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Dienstag, 21. November 2017
 
 
 
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Der Gloss'n Hans
Martinsschrecken
Sie wer’n lachen, aber es wurde allerhöchste Zeit, dass der Martinstag vorbei ist. Der kann nämlich, in Verbindung mit Hightech und Kommunalpartnerschaften, durchaus für kurze Bestürzung sorgen.
Moderne Menschen tragen ihre Termine in elektronische Geräte ein. Wenn man dann den Terminkalender überfliegt, den Finger am Puls der Gemeindeangelegenheiten im wochenblatt-Land hat und auf eine Notiz „St. Martin“ stößt, kommt man ins Grübeln: Verdammt, das ist sicher was fürs wochenblatt! Eine Versammlung oder Ankündigung? Kommt da eine Delegation aus Igensdorfs Partnergemeinde St. Martin la Plaine? Muss man gar dort hinfahren? Irgendwas muss sein, sonst hätte man das Stichwort ja nicht eingetragen!

Würde man alle seine Termine stets sorgfältig eingeben, mit Uhrzeit, Dauer, Ort, Teilnehmern und so weiter, könnte man schneller erkennen: Es ist „nur“ der Gedenktag für den Mantelmann von Tours – nicht mal ein gesetzlicher Feiertag. Aber weil da traditionell Martinsumzüge stattfinden und Martinsgänse gebraten werden, tragen die Softwarefritzen den Termin automatisch in den elektronischen Kalender ein, so wie Halloween, Nikolaus oder das Friedensfest am 8. August, das nur in Augsburg ein Feiertag ist.

Die Partnergemeinden von Eckental, Heroldsberg und Kalchreuth schreibt einem keiner automatisch in die Terminliste. Den St. Martin schon – so kann er kurz für Irritation sorgen.
Nur gut, dass die Programmierer der elektronischen Kalender keine automatischen Notizen eintragen wie „Geschenk besorgen“ oder „Hochzeitstag“ – das würde mir den Rest geben.
Ihren Gloss’n Hans

 
Fast 95 Thesen
Sie wer’n lachen, aber nach so lockeren Luther-Spektakeln versuch‘ ich es auch mal mit einem Thesenanschlag. Wer weiß, vielleicht wird bis zum Jahr 2517 ein gesetzlicher Feiertag draus? Sollte sich jemand beleidigt fühlen oder herabgewürdigt, bitte ich um Nachsicht. Ist halt so, besonders nach Jahrhunderten der Reformation, Aufklärung und Humorgeschichte. Also los:
1) Kirche kann ganz schön nerven. 2) Glaube gibt Kraft, Inspiration und Trost. 3) Kirche schafft und bietet Gemeinschaft in egozentrierten, selbstsüchtigen Zeiten. 4) „Kreuzerhöhung“ ist ein starker Name für eine Kirche. 5) „Friedenskirche“ sowieso. 6) „Mariä unbefleckte Empfängnis“ ist im 21. Jahrhundert ein schwieriger Name für eine Kirche. 7) Pfarrer können ganz schön coole Säue sein. 8) Der angeblich unermessliche Reichtum der Kirchen ist Unfug angesichts der vielen Verpflichtungen und Denkmäler. 9) 36 Jahre Reifen Luther ist auch nicht schlecht. 10) Man sollte viel öfter in die Kirche gehen. 11) Wenn man in die Kirche geht, sollte man auch ordentlich mitsingen.
Heiliger Strohsack, das wird was Größeres. Zu groß für den Moment, vielleicht sogar zu groß für den Verfasser. Am besten, wir überlassen die restlichen 84 Thesen anderen.
Neulich mir hat einer erzählt, dass er Jahrzehnte nach jugendlichem Kirchenaustritt an eine Wiedereingliederung gedacht hat. Er könne sich aber nicht entscheiden, welcher der zwei großen westlichen, christlichen Kirchen er sich zuwenden sollte. Jetzt behauptet der Zweifler: Wenn die evangelische und die katholische Kirche wieder vereint sind, will er zurückkehren. Wer’s glaubt, wird selig…
Ihr Thesen-Hans

 
 
 
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