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Sie wer’n lachen, aber neulich habe ich zum ersten Mal bei einem Sternekoch gespeist. Eigentlich hab ich ja nur schnell was gegen den kleinen Hunger unterwegs gesucht, neben der Autobahn im Schnellrestaurant mit dem großen gelben „M“. Ja, und wie ich dort hineingehe, denke ich, ich sehe nicht richtig. Die haben jetzt einen richtigen Spitzenkoch dort, den Schuhbeck’s Alfons. Im Fernsehen habe ich den ja schon oft gesehen; ich weiß auch, dass der in Waging am See ein Restaurant betreibt, das mit höchsten Auszeichnungen dekoriert ist. Nicht meine Preislage, dachte ich immer. Das kann sich der Gloss’n Hans als Normalverdiener nicht leisten. Falsch! Ab sofort ist die Haute Cuisine für jedermann, also auch für mich, erschwinglich. Zumindest verspricht das die Werbung vollmundig. Also hole ich mir ein bestimmt vom Meisterkoch höchstpersönlich mit aller Raffinesse abgeschmecktes Gericht und falte mich an eines der Tischlein, die offenbar nicht für den fränkischen Durchschnittsmann gebaut sind. Voller Vorfreude beiße ich in das Produkt des begnadeten Witzigmann-Schülers. Ich warte auf die kulinarische Offenbarung, eine Explosion auf den Geschmacksknospen und – nichts! Ohne jeglichen Widerstand durchdringen meine Kauwerkzeuge ein schaumstoffartiges Etwas, das einen lauwarmen geschmacksneutralen Hackfleischbatzen umschließt. Das nächste Mal gehe ich lieber wieder in mein fränkisches Wirtshaus. Dort kann man wenigstens bequem sitzen, und schmecken tut’s allemal besser. Ganz ohne Sternekoch! Guten Appetit, Ihr Gloss’n Hans
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