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UN-Auszeichnung für fränkische Projekte Drucken E-Mail
Wandern Kultur- und Naturlandschaft für biologische Vielfalt
Das Projekt „Kultur- und Naturlandschaft mit Kopfeichen am Hetzleser Berg“ und das Projekt „Erhalt der traditionellen Bewässerung im Wiesenttal“ des Landkreises Forchheim waren am Dienstag für die Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt durch Staatsminister Marcel Huber im bayerischen Landtag vorgesehen. Die Auszeichnung fand im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten.

Kopfeichen am Hetzleser Berg
550 Meter hoch ragt der Hetzleser Berg über das Vorland der Frankenalb hinaus, an seinem Osthang liegt Pommer, der malerisch in die Landschaft gebettete Ortsteil des Marktes Igensdorf. Diese Landschaft wird seit dem Mittelalter geprägt von Obstbau und in Deutschland einzigartigen Raritäten, den Kopfeichen.


Bis Mitte des 20.Jahrhunderts wurden die Eichen des Hetzleser Bergs regelmäßig, etwa alle 15 Jahre, „geköpft“. Die Eichenrinde der Äste diente der Ledergerbung, das Holz als Brennstoff. Durch den Rückschnitt entstand die typische Kopfform. Nach dem Krieg wurde diese Nutzung nach und nach aufgegeben, da chemische Gerbstoffe die Eichenrinde ersetzten.
Mit den alten Kopfeichen droht nicht nur ein Stück Kulturgeschichte verloren zu gehen – auch die biologische Vielfalt leidet. Denn die alten Eichen beherbergen Bewohner wie Vögel (beispielsweise der Gartenrotschwanz), Fledermäuse und vor allem eine herausragende Vielfalt an holzbewohnenden Käferarten, etliche davon sehr selten und gefährdet wie der Hirschkäfer und der Eremit. Das Gebiet ist als einer der qualitativ hochwertigsten Lebensräume für holzbewohnende Insekten in Bayern einzustufen.
Um diese einzigartige Kultur- und Naturlandschaft mit ihren hochspezialisierten Bewohnern zu erhalten, wurde das BayernNetz Natur-Projekt „Kultur- und Naturlandschaft mit Kopfeichen am Hetzleser Berg“ ins Leben gerufen, das vom Landschaftspflegeverband Forchheim e. V., den Flächeneigentümern und den vier Gemeinden Hetzles, Effeltrich, Kunreuth und Markt Neunkirchen am Brand umgesetzt wird.
Das Projekt dient aber auch dem Erhalt der großartigen Kulturlandschaft am Westrand des Hetzles mit ihren Bächen, Streuobstwiesen und Hecken. Für die Einheimischen soll so ein Teil ihrer Heimat bewahrt werden, für die Bewohner der nahen Großstädte soll die überaus reichstrukturierte Landschaft der Erholung dienen. Das Projekt wird gefördert über den Bayerischen Naturschutzfonds aus Zweckerträgen der GlücksSpirale.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26. April 2018 )
 
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