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Supercomputer 50 Jahre Regionales Rechenzentrum Erlangen RRZE
Das Rechenzentrum der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) wird 50 Jahre – und präsentiert sich und seine Arbeit sich zu diesem Anlass der Öffentlichkeit mit Führungen und einem abwechsluungsreichen Jubiläumsprogramm. Für seine Kunden und die Bürgerinnen und Bürger in der Region und im wochenblatt-Land bietet das Regionale Rechenzentrum Erlangen (RRZE) in diesem Jahr regelmäßige Führungen, zahlreiche Mitmach-Aktionen und interessante Vorträge zur Geschichte der Informationstechnologie.

Im Bild: Der Supercomputer MEGGIE im Rechenzentrum.

 

Ein halbes Jahrhundert IT-Geschichte
In der Informationstechnologie (IT) waren die vergangenen 50 Jahre geprägt von bahnbrechenden, rasanten Entwicklungen, vergleichbar mit der 500-jährigen Technologiegeschichte seit dem Mittelalter.
Wie sah die Welt vor einem halben Jahrhundert aus? Studenten und Bürgerrechtler demonstrierten gegen den Vietnamkrieg, mit der Raumfähre Apollo 8 umkreiste erstmals eine menschliche Besatzung den Mond, die Beatles sangen „Hey Jude“ und die Rolling Stones „Jumpin’ Jack Flash“, erstmals in Farbe wurden die Olympischen Winterspiele im Fernsehen übertragen, der Liter Benzin kostete 62 Pfennige und der 1. FC Nürnberg wurde bis dato zum letzten Mal deutscher Meister.
Zur selben Zeit entwickelte sich an der FAU durch die zwei Jahre zuvor gegründete technische Fakultät ein steigender Bedarf an Rechnerkapazitäten. Die erste und zu dieser Zeit einzige Maschine zur elek­tronischen Datenverarbeitung an der FAU, die ZUSE Z23, reichte nicht aus, um die Ansprüche zu befriedigen und so wurde beschlossen, ein Universitätsrechenzentrum zu gründen. Am 29. November 1968 war es soweit und die Gründungsurkunde wurde unterzeichnet. Was folgte war die Entwicklung vom Zwölf-Mann-Betrieb mit nur einem Rechner hin zum heutigen IT-Dienstleister für inzwischen 40.000 Studierende und über 5.000 Beschäftigte.

Rechenzentrums-Führungen ab 22. Februar
Eine Rechenzentrums-Führung am Donnerstag, 22. Februar, von 14 bis 15 Uhr, ist der Auftakt zu regelmäßig stattfindenden Rundgängen durch die sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Server- und Netztechnikräume des universitären IT-Dienstleisters. Diese Führungen gewähren einen seltenen Blick hinter die Kulissen: Modernste Supercomputer, die den Wissenschaftlern mit Hilfe numerischer Simulationen neue Erkenntnisse zu Fragestellungen aus der Medizin, Chemie oder Klimaforschung liefern, ein „Supercore“-Hochleistungsrouter für den Zugang ins leistungsstarke Wissenschaftsnetz X-Win, Großformatdrucker, die im Rahmen von Forschung und Lehre Poster zur Vorstellung der eigenen wissenschaftlichen Arbeit plotten oder die eRegie, in der Vorlesungen professionell aufgezeichnet und aufbereitet werden. Ohne Zweifel ein weitläufiges Feld, ohne das ein moderner Universitätsbetrieb heute nicht mehr vorstellbar wäre.
Weitere Führungen finden etwa alle vier Wochen statt, so dass interessierte Leserinnen und Leser in Ruhe planen können – die Termine sind jeweils donnerstags am 22. März, 19. April, 17. Mai, 14. Juni, 12. Juli, 9. August, 6. September, 4. Oktober, 8. November, 6. Dezember, jeweils von 14 bis 15 Uhr.
Treffpunkt ist im 1. Obergeschoß im Rechenzentrum, Martensstraße 1, 91058 Erlangen. Alle Führungen sind für die Öffentlichkeit zugänglich und kostenlos. Eine Anmeldung ist zwar grundsätzlich nicht nötig, aber ratsam: Aus Sicherheitsgründen können maximal 15 Personen an einer Führung teilnehmen. Eine Anmeldung erfolgt unkompliziert und formlos über die Mailadresse Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Vorführung der historischen Zuse Z23 Rechenanlage
Und wer noch mehr Lust auf Technik und ihre Geschichte hat, kann vor Ort im Anschluss an die Führung durch das Rechenzentrum eine der wenigen noch voll funktionstüchtigen ZUSE-Rechenanlagen weltweit in Aktion erleben. Nach mehrjähriger Restauration konnte die „alte Dame“, eine Zuse Z23 aus dem Jahr 1962 und die erste Maschine zur elektronischen Datenverarbeitung an der FAU, wieder zum Laufen gebracht werden. Die Tüftler selbst geben bei der Vorführung nicht nur spannende Geschichten mit vielen interessanten Technikdetails zum Besten, sondern auch witzige Anekdoten aus dem Leben und Schaffen des Computererfinders Konrad Zuse.
Die ZUSE Z23-Vorführungen werden zu den gleichen Terminen wie die Rechenzentrums-Führungen angeboten, allerdings von 15 bis 17 Uhr: 22. Februar, 22. März, 19. April, 17. Mai, 14. Juni, 12. Juli, 9. August, 6. September, 4. Oktober, 8. November, 6. Dezember.
Treffpunkt ist auch hier im 1. Obergeschoß im Rechenzentrum, Martensstraße 1, 91058 Erlangen, jeweils um 15 Uhr.

GPS-Schnitzeljagd im Geocoaching-Parcours
Und was erwartet die Besucherinnen und Besucher noch? Eine ganze Menge und das über das gesamte Jahr verteilt. Wie die Azubis am Rechenzentrum darauf vorbereitet werden, auch über den Tellerrand zu schauen, lässt sich am besten am „Tag der offenen Azubitür“ am Mittwoch, 28. März beurteilen. Eingeladen sind alle, die sich für eine Ausbildung zum Fachinformatiker und das Rechenzentrum als Ausbildungsbetrieb interessieren.
Wer das Erlanger Südgelände besser kennenlernen möchte, kann sich bei einer GPS-Schnitzeljagd auf die Suche nach der RRZE-Dose begeben. Der neue Geocaching-Parcours fragt nicht nur IT-Wissen ab, sondern fordert die Teilnehmer auch zum Lösen kniffliger Aufgaben heraus. Wie ansonsten der Alltag beim IT-Dienstleister der zweitgrößten Universität Bayerns verläuft, wofür die RRZE-Techniker und -Entwickler in ihrer Freizeit brennen oder wie musikalisch ein Rechenzentrum sein kann, verrät nach und nach die Jubiläumswebseite – hier gibt es alle interessanten, wissenswerten und unterhaltenden Infos rund um den Jubilar und das Jubiläumsjahr. Regelmäßiges Reinklicken lohnt sich: www.50-jahre.rrze.fau.de.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 1. März 2018 )
 
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