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Illhofer Idylle Drucken E-Mail

Ilhofer IdylleIn reizvoller Frühlingslandschaft präsentiert sich Illhof zum Mai-Anfang. Das malerisch gelegene Dorf zählt ohne seine Campinggäste knapp 70 Einwohner und steht vor einer großen Investition: Der letzte Eckentaler Ortsteil ohne kommunale Abwasserentsorgung wird an die Kanalisation angebunden.

In Kürze beginnen hier die Arbeiten zum Anschluss an die Kläranlage Obere Schwabach. Dort prüft der Abwasserzweckverband gerade eine Investition in neue Verfahren, welche die Trocknung und damit langfristig kostengünstigere Entsorgung von Klärschlamm ermöglichen könnten. Mehr dazu im Heft.�

In Illhof wird der Markt Eckental zusammen mit den Grundbesitzern bald einen wichtigen Bereich seiner Infrastruktur komplettieren und den Ort ans Kanalnetz anschließen. Die Eckentaler Abwässer werden zum Teil über die Kläranlage des Abwasserverbandes Schwabachtal in Buckenhof bei Erlangen und zum Teil über die Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Obere Schwabach bei Pettensiedel entsorgt. In diese Anlage soll das Illhofer Abwasser schon Ende 2008 fließen.


Biogasanlage könnte Kosten senken

Die Aufwendungen für die Beseitigung der Reststoffe aus der Abwasserreinigung sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Ein Grund dafür ist, dass Klärschlamm immer weniger als landwirtschaftlicher Dünger eingesetzt werden darf. Derzeit wird nur noch etwa die Hälfte der anfallenden Menge von Landwirten abgenommen, der Rest wird mechanisch vorgetrocknet und auf geeigneten Deponien entsorgt. Pro Jahr fallen dafür allein für den Abwasserzweckverband Obere Schwabach Kosten von 120.000 bis 140.000 Euro an.

Eine langfristig kostensparende Alternative wäre die thermische Trocknung in einer eigens zu errichtenden Trocknungsanlage mit dem Ziel, die Reststoffe als Brennstoff in der Baustoffindustrie verwerten zu können. Ein Feuchtwangener Ingenieurbüro legte unlängst Pläne für ein Verfahren mittels Biogasanlage vor. Diese könnte aus der Vergärung von Grasschnitt, der im Idealfall aus dem Böschungsschnitt von Straßenbauämtern käme, Biogas zur Stromgewinnung erzeugen und die Abwärme aus der Stromerzeugung für die Trocknung des Klärschlamms nutzen.

Allerdings sind viele Probleme nicht ganz gelöst. So müsste neben dem Grasschnitt zur Vergärung auch Material wie Mais – und damit hochwertige Futter- oder Nahrungsmittel – zugegeben werden. Auch die Anlieferung von 6000 Tonnen Grasschnitt und der Abtransport von 3000 Tonnen Gärrückständen müssten bewältigt werden. Das favorisierte Modell der Trockenvergärung setzt die schnelle Verfügbarkeit großer Mengen Grasschnitt voraus, die durch den Böschungsschnitt kaum gewährleistet ist. Die Gärrückstände des an Straßenrändern gewonnenen Schnittguts lassen sich wiederum nur eingeschränkt landwirtschaftlich verwerten und müssten statt dessen ebenfalls getrocknet und zu  Brennstoffpellets für die Industrie gepresst werden. Diese Fragen werden unter anderem mit Hilfe des Landwirtschaftlichen Bildungszentrums Triesdorf untersucht, auch mögliche Alternativen wie die Trocknung an einer bestehenden Biogasanlage wurden ins Gespräch gebracht.

In der Haushaltssatzung des Abwasserzweckverbandes für 2008 hat der Verbandsvorsitzende Erwin Zeiß bereits die Voraussetzungen geschaffen, um im Bedarfsfall eine GmbH für die eigene Klärschlammentsorgung gründen zu können. Diese könnte dann die veranschlagte Investitionssumme in Höhe von 2,6 Millionen Euro aus Fremdmitteln finanzieren.

Obwohl Fachleute das Projekt sehr skeptisch beurteilen, wird der weitere Verlauf von anderen Kommunen, die vor den gleichen Entsorgungsproblemen stehen, aufmerksam verfolgt: Der Markt Egloffstein hat im Falle einer Realisierung schon Interesse bekundet.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 7. Mai 2008 )
 
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