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Michael Jackson lebt Drucken E-Mail

Qualifeier in EckentalFulminante Abschlussfeier der Eckentaler Hauptschüler
Mit einem bunten Programm und vielen Bühneneinlagen feierten die Eckentaler Hauptschüler am vergangenen Donnerstag ihren Qualifizierten Hauptschulabschluss.

Forths evangelischer Pfarrrer Johannes Häselbarth und Religionslehrer Klaus Singer zogen Parallelen zwischen einem Labyrinth und dem Gehirn eines 9.-Klässlers: „Es enthält viele Wege, die ins Nichts führen, Irrungen, Wirrungen und Sackgassen – und man kann nie weiter als bis zur nächsten Kurve sehen...“, erläuterten sie scherzend ihre Theorie. Gejohle und Klatschen antwortete ihnen aus dem jugendlichen Publikum.

Riesigen Applaus bekam die Tanzgruppe „Art of Dance“ der Hauptschule. In einem bunten Potpourri stellten sie verschiedene Tänze vor, zwei Soloeinlagen von Jasna Zaric und Stefan Hogh begeisterten die Zuschauer. Als Stefan als Michael Jackson die Bühne betrat und zu den Klängen von „Billy Jean“ den King of Pop – mit Moonwalk – mimte, brodelte die Eschenauer Mehrzweckhalle. Klassenlehrer der 9b Jürgen Franke war überzeugt: „Michael Jackson lebt!“

Er und sein Kollege Claus Götz, der die 9a betreut hatte, hatten für ihre Absolventen ein Musical vorbereitet. Mimisch und musikalisch brillant karrikierten sie als frustrierte Oberstudienräte den Schulalltag und sparten dabei nicht an ironischer Selbstkritik. Auch einen Crash-Kurs in Algebra gab man: „Wenn drei Leute im Bus sitzen und fünf das Fahrzeug verlassen, braucht man zwei, damit keiner mehr drin ist.“  

Ernstere Töne schlug Rektor Horst Siebenkäs an. Die Lehrstellensituation sehe nicht rosig aus. Doch appellierte er an seine Absolventen: „Vertraut auf eure Fähigkeiten.“ Er war besonders stolz, einen der besten Jahrgänge der HS Eckental ehren zu dürfen. Rund 56 Prozent der bayerischen Hauptschüler beenden ihre Schullaufbahn mit dem Quali. In Eckental waren es 86 Prozent. Zu den guten schulischen Leistungen seien die 9a und 9b auch in punkto Sozialkompetenz außergewöhnlich gewesen. Besonders geehrt wurden auch die Leichtathleten, die trotz Hitze und Prüfungsstress fleißig trainiert hatten und so, sowohl bei den Damen als auch bei den Männern, den Titel „mittelfränkischer Meister“ erlangten.

Den drei besten Absolventen überreichte Horst Siebenkäs noch ein kleines Geschenk zu ihrem Zeugnis: Lukas Fürst hatte einen Notendurchschnitt von 2,1 erreicht. Er möchte im September die Wirtschaftsschule besuchen. Angelina Lukas beeindruckte mit 2,0 im Quali-Zeugnis und strebt eine Zukunft als Rechtsanwaltsfachgehilfin an. Am besten schnitt Janine Messer – sie engagierte sich auch als Klassensprecherin – ab: 1,8 stand auf ihrem Zeugnis, das sie stolz vom Rektor entgegennahm. Sie wird im kommenden Schuljahr die M10 besuchen.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 31. August 2010 )
 
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