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Mit dem Ort Kalchreuth verbindet man von jeher weitläufige Landschaft, traditionelles Kirschenanbaugebiet und kulturgeschichtlich interessante Bauwerke. Die Gemeinde genießt durch ihre Höhenlage im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen eine stetige Beliebtheit für Erholungssuchende. Im Sommer 2010 wird ein Skulpturenweg als ein neuer Anziehungspunkt Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Er wird, gerade durch seine besondere Lage, gut erwander- und erlebbar sein.
Entstehen wird ein Skulpturenareal, das die zeitgenössische Bildhauerei breit vertritt. Dabei spannt sich der Bogen von der reduzierten klaren Formensprache von Herbert Lankl über den mit organischen Formen arbeitenden Kunihiko Kato zu dem „zentralen Umkreisgestalter“ Reiner Zitta – und weiter zu gegenstandslosen oder realistischen Skulpturen der anderen Teilnehmer. Auch in der Materialität besteht Vielseitigkeit: Stahl, Stein, Holz und Farbe kommunizieren mit der Landschaft. Für Liebhaber realistischer Bildhauerei und Malerei präsentieren sich die kleinforma- tigeren Werke von Gerd Weiland und Gertrud Nein in einer Ausstellung im Rathaus. Der Eckentaler Fotokünstler Jürgen Lechner wird im Gasthaus Reif in Käswasser ausstellen. Bereits der Bund Naturschutz hat das ausersehene Gelände wegen des besonderen Kirschbaumbestandes als schützenswerte Landschaft in sein Förderprogramm mit aufgenommen. Am 1. Julisonntag findet dort jährlich die beliebte „Kirschenkirchweih“ mit über 4.000 Besuchern statt. Die Idee zu dem Projekt entstand in relativ kurzer Zeit. Dennoch konnten bereits Bildhauer mit einem überregionalen Bekanntheitsgrad gewonnen werden, die eine Ausstellung auf hohem Niveau garantieren. Zeitgleich präsentieren zwei realistisch arbeitende Bildhauer Skulpturen und Pastelle in einer Ausstellung im Rathaus. Dadurch entsteht eine „Kunstachse“ vom Skulpturenweg im Westen Kalchreuths zum ö̈stlich gelegenen Rathaus. Skulpturenweg und Ausstellung starten am Sonntag, 13. Juni, mit einem festlichen Begrüßungsprogramm. Um 11 Uhr wird Prof. Dr. Heimo Ertl die Arbeit der Künstler vorstellen. Am Sonntag, 4. Juli, wird parallel zur Kirschenkirchweih von Kulturhistoriker Dr. Jürgen Sandweg um 14.30 Uhr eine Führung angeboten. Die Wegführung verläuft auf dem Höhenrücken oberhalb des Sklavensees. Ein weiterer Weg zweigt in nördlicher Richtung ab. Nach rund 190 Metern talabwärts parallel zur Landstraße wendet er sich nach links und schmiegt sich in einem weiten Bogen in eine Mulde, die sich wie ein Amphitheater zum Norden hin öffnet. Gerade diese Situation ist für die Bildhauer eines der spannendsten Angebote. Der Schlusspunkt (nach 390 m) liegt am idyllischen Sklavensee. Kalchreuths 1. Bürgermeister Herbert Saft hat sich bereit erklärt, für den Skulpturenweg die Schirmherrschaft zu übernehmen. Initiatorin, künstlerische Leiterin und Organisatorin ist die in Kalchreuth lebende Bildhauerin Monika Ritter. Die Gemeinde hilft bei der Fundamentierung sowie Auf- und Abbauarbeiten, die Vernissage wird durch den Kulturbahnhof ausgerichtet. |