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An dieser Stelle kommen unsere Leserinnen und Leser zu Wort!

Zum Thema: „Einzelhandel in Eckental“
In der letzten Ausgabe des wochenblattes haben wir eine ganze Reihe von Leserbriefen veröffentlicht, die sich kritisch mit der Entscheidung des Eckentaler Gemeinderates zur Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes in Forth-Süd auseinandersetzten. Nun haben uns mehrere Zuschriften erreicht, die einen anderen Standpunkt vertreten, die wir an dieser Stelle gerne veröffentlichen.
wochenblatt-Redaktion

„JA“ zur beschlossenen Lösung für Forth
Endlich ist es beschlossene Sache: Eine dauerhafte und realisierbare Einkaufsmöglichkeit für Forth.
Vorweg sei gesagt: Jeder hat seine eigene Meinung und die darf er auch haben, doch zu behaupten, die „Forther“ wollen die jetzt beschlossene Lösung nicht, ist nicht korrekt. Wir wohnen schon immer in Forth und kennen, bis auf wenige Ausnahmen, keinen Forther, der je gegen diese oder die letztjährige große Lösung ist und war. Ganz im Gegenteil: Die Forther sind froh und glücklich über die Entscheidung des Marktgemeinderates. Eine „Never-Ending-Story“ soll nun endlich zu Ende gehen. Wir Forther freuen uns, dass dieses „Sondergebiet“, welches den westlichen Ortsrand mit der neuen Umgehungsstraße verbindet, sinnvoll genutzt werden wird.
„Kleine Lösungen“ innerorts sind uns Forthern bestens bekannt und haben gezeigt, dass diese weder dauerhaft noch rentabel sind. Kleine Läden, welche nicht das gesamte Sortiment anbieten, werden nur von wenigen Leuten genutzt. Und ein Laden braucht zum Überleben eine große Kundenfrequenz.
Eine typische Nahversorgung im Ortskern, wie so oft gewünscht und angesprochen, lässt sich weder in Forth noch in anderen großen Eckentaler Ortsteilen realisieren. Hierfür sind die Ortschaften einfach zu groß. Der eine wohnt immer genau daneben, der andere nicht. Das soll aber nicht heißen, dass es nur noch zentrale Einkaufsmöglichkeiten in Eschenau geben kann. Die jetzige Lösung ist nicht nur für Forth, sondern auch für alle umliegenden Ortschaften attraktiv und sinnvoll.
Der Standort an der B2 und an der künftigen Umgehung ist zudem Garant für eine dauerhafte und langfristige Lösung. Die von anderen Leserbrief-Schreibern angesprochenen „geeigneten Flächen“ und den „Leerstand“ in Forth gibt es zudem nicht bzw. sind aus der Luft gegriffen. Auch Aussagen wie „ein Dorfladen im Büger Schloss“ oder ein „Rewe-To-Go“ (hier sollte man sich erst einmal informieren, was das eigentlich ist) sind nicht umsetzbar. Wie bereits mehrfach durch die Gemeindeverwaltung und Frau Bürgermeisterin Dölle betont, gibt es für eine sogenannte „kleine Lösung“ weder einen Investor noch einen Betreiber.
Die Eckentaler Bürger hätten nun in einem von der SPD geforderten „Ratsbegehren“ zwischen 2 Varianten entscheiden sollen. Und dies, obwohl offensichtlich ist, dass weder die eine noch die andere Variante umsetzbar ist.
Alleine dieser Antrag ist eine Unverschämtheit den Eckentaler Bürgern gegenüber. Mit gutem Grund wurde dieser Antrag durch den Marktgemeinderat mehrheitlich abgelehnt.
Wir Forther sind jedenfalls froh und hoch zufrieden mit dieser jetzt beschlossenen Lösung, auch wenn die eine oder andere Person dies anders darstellen möchte.
Alexander Dorn
Benjamin Heckel
Robert Hofmann
Jürgen Köttig
Maximilian Loch

Kleine Lösung keine Lösung für Forth
In dieser lebhaft debattierten Frage geht es um die (Lebensmittel-)Versorgung u.a. für  Forth. Tatsache ist, dass es bis heute für diesen Ortsteil  keine für alle Seiten befriedigende Lösung gibt, denn mehrmalige kleinere Lebensmittelmärkte konnten nicht überleben.
In der Gemeinderatsitzung am 18. Mai d. J. hat unsere Bürgermeisterin Fr. Dölle sehr klar und für jeden gut nachvollziehbar die Situation dargelegt. Fazit: Eine kleine Lösung bedeutet keine Lösung. Das sollte jedem bewusst sein, der sich so vehement für diese einsetzt und den jetzigen MGR-Beschluss ablehnt. Es gibt keinen Investor, der die von manchen so sehr gewünschte Lösung umsetzt. Es dürfte damit alles beim Alten bleiben, d. h. der „Versorgungszustand“ in Forth wird so weiterbestehen wie bisher. Hier besteht für den Lebenseinkauf (Bäcker und Metzger ausgenommen) keine Möglichkeit. Die Bürger müssen nach Eschenau oder Brand (bzw. in den Dorfladen nach Eckenhaid).
Die 2007 im Bürgerbegehren gestellte Forderung einer zentralen Versorgung in Eschenau und einer dezentralen in Eckenhaid und Forth kann damit wieder nicht verwirklicht werden.
Durch das beantragte Ratsbegehren und dessen Fragestellung an den Bürger, wäre diesem eine Entscheidung zur Abstimmung präsentiert worden, die nach derzeitigem Stand und nach über einem Jahr Verhandlungen mit Investor und Lebensmittelbetreibern nicht durchführbar gewesen wäre und somit wieder zu KEINER dezentralen Lösung für Forth geführt hätte. Das hat nichts mit „Angst“ und „unverschämt“ (wie in einem Leserbrief stand) zu tun, sondern ist eine ehrliche Ansage der Ablehner des Ratsbegehrens an die Bürger.
Es ist eben nicht unverschämt, sondern pflichtbewusst und ehrlich von der Verwaltung, dem Bürger vorher zu sagen, was aufgrund der Situation (Grundstückspreise, Marktlage usw.) machbar ist.
Der MGR lässt sich, so mein Eindruck, auch nicht diktieren was in Eckental gebaut wird, sondern er hat an den Investor die Forderungen gestellt, dass:
- Nur ein Lebensmittelmarkt statt zwei gebaut wird.
- Der Bau von Wohnungen mit einem bestimmten Anteil an Wohnungen zu günstigem Mietpreis enthalten ist.
- Ein Gewerbegrundstück entstehen soll.
All diese Vorgaben hat der Investor umgesetzt. Einzige Forderung des Lebensmittelmarktbetreibers war, zwei weitere Fachmärkte (keine Lebensmittelmärkte) zu etablieren, damit die notwendige Kundenfrequenz vorhanden ist.
All die durchaus vernünftigen Vorschläge einer zentrumsnahen d. h. innerörtlichen Nahversorgung, Bewahrung des dörflichen Charakters usw. klingen gut, vermitteln aber eher den Eindruck einer sozialromantischen Wunschvorstellung, die sich leider nicht realisieren lässt. Sicherlich ist vieles wünschenswert und schön, wenn es aber nicht machbar ist, bleibt es halt beim (frommen) Wunsch.
Frau Dölle hat deutlich aufgezeigt, dass es weder Leerstände noch frei verfügbare Flächen innerhalb des Ortes gibt, die zur Problemlösung geeignet sind. Die immer wieder genannten Objekte sind entweder zu klein oder zu teuer. All die in diese Richtung gehenden Vorschläge (die vorhandenen innerörtlichen Geschäfte zu unterstützen, auch mal zu Fuß gehen, Nachbarschaftsgefühl stärken usw.) machen sich gut und diesen wird auch niemand widersprechen, allein deren Umsetzung erscheint nicht realistisch.
Jetzt nachzukarteln, was die Gemeinde vor Jahren hinsichtlich Vorkaufsrecht etc. hätte tun müssen ist müßig. Die Lage ist nun mal so wie sie ist, darauf sollte (muss) man aufbauen und das Beste (für Forth bzw. Eckental) daraus machen. Und das heißt in letzter Konsequenz, die jetzige Planung umsetzen. Es ist vermutlich die letzte und einzige Chance, welche dieser Ortsteil noch hat (auch im Zuge der Ortsumgehung), hier geschäftlich einen Fuß in die Tür zu bringen.
Ein immer wieder gebrauchtes Schlagwort ist Flächenfraß. Man kann es fast nicht mehr hören. Eines ist klar, wenn ein Interessent ein entsprechendes Grundstück an der B2 sucht und dieses in Eckental (i. d. F. Forth) nicht findet, dann geht er woanders hin und baut dort. Unterm Strich ein „Nullsummenspiel“. Allerdings könnten wir uns dann als tapfere Naturschützer eine Fahne aufs Dach stellen mit der Folge, dass die Forther hinsichtlich ihrer Einkaufsmöglichkeiten am Ort „in die Röhre“ schauen. Eines ist sicherlich unbestritten, eine gute Einkaufsmöglichkeit am Ortsrand ist allemal näher als eine im nächsten Ort. Im Übrigen erinnert die Flächendiskussion doch sehr stark an das Floriansprinzip.
Eigentlich fehlt jetzt nur noch die Meldung gewiefter Naturfreunde, dass auf der so schützenswerten (?) Grünfläche ein seltener Schmetterling gesichtet wurde und deshalb die Wiese unter Naturschutz zu stellen sei. Damit wäre dann vermutlich jede andere Nutzung hinfällig.
Eines sollte jedem klar sein: Wenn die jetzt vorliegende Lösung nicht zum Tragen kommt, dürfte für Forth auf absehbare Zeit (für immer?) eine ortsnahe und auch von vielen Forthern gewünschte Einkaufsmöglichkeit nicht mehr realisierbar sein.
Im Gegensatz zu anderen Leserbriefschreibern kenne ich eine Menge Leute, die den jetzigen Ansatz befürworten.
Ein weiteres, immer wieder genanntes Argument, ist das für Eckental (angeblich) ausreichende Versorgungsangebot. („Wir haben genügend Geschäfte“).
Hier sollte man vielleicht doch dem Untersuchungsergebnis von Fachleuten (GfK) mehr vertrauen als seinem Bauchgefühl. Ich würde mir eine diesbezügliche Einschätzung nicht zutrauen.
Um die Situation etwas leichter vorstellbar zu machen folgender Vergleich:
In Neunkirchen (~ 8.000 Einwohner) gibt es 4 Einkaufsmärkte (Aldi, REWE, Lidl und Netto und wenn man den ca. 500m vom Ortsrand entfernten Edeka-Markt in Dormitz mit einbezieht sind es 5 Einkaufsmärkte). In Eckental (~ 15.000 Einwohner) gibt es derzeit ebenfalls 5 Märkte, jetzt käme ein sechster hinzu – bei nahezu doppelter Einwohnerzahl wohlgemerkt! Eine ähnliche Relation gilt übrigens für Heroldsberg (~ 9.000 Einwohner und 4 Märkte). Kann man angesichts dieser Fakten von einer „Überversorgung“ in Eckental sprechen? Diese Zahlen sind in ihrer Aussage so eindeutig, dass sich jede weitere Diskussion erübrigt.
Man gewinnt den Eindruck, es werden krampfhaft irgendwelche „Gründe“ gesucht, um dieses Projekt zu verhindern. Dass diese Gebäude Zweckbauten sind, ist jedem klar, und ob diese als hässlich empfunden werden, liegt im Auge des Betrachters. Genau weiß man es letztendlich erst, wenn das Objekt steht. Es wird wohl niemand erwarten, dass ein Investor an dieser Stelle eine Villa mit Parkanlage errichtet, um den Vorbeifahrenden ein optisches Highlight zu bieten. Forth wäre nicht die erste Ortschaft, in deren Eingangsbereich ein Einkaufsmarkt entsteht.
Schwer nachvollziehbar ist die ablehnende Haltung der SPD-Fraktion. Sie hat in o. g. Sitzung einen (löblichen!) Vorstoß zur mietgünstigen Wohnraumbeschaffung in Eckental unter-nommen. Im jetzt vorliegenden Projekt wäre diese mit enthalten (30 Wohnungen, davon 40 % = 12 Objekte, die günstiger als zur ortsüblichen Miete angeboten werden sollen). Das wäre doch schon mal ein Anfang.
    Kurt Röder

Forth wollte und braucht auch einen Supermarkt
Bei der ganzen Diskussion um eine Nahversorgung in Forth ist es schon komisch, dass keiner erwähnt, dass in Eschenau ganze vier (!) Märkte mit Lidl, Edeka, Endreß und Norma in einem Quadratkilometer vorhanden sind. Mit REWE waren es sogar einmal fünf. Für diese Fehlplanungen in Eschenau kann Forth absolut nichts, büßt aber dafür seit Jahren. Als der Edeka und die Tankstelle kamen (auch hier gab es in Forth bereits eine in nur 1,6 km Entfernung) hat niemand so geschrien wegen Flächenraub etc. wie es jetzt viele tun bei einer geplanten Nahversorgung in Forth. Warum wurde denn die Tankstelle in Eschenau unbedingt gebraucht? Das Benzin ist im Gegensatz zu anderen Billigtankstellen auch nicht günstiger sondern hat sich dem Preisniveau in Forth angepasst. Und kaum soll sich in Forth mal bzgl. Nahversogung was tun, wird dagegen geschrien. Beliebtes Argument: der Flächenraub.
Der Edeka in Eschenau hat im Übrigen nur so bauen dürfen, wenn er in Forth einen kleineren Laden dazu betreibt. Dummerweise war die Betreibung dieses kleinen Ladens nur für sieben Jahre Pflicht und er wurde nur zu gern abgestoßen. Er wurde zum einen lieblos geführt und zum anderen war die Lage einfach schlecht.
Die Folgen für Forth waren anschließend gravierend: keine Nahversorgung mehr. In Eschenau aber durfte der Edeka weiterbestehen wie er war – zusätzlich zu den bereits existierenden. Dieses Überangebot wurde nie kritisiert, zumindest nicht in dem Maße, wie jetzt eine Nahversorgung in Forth. Warum soll das Überangebot in Eschenau denn zu Lasten von Forth gehen? Schreit irgendjemand, dass neben dem Rossmann ein Beck hinkommen soll, obwohl doch nur 500 m weiter bereits ein Bäcker mit Café ist?
Hätte man die Umgehungsstraße in Forth vor dieser Pseudoumgehungsstraße in Eschenau gebaut, hätte Forth schon längst einen Supermarkt. Aber nein, da muss man natürlich wieder erst nur Eschenau vorantreiben. Sollte der Aldi nach seinem Abzug in Brand hinter dem Edeka bauen, um näher an die B2 zu kommen, erwarte ich eine ähnlich hitzige Diskussion und Anti-Haltung, wie sie jetzt bzgl. Nahversorgung von Forth besteht. Irgendwie glaub ich aber nicht, dass das passieren wird. Dann wären wieder fünf Märkte auf einen Quadratkilometer. Aber das ist ja Eschenau – zumindest entsteht dieser Eindruck.
Weiterhin finde ich es komisch, dass noch keiner auf die Idee gekommen ist, den Bahnhof in Forth einzustampfen, denn da haben wir ja auch schon einen in Eschenau. Da braucht man doch den Forther nicht mehr, oder? Ich versteh ja das Problem mit der Natur. Nur: Es wird so oder so gebaut, und dass Forth eine Nahversorgung braucht, ist ja wohl nicht abzustreiten. Forth liegt nun mal etwas abseits, während Eschenau, Brand und Eckenhaid ziemlich verschmolzen sind.
Dass potenzielle Investoren an eine gut befahrene Straße wollen, ist heutzutage auch logisch. Die großen Ketten haben die kleinen vertrieben, so ist das nun mal. Jeder fährt dahin, wo das bessere Sortiment ist.
Wo hätte man denn in Forth noch einen Supermarkt sonst machen sollen? Im Dorfkern selber ist kein Platz mehr. Da muss ja auch angeliefert werden und man braucht Parkplätze. Der frühere Standort bei der katholischen Kirche ist ein Witz gewesen. Mich wundert es nicht, dass sich da nix hat halten können. Die Märkte waren gegenüber Eschenau nicht konkurrenzfähig und der ganze Durchgangsverkehr kam vorher durch Eschenau, da hat keiner mehr in Forth eingekauft. Die älteren Leute sind auch nicht bis da raus gelaufen. Betrachtet man Forth von oben, versteht man auch warum. Ich wohne in Forth und der Weg nach Eschenau ist genauso weit wie zur katholischen Kirche – wo gehe ich da wohl zum Einkaufen hin? Da, wo es das bessere Sortiment gibt. Und das haben alle anderen auch so gemacht. Nur von „Anwohnern“ kann heutzutage kein Markt mehr überleben, das sollte auch jedem klar sein.
Früher war halt auch alles zentral im Dorfkern und bei den jetzigen „Kind Hörgeräten“ ein Supermarkt drinnen. Da gab es Bäcker, Metzger und Supermarkt alles zentral auf einem Platz. Tja, dann gab es keine Nachfolger für den Supermarkt mehr und in Eschenau ging der Wahnsinn los. Hier hätte man gleich seitens der Gemeinde bzgl. Überangebot tätig werden müssen, denn das Problem wurde schon vor vielen, vielen Jahren angesprochen. Dafür kann die jetzige Gemeindefraktion nichts. Da wurde schon früher fehlgeplant.
Wie gesagt, man hätte ja auch die Umgehung erst in Forth bauen können und nicht in Eschenau. Das Ergebnis wäre aber das gleich wie jetzt nur umgekehrt: Forth hätte einen Markt, und neue Investoren würden sich in Eschenau an der neuen Umgehung ansiedeln wollen. In den Wohngebieten gibt es halt nun mal keine Supermärkte in Eckental.
Wir sind halt leider auch kein Dorf mehr sondern eine Gemeinde mit knapp 15.000 Einwohnern und werden auch weiter wachsen. Da wird halt nun mal gebaut. Dazu gehören auch diverse Märkte. Wenn kein Supermarkt gebaut wird, ist es halt ein Industriegebiet. Da hab ich doch lieber einen Supermarkt und Wohnhäuser. Und die Natur ist trotzdem weg.
Und: Es gibt immer irgendwo einen größeren, tolleren Markt, warum werden dann überhaupt noch welche gebaut?
Forth wollte und braucht auch einen Supermarkt. Dass daraus jetzt ein „Verbraucherzentrum“ mit mehr Läden wird, kann man Forth nicht vorwerfen.
    Gabi Taeffner


Flächenfraß in Forth ???
Beim Thema „Nahversorgung für Forth“ spielt anscheinend das Thema „Flächenfraß“ eine große Rolle. Einige meinen, die beanspruchte Fläche sei zu groß.
Auch ich würde mir wünschen, dass sich unsere Entwicklung mehr auf die Ortskerne konzentriert und dort Leben und menschliche Kommunikation schafft. Aber anscheinend hat sich unsere Gemeinschaft, also wir alle, so verändert, dass nur noch Wachs- und Profittum im Fokus stehen. Irgendwo ist das das Ergebnis unserer gesellschaftlichen Einstellung. Auch ich würde mir etwas anderes wünschen.
Fakt ist aber: Wir können uns der Entwicklung nicht verschließen. Wenn die notwendigen Flächen nicht in Forth zur Verfügung gestellt werden, dann erfolgt das an anderer Stelle. Das ist das Ergebnis der heutigen Marktlage.
Jede gemeindliche Entwicklung erfordert die Inanspruchnahme von Flächen. Das ist nun mal so, auch in Eckental und in Forth.
Aber was bedeutet eigentlich „Flächenfraß“ in Forth?
Neben 1 Lebensmittelmarkt hat die Wohnraumbeschaffung auf diesem Areal einen gravierenden Flächenanteil. Und so entstehen hier doch auch 30 Wohnungen, die von vielen so vehement gefordert werden. Das war doch politisch so gewollt, insbesondere von der SPD-Fraktion. Und zur Abrundung des Gebietes entsteht auch noch eine kleine Gewerbefläche, die Eckental ebenfalls dringend braucht.
Auch in einer Gemeinde muss sich politisches Tun und Handeln an Fakten und an der Realität orientieren. Das ist der Maßstab.
Allesandere, wie z. B. ein Dorfladen im Schloß Büg, ein REWE-to-go, wohl in der Tankstelle Kofler, die Bebauung des Fleischmann-Grundstückes oder die Reaktivierung der alten Norma sind Träumereien, jenseits jeglicher Realität.
Eine Frage erlaube ich mir noch: Wo waren denn diese „grünen Umweltpropheten“ bei der Bebauung des Großgeschaidter Berges? Wohl beim Träumen! Und beim Thema „Nahversorgung Forth“ sind sie nun wieder erwacht?!
    Sebastian Singer

Ratsbegehren wäre kontraproduktiv
Das in der Bayerischen Gemeindeordnung verankerte Ratsbegehren bedeutet, dass auf eigene Initiative des Marktgemeinderates zu einem bestimmten Thema eine Bürgerabstimmung herbeigeführt wird. Dazu besteht beim Thema „Nahversorgung Forth“ aber kein sachlicher Grund, denn zu diesem Thema hat der Marktgemeinderat im Rahmen seiner gesetzlichen Zuständigkeit schon wichtige Entscheidungen getroffen.
Der von Herrn Gubo formulierte und vom Marktgemeinderat am 18.5.2017 abgelehnte Antrag auf Durchführung eines Ratsbegehrens hatte meiner Meinung nach einen entscheidenden Fehler. Es sollte nämlich eine Lösung zur Abstimmung gestellt werden, für die es definitiv keinen Investor gibt. Eine „Null-Lösung" für Forth wäre das tatsächliche Ergebnis gewesen. Der Antrag war also so formuliert, dass irgendjemand eine unmögliche Leistung erbringen soll. Wenn ein Antrag mit so einem Inhalt abgelehnt wird, dann ist das weder unehrlich noch unverschämt, sondern eine logische Folge.
Forth leidet bereits unter den Folgen des Bürgerentscheides 2007. Eine dezentrale Lösung zur Lebensmittelversorgung fü̈r Eckenhaid und Forth war damals ein wichtiger Bestandteil des Bürgerentscheids.
Diese dezentrale Versorgung für Forth gibt es schon seit einigen Jahren nicht mehr. Und nun hätte man noch einmal die Chance, den Bürgerwillen aus 2007 zu verwirklichen. Aber jetzt interessiert dieser Bürgerwille anscheinend nicht mehr, vor allem Frau Mück, Herrn Gubo und Herrn Gosoge nicht.
Um eine solche Versorgung langfristig und zukunftsfähig zu gestalten, ist doch eine vernünftige Zusammenarbeit mit einem Investor eine Grundvoraussetzung. Von dieser Zusammenarbeit profitieren nicht nur die Bürger von Forth, sondern von ganz Eckental und natürlich auch der Investor. Aufgrund dieser Zusammenarbeit hat der Investor auch die Forderungen des Marktgemeinderates wie zum Beispiel die Schaffung von 30 Wohnungen auf diesem Areal und die Reduzierung von zwei auf einen Lebensmittelmarkt eingearbeitet und umgesetzt. Wobei noch zu erwähnen wäre, dass einige von diesen 30 Wohnungen mit begünstigten Mieten ausgewiesen werden. Wer hier von einem Investorendiktat spricht, könnte ein Traumtänzer jenseits der faktischen Realität sein.
Eines muss allen klar sein: Ratsbegehren und Bürgerentscheide, mit dem ein Ortsteil gegen andere Ortsteile ausgespielt wird, fördern die Eckentaler Gemeinschaft auf keinen Fall.
Auch Forth braucht eine tragfähige und zukunftsorientierte Lebensmittelversorgung. Dies zu schaffen ist die zentrale Aufgabe unserer gewählten Kommunalpolitiker – das erwarte ich!
    Rudolf Mößner


Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 19. Juli 2017 )
 
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