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Heroldsberg leidet unter Bauverzögerung Drucken E-Mail
Baustelle HeroldsbergWirtschaftlich steht der Markt Heroldsberg sehr gut da, wie in einer weitgehend harmonischen Bürgerversammlung im Bürgerzentrum am vergangenen Mittwoch, den 15.11., deutlich wurde. Die Gemeinde wirtschaftet solide und konnte stabile Steuereinnahmen verzeichnen.

Im Bild: Schon seit August wird an der Heroldsberger Hauptstraße gebaut. Eigentlich hätte man vor über vier Wochen fertig sein sollen.

Alleine 6,2 Mio. Euro aus der Einkommenssteuerbeteiligung und 5,8 Mio. Euro aus der Gewerbsteuer pro Jahr trugen dazu bei, dass einem Schuldenstand von 3,4 Mio. Euro (mit 384,65 Euro pro Einwohner etwas mehr als die Hälfte des bayerischen Durchschnitts) Rücklagen in Höhe von mehr als 5,3 Mio. Euro gegenüberstehen. Innerhalb von neun Jahren habe man den Schuldenstand halbiert, erläuterte der Erste Bürgermeister Johannes Schalwig. Man könne sich vieles leisten, was das Leben in Heroldsberg attraktiv macht: Das Schlossbad, ausreichende Betreuungsangebote für alle Kinder, Sportförderung, Kultur- und Heimatpflege und vieles mehr.
Neben den 145 Mitarbeitern der Kommune (80 in Teilzeit, 65 in Vollzeit, darunter zwei Auszubildende) kümmern sich sehr viele Ehrenamtliche um das Wohl der Bürger: In der Bücherei, im Seniorenbüro, den drei Feuerwehren, im BRK, in der Nachbarschaftshilfe und in der Flüchtlingshilfe sowie in vielen Vereinen und Gruppen und nicht zuletzt im Marktgemeinderat engagieren sich Menschen unentgeltlich für das Gemeinwohl.
Als anstehende Aufgaben und Herausforderungen listete Schalwig Investitionen in Trinkwasserhochbehälter (2 Mio. Euro), den Neubau der Bahnbrücke Schützenstraße durch die Bahn (Gemeindeanteil 1 Mio. Euro), Standortsuche und Neubau für Feuerwehrhaus und Bauhof auf. Einen dringend erforderlichen Radweg entlang der B2 Richtung Nürnberg könne die Gemeinde nicht selbst bauen, aber es gebe staatliche Planungen ab 2020. Bis auch die Autobahnbrücke in den 2020er Jahren erneuert wird, müssten die Radfahrer dann aber einen Umweg Richtung Behringersdorf in Kauf nehmen.

 „Die Baustelle treibt uns in den Ruin“      
Nicht länger in Kauf nehmen wollen Bürger und Gewerbetreibende die erheblichen Behinderungen durch Bauarbeiten entlang der Hauptstraße zwischen Erlenweg und Festplatz. Aus den Reihen der etwa 60 Zuhörer wurden die Zumutungen für Patienten und Kunden sowie Umsatzeinbußen dramatisch geschildert: „Die Baustelle treibt uns in den Ruin“. Ganz offensichtlich sei an den Heroldsberger Baustellen auch nicht durchgehend gearbeitet worden. Für die Sanierung der  Hauptstraße und die Erstellung eines Fremdwasserableitungskanals waren Teil- und Vollsperrungen von Hauptstraße, Festplatz, Erlenweg und Kohlengasse notwendig, mit denen man sich einigermaßen arrangiert hätte, wenn man die Bauarbeiten wie geplant vor einem Monat am 23. Oktober abgeschlossen hätte (das wochenblatt hatte mehrfach über die Pläne und die Erreichbarkeit der Geschäfte berichtet).
Bürgermeister Johannes Schalwig musste die Verzögerung einräumen und zeigte Verständnis für den Ärger: „Mit geht es genauso“. Die ausführende Firma habe „uns hängen lassen“ und man sei machtlos angesichts der Unverschämtheit des Unternehmens, mit dem man sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe. Die Verwaltung versuche nun mit anwaltlicher Rechtsberatung gegen das Unternehmen vorzugehen. Die geschädigten Geschäftsleute sollte ihre Einbußen durch die extreme Verzögerung durch Vergleichszahlen möglichst genau beziffern.
Aktuell hoffe man auf die fertige Asphaltierung im Bereich Erlenweg und Kohlengasse bis 8. Dezember und die Befahrbarkeit von Hauptstraße, Kohlen- und Schustergasse ab 17. Dezember. Nach einer Winterpause sollen im Frühjahr im Bereich Festplatz die abschließenden Pflasterarbeiten innerhalb von drei bis vier Wochen erfolgen, allerdings nur mit kurzen Sperrungen.
Auch bei Anliegen aus dem Forum gab Johannes Schalwig den Bürgerinnen und Bürgern Recht, sah aber oft die Möglichkeiten der Verwaltung für Abhilfe beschränkt: Sehr hohe Fahrpreise und häufige Betriebsstörungen bei Gräfenbergbahn, Radwegebau durch den Reichswald oder die Genehmigung für neue „Zebrastreifen“ oder Fußgängerampeln lägen nicht in der Hand der Gemeinde, bei Parkplatzproblemen am Sportplatzweg könne man im konkreten Fall möglicherweise tätig werden.
Die größten Sorgen scheint Heroldsberg mit dem Verkehr zu haben. Aktuell mit Behinderungen durch die Bauverzögerung mit existenzgefährdenden Umsatzeinbußen und gefährlichen Stellen für Schulkinder und Fußgänger bei den Umleitungen. Generell hadert man mit manchen Engstellen bei Gehwegen, sicherer Fahrbahnüberquerung und vor allem zu schnellen und rücksichtslosen Verkehrsteilnehmern, wie eine Bürgerin anmerkt: „Es sind ja alles sehr nette Leute hier in Heroldsberg, aber sobald sie im Auto sitzen…!“

Festplatz ist von Norden aus anfahrbar
Aktuell meldet die Gemeinde folgenden Sachstand zu den Bauarbeiten und Sperrungen: Die Kohlengasse ist ab dem Einmündungsbereich Hauptstraße bis Schustergasse weiterhin bis 15. Dezember für den Fahrzeugverkehr vollständig gesperrt. Die Zufahrt zur Schustergasse ist jederzeit gewährleistet. Die Umleitung erfolgt über Schützenstraße – Dr. Gustav-Schickedanz-Straße – Am Bühl.
Der Erlenweg bleibt weiterhin bis 8. Dezember gesperrt, die dortigen Arztpraxen sind fußläufig über den Festplatz und das Erlengässchen (Fußweg im Gründlachtal) erreichbar. In Notfällen können die Praxen auch über das Erlengässchen angefahren werden. Die Hauptstraße ist zwischen Erlenweg und Ecke Festplatz ebenfalls weiterhin bis 15. Dezember für den Fahrzeugverkehr gesperrt.
Der Festplatz kann von Norden her bis 7. Dezember angefahren werden. Die möglichst aktuellen Informationen gibt es auf elektronischen Anzeigetafeln vor Ort, im wochenblatt  sowie unter
www.heroldsberg.de.

 

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 27. November 2017 )
 
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