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Sie wer’n lachen, aber ich schätze meine Untertanen. Ich bin nämlich König. Nicht durch Geburt wie Heinrich IV., der vor 950 Jahren die „sieben Dörfer“ verschenkt hat. Meine Krönung erfolgt jedes Mal, wenn ich ein Geschäft, Lokal oder auch Amt betrete, weil dort ist, wie jeder weiß, der Kunde König. Mein „Volk“ teile ich in drei Gruppen: Die Mürrischen, die meinen königlichen Glanz ignorieren. Vielleicht haben sie Sorgen, vielleicht sind sie einfach so – mir soll’s recht sein. Manches Original wird dadurch sogar wieder sympathisch. Die nächsten salbadern auswendig gelernte Sprüche nach amerikanischem Vorbild, im Management formuliert und über Seminare ins Volk missioniert. Besser als nichts, aber manchmal ist mir da sogar die minimalistisch-fränkische Anregung, sein Anliegen vorzutragen, lieber: „Wos?!“ Die dritten sind frei heraus freundlich, oft sogar herzlich. Täuscht mein Eindruck, dass man ihnen immer häufiger begegnet an Kassen, Tischen und Theken? Bewundernswert, wie unsere örtlichen Einzelhändler und ihre Mitarbeiter das über Stunden hinweg können und es dabei auch noch ehrlich meinen. Doch der Volksmund weiß auch: Wie man in den Wald hin- einruft, so schallt es heraus. Deshalb tu ich oft so, als wär ich gar kein König. Ich bin ja auch nur einer von ganz vielen Herrschern, die hier eine Audienz geben, da will ich wenigstens ein guter König sein. Ein nettes Wort und ein Lächeln wirken oft zurück – und sogar dann noch nach, wenn ich heimkomme zur Königin und zur Royal Family. Ihr Gloss’n Hans
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