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Drei Fragen an die Igensdorfer Kandidaten Drucken E-Mail

1. Die kommunale Verwaltung sieht sich vielerorts verstärkt als „Dienstleister“ für ihre Bürger und Betriebe. Sehen Sie im Markt Igensdorf Handlungsbedarf und wenn ja, welchen?

2. In Igensdorf geht mit Erwin Zeiß’ letzter Amtszeit als erster Bürgermeister eine Ära zu Ende. Welche Gründe gibt es für die Bürger, Ihren Kandidaten zu wählen?

3. Igensdorf hat sich zu einer ländlich geprägten Wohngemeinde entwickelt. Ist die Ansiedelung von Gewerbebetrieben zu fördern? Wenn ja, wie?

CSU Igensdorf:

1. In Igensdorf ist die Verwaltung bereits sehr bürgerorientiert ausgerichtet. Die CSU setzt sich dafür ein, dass zukünftig Beratungsveranstaltungen für alle wichtigen Bürgerbelange wie beispielsweise Energieeinsparmaßnahmen oder Kinderbetreuung durchgeführt werden.

2. Unser Bürgermeister Zeiß hat in seiner Amtszeit viel geleistet, dennoch hat jeder Mensch seine persönlichen Vorlieben und Ansichten. So haben wir eine hervorragende Musikschule für unsere Jugend, aber keine Spielplätze. Es gibt viele Projekte, die zwar begonnen, aber nicht zu Ende geführt werden konnten, wie beispielsweise eine Seniorenwohnanlage vor Ort. Mit unserem Kandidaten Willi Landsmann hat die CSU jemanden gefunden, der als 2. Bürgermeister über Jahre hinweg die Finessen der kommunalen Gemeindepolitik kennengelernt hat und bereit ist, die Herausforderungen der Zukunft mit Weitblick und Herz anzugehen. Mit ihm wird auch ein neuer basisdemokratischer Führungsstil ins Rathaus einkehren. Willi Landsmann will bei wichtigen Entscheidungen die Bürger hören, die Fachkompetenz seiner Gemeinderäte nutzen und die Zusammenarbeit mit allen politischen Gruppen suchen.

3. Die CSU will Arbeitsplätze in Igensdorf für unsere Bürger schaffen. Ein Hauptanliegen für uns ist daher die Ausweisung eines Gewerbegebiets und die Ansiedlung von ortsverträglichen, mittelständischen Firmen, die im Einklang mit unserem von Landwirtschaft geprägten ländlichen Lebensraum stehen.

Willi Landsmann ist Bürgermeisterkandidat der CSU Igensdorf.

 

Igensdorfer Umland

1. Im Rathaus in Igensdorf stehen die Gedanken der Bürgernähe und –freundlichkeit traditionell im Mittelpunkt der täglichen Arbeit. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hoch motiviert und gut ausgebildet. Trotz des guten Standards werden wir auch künftig laufend an der Qualitätsverbesserung arbeiten. Handlungsbedarf sehen wir bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen. Auch die Mitglieder des Marktgemeinderates benötigen einen umfassenderen Einblick in die Grundsätze des Gemeinde-, Bau- und Finanzrechts für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Dazu werden wir entsprechende Fortbildungsmaßnahmen anbieten.

2. An der Seite von Bürgermeister Erwin Zeiß hat unser Bewerber Wolfgang Rast während der vergangenen 35 Jahre daran mitgearbeitet, die Marktgemeinde Igensdorf aufzubauen und das Rathaus zu organisieren. Er kennt am besten den Markt Igensdorf, seine Gemeindeteile und Bewohner. Alle Vorgänge innerhalb der Verwaltung, aber auch die Kontakte zu übergeordneten Behörden sind Wolfgang Rast vertraut. Daneben kennt er alle laufenden und geplanten Projekte. Er kann das Bürgermeisteramt reibungslos von Erwin Zeiß übernehmen und sofort in die Arbeit einsteigen, ohne sich erst in die umfangreiche Materie einarbeiten zu müssen. Rast steht für Kontinuität in der gemeindlichen Arbeit, ist aber auch offen für neue Ideen zur erfolgreichen Weiterentwicklung unserer Marktgemeinde.

3. Sicher denkt jede politische Gruppierung daran, Gewerbe in der Gemeinde anzusiedeln und damit Arbeitsplätze wohnortnah zu schaffen. Dabei müssen wir aber abwägen, welchen Preis wir zahlen. Wir denken, dass Betriebe bedarfsgerecht angesiedelt werden sollen. Sie müssen zu unserer Gemeinde und in die Landschaft passen. Das ist nicht leicht umzusetzen und deshalb werden wir bei ernsthaften Interessenten schnell und flexibel reagieren. Zusammen mit unseren Bewerber Wolfgang Rast werden wir helfen, bürokratische Hürden zu überwinden und die Standortwahl zu erleichtern.

Wolfgang Rast ist Bürgermeisterkandidat der Liste „Igensdorfer Umland“.

 

FWG Igensdorf

1. Es muss zum Selbstverständnis einer Gemeinde werden, im Verhältnis zum Bürger vorrangig als Dienstleister aufzutreten. Dies muss besonders in den Bereichen Bauvoranfragen, Bauanträge, Pass- und Meldewesen und in einer Vielzahl von sonstigen Beratungsaufgaben stattfinden. Gefördert werden muss weiter Bürgernähe und Hilfsbereitschaft; außerdem sollte die Freundlichkeit im Publikumsverkehr ausgebaut und gefestigt werden. Der Bürger muss sich gerne an die Gemeinde wenden und nicht den Eindruck haben, „aufs Amt zu müssen“!

2. Die „Freie Wähler-Gruppe Igensdorf (FWG)“ ist derzeit die einzig wirklich vollkommen parteipolitisch unabhängige Wählerliste, die sich zur Kommunalwahl in Igensdorf stellt. Denn auf Seiten der CSU scheint sich zumindest das parteipolitische Gedankengut neben der eigenen CSU-Liste auch in den anderen vier Listen, insbesondere des „Igensdorfer Umlands (IU)“ und der „Jungen Bürger (JB)“, wieder zu finden. Bei der IU-Liste kandidieren neben dem CSU-Bürgermeisterkandidaten unter anderem auch eingetragene CSU-Mitglieder, bei der JB-Liste kandidieren auf den ersten Listenplätzen eingetragene Mitglieder der Jungen Union. Somit entsteht also eine Situation, bei der sich in drei von insgesamt fünf Wählerlisten in Igensdorf die parteipolitische Couleur eigentlich sehr stark ähnelt und letztendlich nur eine tatsächlich attraktive Wahlliste, nämlich die Wahlliste Nr. 4 „Freie Wähler-Gruppe“, für Igensdorf eine echte Alternative zu dieser „CSU-Umklammerung“ darstellt.

3. Igensdorf muss auch als ländlich geprägte Wohngemeinde Sorge tragen, Gewerbeansiedlungen zu fördern. Gerade eine Wohngemeinde hat Anspruch auf infrastrukturelle Nahversorgung mit Geschäften, Handel, Gastronomie und Handwerk. Gewerbeansiedlung bietet letztendlich auch für die Bürger eine höhere Attraktivität, gleichzeitig mehr Einnahmen für den Gemeindehaushalt, ortsnahe Arbeits- und Ausbildungsstellen und nicht zuletzt eine Reduktion der Auspendlerzahl. Die Förderung muss beginnen mit individuell auf die Betriebe zugeschnittenen Gewerbegebieten. Zusätzlich ist die Attraktivität einer für Gewerbetreibende äußerst interessanten Gemeinde überregional intensiver kompetent zu vermarkten. Des Weiteren sind verstärkt Bemühungen nötig, um Gewerbeansiedlungen nicht nur zu erhalten und zu fördern, sondern auch neue Branchen, z.B. Tourismus – profitierend aus der Nähe zur Region „Fränkische Schweiz“ – zu etablieren.

Jürgen Zimmermann ist Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler Igensdorf.

 

SPD Igensdorf

Weil sie keinen Bürgermeisterkandidaten stellt, lautete die Frage 2 im Falle der SPD Igensdorf:

In Igensdorf geht mit Erwin Zeiß’ letzter Amtszeit als erster Bürgermeister eine Ära zu Ende – Ihre Liste stellt keinen eigenen Kandidaten. Was erwarten Sie vom zukünftigen Bürgermeister?

1. Nachdem die kommunale Verwaltung aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung auch in Igensdorf verstärkt als Dienstleister und weniger als Verwaltung auftreten wird, ist Handlungsbedarf nach vorausgehender Bedarfsanalyse angesagt um im Besonderen auch denjenigen entgegen zu kommen, deren Arbeits- u. Versorgungszeiten sich immer weiter von dem Regelarbeitstag weg verändern.

2. Durch die fünf kandidierenden Listen ist zu erwarten, dass der zukünftige Gemeinderat eine vielfältigere Struktur haben wird. Unter anderem muß es auch eine Führungsaufgabe des neuen Bürgermeisters sein, die Gemeinderatsarbeit frei von Partei- und Listeninteresse zu halten. Gerade im Sinne einer langfristig zukunftsorientierten Weiterentwicklung ist es wichtig, Beschlüsse mit größtmöglichem Konsens zu erreichen. Dies ist nur möglich mit Fachwissen seinerseits in allen kommunalen Belangen, mit dem Marktgemeinderat Finden einer pragmatischen und nicht von Polemik und bewusstem Missverständnis geprägten Linie.

3. Unbedingt, jedoch hat Igensdorf in zentraler Lage nur Flächen mit guter Bodenbonität, die von einer noch intakten Landwirtschaft gebraucht werden. Die Gemeinde muß,  unter Berücksichtigung von Flächennutzungsplan u. kommunalem Haushalt, durch Anbieten von Direkt- u. Tauschflächen in Verhandlungen die Bereitschaft von Grundbesitzern gewinnen ohne Gefährdung der funktionierenden landwirtschaftlichen Betriebe.

 

Junge Bürger Igensdorf

Weil sie keinen Bürgermeisterkandidaten stellen, lautete die Frage 2 im Falle der Jungen Bürger Igensdorf:

In Igensdorf geht mit Erwin Zeiß’ letzter Amtszeit als erster Bürgermeister eine Ära zu Ende – Ihre Liste stellt keinen eigenen Kandidaten. Was erwarten Sie vom zukünftigen Bürgermeister?

1: Die Marktgemeinde Igensdorf sehen wir als Junge Bürger im Vergleich mit anderen Gemeinden als gut funktionierende Kommune. Bedarf sehen wir in einer Erweiterung der Jugendarbeit und den Einsatz eines engagierten Jugendbeauftragten. Um mit der Zeit zu gehen, benötigen wir den flächendeckenden Anschluss an das Breitband-DSL für den privaten Haushalt, als auch für Gewerbe- und Bildungseinrichtungen.

2. Die kommende Kommunalwahl führt zu einem Generationenwechsel in der Marktgemeinde. Nicht nur die Ära Bürgermeister Erwin Zeiß, sondern auch die einiger Gemeinderäte geht zu Ende. Es ist die Zeit gekommen,  frischen Wind in die Gemeinderatsarbeit zu bringen.  In die Fußstapfen, die Erwin Zeiß hinterlässt, zu steigen, wird für den neuen Mann eine sehr schwierige Aufgabe. Vom neuen Bürgermeister erwarten wir uns eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Marktgemeinderäten. Desweitern erwarten wir von ihm, dass er das Bestehende erhält und sinnvoll und durchdacht erweitert.

3. Auf Grund der stetig ansteigenden Bevölkerungszahl der letzten Jahren in der Marktgemeinde Igensdorf sehen wir den Bedarf, den Bürgern vor Ort sowohl Arbeit, als auch Geschäfte und Betriebe des täglichen Bedarfs zu bieten. Dadurch ist es wichtig, interessierten Betrieben eine angepasste Infrastruktur zu bieten, wozu einer der Hauptpunkte aus unserem Wahlprogramm – das Breitband-DSL – beitragen wird.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 27. Februar 2008 )
 
 
 
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