaft kennt er seit 12 Jahren von Abnehmerseite.

Hoffnung auf eine gute und unfallfreie Ernte
Für die Zukunft sprach Erwin Zeiß von einer Öffnung der Genossenschaft für den Apfelanbau sowie für Anbau und Vermarktung von Bio-Obst.

Herbert Hubmann berichtete, dass die Obsterzeuger von Seiten des Einzelhandels mit schwierigen Anforderungen hinsichtlich Verpackung konfrontiert werden, die entgegen dem Trend mitunter als Plastikschale oder Folientüte verlangen. Für die kommende Ernte strebt man mit der neuen optisch-technischen Kirschensortierung sowie mit einer Annahme möglichst 7 Tage pro Woche von früh bis abends eine effiziente, frische Vermarktung der angelieferten Ware an.
Ein Beitrag zur umweltschonenden Bewirtschaftung sollen die hochwertigen Insektenhotels sein, die die Genossenschaft den Bauern kostenlos zur Verfügung stellt. Für die mechanische Bodenbearbeitung des Baumstreifens statt Glyphosat-Einsatz beschafft die Genossenschaft nach erfolgreichen Tests weitere Geräte, die den Mitgliedern dann zur Verfügung stehen werden.
„Eine gute Ernte – und dass jeder wieder gesund von der Leiter runterkommt“ wünschte Herbert Hubmann den anwesenden Mitgliedern für die kommenden Wochen.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 4. Juni 2018 )
 
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