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BRK Junggebliebene Drucken E-Mail
BRKFachvortrag
BRK-Ausbildungsleiter Andreas Lambert referierte beim Treffen der BRK Junggebliebenen über Haushaltsunfälle, deren Vermeidung und Hilfsmaßnahmen. Er führte dazu aus, dass das Risiko eines tödlichen Unfalls im Haushalt ungleich höher sei als im Straßenverkehr, in dem im Jahr 2015 3.459 Menschen bei Unfällen ums Leben kamen. Die Zahl der tödlichen Hausunfälle wächst seit 2007 Jahr für Jahr. Hierzu erklärte er, dass alte Menschen wegen nachlassender Muskel- und Sehkraft besonders sturzgefährdet seien. Oft fehle die Einsicht, manche Dinge daheim ohne Hilfe nicht mehr zu schaffen.
Besuch des Altlandrats
In der Maiveranstaltung war Altlandrat Eberhard Irlinger zu Gast. Er unterhielt die Anwesenden mit humorigen Texten und Liedern zum Mitsingen. Kurz vor Weihnachten wird er wieder mit Gitarre und Hackbrett zu einer Veranstaltung der „Junggebliebenen“ kommen und Adventsstimmung verbreiten. Da Senioren oft alleine leben, würden sie bei Unfällen vielfach zu spät gefunden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts hat es 2015 in Haushalten 9.818 Tote gegeben und Stürze sind mit mehr als 80 Prozent die Hauptursache. Sie passieren etwa beim Fensterputzen,  beim Stolpern über Teppichkanten oder Staubsaugerkabeln. Hinzu kommen nach früheren statistischen Erhebungen von 2013 unter anderem Brände und Ersticken, Vergiftungen sowie Ertrinken. Die Unfallzahlen im Haushalt lassen sich schlecht statistisch erfassen, denn viele kleinere Verletzungen wie Schnittwunden, leichte Verbrennungen oder blaue Flecken durch Prellungen werden nicht gemeldet.

Vorbeugende Maßnahmen
In jedem Haushalt sollte ein Verbandskasten wie im Auto gelagert und schnell greifbar sein, grundsätzlich sind Hektik und Stress zu Hause zu vermeiden. Mögliche Unfallursachen sind zu beseitigen. Dazu gibt es eine kostenlose Broschüre unter der Rubrik Haushalt auf folgender Internetseite
    www.das-sichere-haus.de
Andreas Lambert wies auch auf den Hausnotruf-Dienst des BRK hin, der rund um die Uhr verfügbar ist und den ältere Menschen, die mit Krankheit oder Behinderung in ihrer häuslichen Umgebung wohnen, in Anspruch nehmen können.

Verletzungen
lassen sich vermeiden
• Scharfe Ecken und Kanten polstern oder abrunden

• Stolperfallen beseitigen – keine Vasen oder Putzeimer herum stehen lassen

• Im Gehen „lesen“ sollte man vermeiden, ebenso Hektik abstellen

• Standfestigkeit erhöhen (festes Schuhwerk, Antirutschmatten unter Teppichen und Läufern, keine Flipflops auf Leitern)

• Schwere Gegenstände nicht über Kopfhöhe lagern

• Stühle und Tische stellen keinen Leiterersatz dar

• Defekte Geräte und Gegenstände außer Betrieb nehmen undaustauschen

• Verlängerungen von Kabeln über mehrere Steckdosen sowie Quetschungen von Kabeln vermeiden

Was bedeutet „HELD“ – die Abkürzung für allumfassende Maßnahmen? H = Hilfe rufen, E = ermutigen und trösten, L = lebenswichtige Funktionen kontrollieren (Bewusstsein und Atmung, Pulskontrolle) und D = Decke unterlegen und zudecken. Dann den Eigenschutz beachten (Schutzhandschuhe, die sich im Verbandskasten befinden, anziehen) und im Notfall den Notruf absetzen, Rettungsdienst und Feuerwehr sind unter Tel. 112, der hausärztlicher Notdienst unter Tel. 116117 erreichbar.

Erste-Hilfe-Maßnahmen
• Verbrennungen und Verbrühungen durch heißes Fett oder Wasser
Steril abdecken und nur dann kühlen, wenn die Wunde nicht größer als eine Hand ist, denn zu viel Kühlung schadet. Vorher müssen Herdplatte und vor allem Stromleitungen bei Stromschlag abgestellt werden. Keine Hausmittel wie Milch, Öl, Gel, oder Klebstoff verwenden. Wadenwickel und Tees sind gut.

• Äußere Verletzungen
Keine Desinfektionsmittel verwenden, lieber den Arzt die Wunde reinigen lassen.

• Knochenbrüche
Sie sind nur bei offenen Wunden erkennbar. Die Person eventuell in die stabile Seitenlage bringen, bevor sie bewusstlos wird,

• Blutung
Druckverband anlegen, jedoch kein Papiertaschentuch oder ähnliches verwenden, polstern und Schonhaltung nicht verändern, sondern unterstützen.

• Schock
Schocklage durchführen (Beine circa 30° Grad hoch-, den Oberkörper flach legen) und Notruf absetzen. Bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Becken- und Bauchverletzungen keine Schocklage anwenden.

• Vergiftungen
Sofort den Notruf absetzen.

Weitere Termine
In der Veranstaltung am Dienstag,13. Juni, wird Andreas Lamberg nochmals zu den „Junggebliebenen“ kommen und mit ihnen die Reanimation – „Herz-Lungen-Wiederbelebung“ und die Anwendung des Defibrillators – üben.

Melitta Schön informierte über den Busausflug am Dienstag, 11. Juli, nach Bad Mergentheim und ins Taubertal mit Bulldog-Kutschenfahrt und Weinprobe.
    Detlef-Lutz Pertek
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 2. Juni 2017 )
 
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