Home
Dienstag, 24. April 2018
 
 
 
Home
Leser–Service
Anzeigen-Service
fifi - der Firmenfinder
Kontakt
Suche
Impressum
Lesezeichen setzen!
 
 
Private Kleinanzeigen
… aufgeben
… lesen
 
 
Das wochenblatt zwitschert jetzt mit!
 
 
Zwischen Pubertät und Depressionen Drucken E-Mail
Icebreakers Theaterprojekt „Icebreaker“ an der Mittelschule Eckental
Ein Theaterprojekt der ganz besonderen Art fand am Freitag, den 17.12., in der Mittelschule Eckental seinen Höhepunkt. Acht Schülerinnen und Schüler bereiteten gemeinsam mit dem freischaffenden Theatermacher Jean-François Drozak das Thema Depression im Jugendalter spielerisch auf. Zunächst stellte Konrektor Ronald Kuhn bei der Begrüßung die Frage nach der Aussage des Titels: „Eisbrecher auf hoher See, wenn sich ein Schiff im Eis festgefahren hat. Icebreaker, als Theaterprojekt, mit der Idee, wenn man sich in der Pubertät mit seinen Gefühlen festgefahren hat“ , so leitete er den Theatermorgen ein. Auch Bürgermeisterin Ilse Dölle ließ es sich nicht nehmen, in der Mittelschule vorbeizuschauen. Sie freue sich über die Offenheit und die Aktivität der Schule, mit dem Thema Depressionen im Jugendalter umzugehen.

Im Bild: AOK Regionalleiter Jürgen Drachsler, Theatermacher Jean-François Drozak, Bürgermeisterin Ilse Dölle und Schulleiter Werner Albert (von rechts) zwischen den beteiligten Schülern (Angelina Landgraf, Angelina Adretzki, Friderika Bodnar, Gevorg Kirkosyan, Chantal Ryschawy, Shadyar Rebwar, Pascal Gebhard, Sasan Meslam).
„Die Aufklärungsarbeit zum Thema Depression ist enorm wichtig. Bis zu 18,5 Prozent der Jugendlichen unter 18 Jahren sind betroffen. Genau hier setzt Icebreaker an. Es gelingt dem Theaterprojekt, Schüler an das Thema heranzuführen“, erklärte AOK-Regionalleiter Jürgen Drachsler. „Für die AOK Bayern ein guter Grund, das innovative Schulprojekt zu unterstützen.“ Nicht nur die Gesundheitskasse engagiert sich für die Prävention der Krankheit Depression. Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

IcebreakersEinen Tag ein Superheld und am nächsten Tag eine Schnecke, erklärte der Autor und Regisseur des Stückes, Jean-François Drozak, zu Beginn. „Wann wird aus ‚schlecht drauf sein‘ eine Depression?“, fragte er in die Runde der Jugendlichen. Diese Frage wurde dann in den nächsten 60 Minuten von den acht Schülerinnen und Schülern auf der Bühne beantwortet. Und die Talente, die aus den 7. Klassen gecastet wurden, haben ihre Sache wirklich toll gemacht und konnten das junge Publikum fesseln.

Stell Dir vor, Du bist für 60 Minuten Psychiater und darfst diagnostizieren: Beim Theaterstück „Icebreaker“ wurde das gesamte Publikum zum Facharztkollektiv. Welche der Figuren auf der Bühne sind an einer ernsthaften Depression erkrankt und welche sind einfach nur „schlecht drauf”? Kann man das überhaupt anhand einer Checkliste unterscheiden? „In nur vier Tagen haben unsere Schülerinnen und Schülern das Stück einstudiert“, berichtet Schulleiter Werner Albert sichtlich stolz. Das Publikum wurde während der Aufführung immer wieder aufgefordert, Stellung zu dem auf der Bühne Dargebotenen zu nehmen und sich damit auseinanderzusetzen. „Heute wurde das Stück dann vor allen Schulklassen aufgeführt. Aber auch nach der Theater-Woche setzen wir uns mit Depression im Jugendalter auseinander. In Diskussionsrunden im Unterricht wollen wir die Thematik nachhaltig verankern“ so Werner Albert weiter.

Die Zuschauer erfuhren während des Theaterstücks, dass sich psychische Erkrankungen oft schleichend und zunächst unbemerkt entwickeln. Sie lernten Verdachtsmomente einer beginnenden oder vorhandenen Depression zu erkennen und diese anzusprechen. Vor allem aber lernten sie, dass Depression eine heilbare Krankheit ist. Durch theaterpädagogisches Erleben fanden die Zuschauer einen neuen Zugang zu der Erkrankung Depression und zu der Problematik für die beteiligte Familie, besonders die der Geschwisterkinder. Die interaktive und dadurch sehr intensive und persönliche Auseinandersetzung nahm der Krankheit das Fremde und schaffte Verständnis für den Erkrankten und sein direktes Umfeld. Das Eis wurde wortwörtlich gebrochen.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 17. Januar 2018 )
 
< vorherige Meldung   nächste Meldung >
 
 
Das aktuelle Heft zum online-Blättern
 
 
Der Gloss'n Hans macht sich Gedanken
 
 

fifi findet
fifi - der pfiffige
Firmenfinder

 
 
Leserfotos

Leserfoto