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Es war einmal ein Schloss… Drucken E-Mail
Galerie …das lag elf Jahre lang in einem Dornröschenschlaf: Vorher wurde das Weiße Schloss in Heroldsberg jahrzehntelang als pittoreskes, aber im Laufe der Zeit funktionell immer weniger ausreichendes Rathaus genutzt. Ursprünglich hatte hier vor 530 Jahren ein Endres Geuder ein Herrenhaus errichtet, das im Zweiten Markgrafenkrieg zerstört und Mitte des 16. Jahrhunderts wieder aufgebaut wurde.
Im 18. Jahrhundert wurde der markante Treppenturm angebaut und die mittelalterliche Bausubstanz teilweise durch barocke Elemente wie Stuckdecken umgestaltet. 1928 verkaufte die Familie Geuder das Schloss an die Gemeinde – dadurch ist das Weiße Schloss als einziges der vier Heroldsberger Schlösser im Besitz der Kommune. Von 1928 bis 2005 wurde das historische Schmuckstück als Rathaus genutzt, bis das neue Rathaus mit Bürgerzentrum an der Hauptstraße entstand.
Von 2014 bis Anfang 2017 erfolgte eine aufwändige Sanierung und der Umbau zum kulturellen Zentrum mit Museum und multifunktionaler Nutzung. Das markanteste Element des aktuellen Umbaus ist die Errichtung eines außenliegenden Treppenturms. Der darin installierte Aufzug ermöglicht den barrierefreien Zugang, der sich durch elektromotorische Türen und die Gestaltung der gesamten Ausstellungen im Gebäude fortsetzt.

Museum, Ausstellungen und Trauungen

Das Weiße Schloss kann nun als markantes Zeugnis nachfolgenden Generationen erhalten bleiben und das historische Ortsbild des Marktes Heroldsberg bewahren und aufwerten. Eine Dauerausstellung im Erdgeschoss bietet einen interessanten Streifzug durch die Ortsgeschichte vom frühen Mittelalter bis in die jüngste Zeit.
Das 1. Obergeschoss ist Fritz Griebel, einem der bedeutendsten fränkischen Künstler des 20. Jahrhunderts, gewidmet. Er war Professor für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und deren erster Direktor nach dem Zweiten Weltkrieg. Lange Zeit lebte und wirkte Fritz Griebel in Heroldsberg – hier erhält nun sein künstlerisches Werk erstmals eine angemessene Würdigung in Form einer Dauerausstellung. Seine Familie unterstützte das Projekt nicht nur mit Exponaten, sondern stellt auch Originaldrucke zum Verkauf durch den Museums-Shop zugunsten des Museums zur Verfügung. Künftig sollen hier auch wechselnde Ausstellungen, zum Beispiel mit namhaften Griebel-Schülern wie Oskar Koller oder Michael Matthias Prechtl, möglich sein.
Im 2. Obergeschoss wird das Wirken der Nürnberger Patrizierfamilie Geuder thematisiert, die im Nürnberger Rat zeitweise höchste Ämter innehatte, seit 1391 in Heroldsberg ansässig ist und die vier Schlösser erbaute. Im 2. Obergeschoss befindet sich auch der Festsaal, der sich für Trauungen und kleinere Feste aller Art bestens eignet und gemietet werden kann.
Das ganze Haus ist alles andere als ein „Heimatmuseum“ im volkstümlichen Sinn, sondern in Konzeption, Einrichtung und Ausstattung eine beeindruckend hochwertige Institution, die den Vergleich mit städtischen oder staatlichen Museen keineswegs zu scheuen braucht und das kulturelle Angebot der ganzen Region aufwertet.

Herausforderung für die Kulturfreunde Heroldsberg

Der Verein „Kulturfreunde Heroldsberg“ engagierte sich in vielfacher Weise für den Erhalt und eine sinnvolle Nutzung des Weißen Schlosses. Eine unermüdliche Spendenaktion hatte das Ziel, zu den Gesamtkosten von fast 2,5 Mio. Euro – deren größter Teil aus staatlichen Fördermitteln gedeckt wird – noch 100.000 Euro beizusteuern. Sie erbrachte fast die eineinhalbfache Summe, die aber für die angemessene Präsentation der Kunstwerke und Zeitdokukmente sowie das Depot durchaus benötigt werden. In unzähligen Arbeitsstunden wurden Abbrucharbeiten durchgeführt, die denkmalpflegerische Arbeit begleitet und Konzepte für Nutzung und Ausstellungen erarbeitet. Mit dem Musikinstitut haben die Kulturfreunde einen Partner, der verschiedene Räume zu Unterrichtszwecken nutzen wird.
Auch der reguläre Betrieb des Weißen Schlosses wird künftig von den engagierten Bürgerinnen und Bürgern ehrenamtlich organisiert. Ab Sonntag, 26. März, 15 Uhr ist ein Besuch zu folgenden Öffnungszeiten möglich:
Mittwoch 10 Uhr bis 13 Uhr, Freitag bis Sonntag: 15 Uhr bis 18 Uhr, Sonderöffnung auf Anfrage unter Tel. 0911-23 73 42 60 oder E-Mail an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Informationen und Anmeldungen für eine Trauung im Schloss bietet das Standesamt Heroldsberg unter Tel. 0911-518 57 11 oder E-Mail an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Zu Buchungen des Festsaals informiert Eberhard Brunel-Geuder, Tel. 0911- 518 75 35 oder E-Mail an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Großer Andrang erwartet

Zum „Tag der offenen Tür“ sind Bürgerinnen und Bürger am Samstag, 25. März  von 10 Uhr bis 16 Uhr zu einem ersten Besuch in die Ausstellungsräume eingeladen. Wegen der begrenzten räumlichen Kapazitäten sind jedoch Wartezeiten an diesem Tag zu erwarten. Wer sich das neue Schmuckstück in aller Ruhe anschauen will, ist mit einer Führung zu den regulären Öffnungszeiten besser bedient. Eine ausführliche Dokumentation wird in Heroldsberg mit dem Heimatblatt und Anfang April mit einer Teilauflage des wochenblattes veröffentlicht. Mit dem Abschluss der Sanierung und der Eröffnung ist die märchenhafte Geschichte noch lange nicht zu Ende, sondern steuert auf eine vielversprechende neue Ära zu.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 25. April 2017 )
 
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