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Inge Enzmann ist die erfolgreichste Bogenschützin im BehindertensportDeutschlands erfolgreichste Bogenschützin im Behindertensport wohnt in Eckenhaid. In Seoul in Südkorea holte Inge Enzmann im Sommer 1988 mit der deutschen Mannschaft olympisches Silber. Im Freien wie in der Halle ist sie Deutsche Meisterin, und seit 2003 hält sie den deutschen Rekord im Compoundbogenschießen. Ein Portait der auch als Trainerin bei der BSV Erlangen sehr engagierten Eckentaler Sportlerin finden Sie hinter dem nachstehenden Link.

Inge Enzmann ist Deutschlands erfolgreichste Bogenschützin im Behindertensport
Zum Bogenschießen gekommen ist sie eher zufällig. 1987, ein Jahr nachdem Inge Enzmann zum ersten Mal einen Bogen in der Hand hielt, wurde sie in die Nationalmannschaft berufen und holte 1988 in Seoul Silber mit der Mannschaft. Seit 2003 hält die Eckenhaiderin den deutschen Rekord im Compoundbogenschießen. Außerdem ist sie im Freien wie in der Halle unangefochtene Deutsche Meisterin.

„Wie die Jungfrau zum Kinde, ja, so kann man das nennen“, beschreibt die heute 63-jährige Inge Enzmann ihren Weg zum Bogensport. Nach einer Bandscheibenoperation fand sich die begeisterte Handballerin plötzlich im Rollstuhl wieder. Die gelernte Drogistin – „dieses Berufsbild gibt es heute wohl gar nicht mehr, war aber ein toller Job“ – beschloss, sich im Behindertensport zu engagieren. 1986 ließ sie sich zum Fachübungsleiter Behindertensport ausbilden. Für die Abschlussarbeit musste Inge Enzmann sich auf eine Sportart spezialisieren. Weil ein passender Lehrgang im Rollstuhltanzen für ihre Zwecke eine Woche zu spät begann, entschied sie sich für das Bogenschießen.

„Ich kann nur jeden warnen“, lacht sie, „wenn man mit dem Bogensport anfängt, kann man nicht mehr aufhören“. Mit vor freudiger Erinnerung strahlenden Augen erzählt sie von ihren Erlebnissen bei den Paralympics im südkoreanischen Seoul. Die Gastfreundschaft dort hat bei Inge Enzmann einen ebenso nachhaltigen Eindruck hinterlassen wie das erhebende Gefühl, überraschend die Silbermedaille gewonnen zu haben.

Inzwischen hat Inge Enzmann neben ihren eigenen sportlichen Erfolgen alle denkbaren Trainerlizenzen erworben, betreut Kaderlehrgänge und Stützpunkttraining ebenso wie den Nachwuchs in ihrem eigenen Verein, dem Bogensportverein Erlangen. 150 bis 200 junge Schützen, so schätzt sie, sind durch ihre Hände gegangen. Wichtiger als deren Leistung jedoch ist ihr, dass Kinder und Erwachsene Spaß am Bogenschießen haben und dabei bleiben. Der Sport schult nämlich nicht nur die Rückenmuskulatur, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit.

Inge Enzmann ist aber auch eine sehr kritische Frau. Sie sagt ihre Meinung, auch wenn niemand sie hören will. So prangert sie Trainer, die übertriebenen Leistungsdruck auf ihre Schüler ausüben ebenso an wie den Umgang mit Alkohol in vielen Sport- und Schützenvereinen. Damit machte sie sich nicht nur Freunde. Deswegen, „und weil man mich für zu alt hält“, gehört sie nicht mehr der Nationalmannschaft an, obwohl sie auch mit 63 noch Deutschlands beste Compoundschützin im Behindertensport ist.

Ihre anhaltenden Erfolge geben ihr recht: Mit dem Recurve-Bogen - so nennt man die Weiterentwicklung des traditionellen Langbogens, bei der die Wurfarmenden nach vorne umgebogen sind um mehr Energie auf den Pfeil zu übertragen - sammelte sie Titel wie andere Briefmarken. Seit ihrem Umstieg auf den Compound-Bogen - bei dieser Bogenart läuft die Sehne über eine Art „Flaschenzug“ und wird mit einer mechanischen Haltevorrichtung ausgelöst - im Jahr 2003 ist sie in dieser Sportart Deutsche Meisterin im Freien wie in der Halle und hält den deutschen Rekord. Auch die 1300 Ringe – eine „Schallmauer“ auch für nicht behinderte Schützen – hat Inge Enzmann geknackt. Ihr Motto: „Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten“.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 16. April 2008 )
 
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