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Sie wer’n lachen, aber ich kenn’ einen, der hat ein Exemplar des größten Lebewesens der Welt im Garten. Was tut man in so einem Fall? Man schneidet die Fruchtkörper ab und isst sie auf. Naturkundige ahnen schon: Es geht um einen Pilz, in diesem Fall den Hallimasch oder Honigpilz.
Wenn ich diese Zeilen schreibe, hat der mutige Gartenbesitzer noch etwa acht Stunden, in denen Vergiftungserscheinungen auftreten könnten, falls er sich getäuscht hat. Aber der Beschreibung nach soll es der „fleischfarbene Hallimasch“ (Armillaria gallica) sein – immerhin, wenn schon vegetarisch. Dieser Pilz ist roh sehr giftig (der Name kommt angeblich von „Höll’ im Arsch“), aber gründlich gegart gilt er als Speisepilz.
Wenn’s gut geht, war es ein Genuss und ohne Reue. Und ohne stundenlange Suche. Allerdings hat der Pilz mit dem lustigen Namen auch seine ernsten Seiten.
Vor 17 Jahren wurde in Oregon das 2400 Jahre alte, sich über 900 Hektar erstreckende und auf 600 Tonnen geschätzte Myzel eines dunklen Hallimasch entdeckt und als größtes Lebewesen der Welt bezeichnet. Das größte europäische durchzieht 35 Hektar in der Schweiz und ist etwa 1000 Jahre alt. Das kann ja noch was werden.
Zudem ist der Hallimasch ein schlimmer Forstschädling, weil er als Parasit Bäume befällt, ihnen die Nährstoffe entzieht und sie schnell zum Absterben bringt. Wenn Sie also einen Nachbarn haben, dessen Bäume Ihnen schon immer auf die Nerven gehen und Sie deshalb an Sporen einer gewissen Pilzgattung interessiert sind… aber nein, sowas denkt man nicht mal. Auf gedeihliche Gartennachbarschaft,
Ihr Gloss’n Hans

 
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