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Feuerbestattungen in Igensdorf? Drucken E-Mail

Krematorium Unternehmensansiedlung beschäftigt Räte und Bürger
An Friedhöfe im Ort hat man sich seit jeher gewöhnt. Einrichtungen für Feuerbestattungen in der Nachbarschaft sind die Ausnahme: Bundesweit gibt es bislang etwa 160 Anlagen. Im wochenblatt-Land ist die nächstgelegene Einrichtung dieser Art das städtische Krematorium Nürnberg. Weil sich eine wachsende Anzahl an Verstorbenen oder Angehörigen für eine Einäscherung mit Urnenbeisetzung anstelle der traditionellen Erdbestattung entscheidet, werden seit einigen Jahren zunehmend neue Krematorien betrieben – möglicherweise auch bald im Markt Igensdorf.

Im Bild: Dieses neue Krematorium in Eggenfelden hat der Igensdorfer Gemeinderat besucht, um sich über das Thema zu informieren. Hier hat nach der Inbetriebnahme ein „Tag der offenen Tür“ viel zur Aufklärung der Öffentlichkeit beigetragen, hat Igensdorfs Bürgermeister Wolfgang Rast erfahren.

 

Im Rahmen der vergangenen sechs Bürgerversammlungen (die letzte der diesjährigen regulären Bürgerversammlungen steht am heutigen Mittwochabend, 29.11., in Etlaswind an) berichtete Bürgermeister Wolfgang Rast von den Überlegungen eines Gemeindebürgers, zwischen Igensdorf und Weißenohe ein Krematorium zu bauen und zu betreiben.

Von dem Gewerbegrundstück an der Ziegeleistraße, auf dem das gemeinsame Kommunalunternehmen Igensdorf-Weißenohe „Im Steinbühl“ aktuell einen interkommunalen Bauhof errichtet, wären noch 7.500 qm verfügbar. Der Interessent sei von sich aus auf ihn zugekommen mit der Frage, ob die Gemeinde eine 3.500 qm große Teilfläche verkaufen würde, so der Bürgermeister. Mit dem neuen Betrieb wolle sich der Käufer ein weiteres unternehmerisches Standbein aufbauen.
Das Thema wurde bereits im Bauausschuss und im Marktgemeinderat besprochen und durchaus kontrovers diskutiert. Man möchte „die Bürger mitnehmen“ und sich ein Meinungsbild verschaffen, bevor der Gemeinderat dann im Januar in Ruhe und nach reiflicher Überlegung einen Beschluss zum Grundstücksverkauf zu fassen hat, erläutert Wolfgang Rast in den Bürgerversammlungen und fragt gleich nach den ersten Meinungen. Hier hörte er Bedenken, ob viele Leichenwagen durch den Ort fahren würden, aber auch viel positive Resonanz.
Inzwischen hat der Marktgemeinderat ein neues Krematorium besucht, das Anfang des Jahres in einem Gewerbegebiet im niederbayerischen Eggenfelden seinen Betrieb aufgenommen hat. Die Eindrücke waren recht positiv: Das Gebäude wirke unauffällig wie ein Bürobau und man erfuhr, dass Bedenken in der Öffentlichkeit schnell nachließen, nachdem ein „Tag der offenen Tür“ mit 4000 Besuchern und Erläuterung unter anderem der Rauchgaswäsche in der Filteranlage viel zur Aufklärung beigetragen hatte.
Wolfgang Rast hätte persönlich „kein Problem damit“, wenn in Igensdorf ein Feuerbestattungs-Unternehmen entsteht: „Das ist halt ein Gewerbebetrieb“, immerhin mit bis zu fünf Arbeitsplätzen. Die Entscheidung über den Grundstücksverkauf werde aber von der öffentlichen Diskussion abhängen und solle keinesfalls die Bevölkerung spalten. Der Verkauf eines Gewerbegrundstücks an einen Gewerbetreibenden wäre ohnehin nur ein erster Schritt: Bevor eine Igensdorfer Feuerbestattungsanlage einen „Tag der offenen Tür“ veranstalten könnte, muss sie technische Vorgaben und Emissionsrichtlinien erfüllen, die nicht Sache der Gemeinde sind.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 30. November 2017 )
 
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