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Donnerstag, 18. Juli 2019
 
 
 
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Der Gloss'n Hans
Geständnis
Sie wer’n lachen, aber ich bewirtschafte keinen Kirschgarten. Ich weiß auch, warum: Erstens hab ich keinen, zweitens weiß ich noch von früher, wieviel Arbeit sowas macht.

Ich kenne aber (aus ganz anderen Anlässen) viele Menschen, die solche Grundstücke besitzen. Für viele (meist ältere) ist es ein aufwändiges, aber liebgewonnenes Hobby, die Anlagen zu pflegen und einmal im Jahr mit Selbstgepflücktem die Bekannten zu beglücken. Lukrativ ist das selten, denn die Kirschen wurden teuer behandelt (oder sind wurmig) und hängen gefährlich weit oben. Das Pflücken ist genauso umständlich wie das Mähen untendrunter.

Es gibt aber noch immer viele Familien, die fleißig Kirschen als Zusatzverdienst nutzen, ihre Anlagen verjüngen und zertifizieren und sechs Wochen jährlich im Ausnahmezustand leben, weil sie pflücken, wenn andere baden.

Andere pfeifen auf die Ernte und pflegen alte Anlagen nur aus Pflichtbewusstsein, damit sie nicht zum undurchdringlichen Dickicht verwildern.

Wieder andere haben die Schnauze voll und bitten diejenigen (wenigen), die ernsthaft und intensiv Erwerbsobstbau betreiben, ihre Anlagen auch noch zu pachten oder zumindest sinnvoll zu bewirtschaften.

Und die wiederum fragen sich und ausgerechnet auch mich: Wo waren in diesen Erntewochen die 6.321 Unterzeichner des Volksbegehrens im wochenblatt-Land, denen alte Obstanlagen so wichtig sind, dass sie von anderen Leuten unentgeltliches Arbeiten erwarten. In den Bäumen waren sie anscheinend nicht. Ich muss gestehen: Ich auch nicht. Anmeldungen für nächstes Jahr nimmt kommissarisch entgegen:
Ihr Gloss’n Hans
 
Feste Feiern
Sie wer’n lachen, aber wir feiern die meisten Feste gar nicht so, wie sie fallen. Sondern so, wie sie gelegt werden.

Die einzigen Feste, die wirklich auf Termine „fallen“, sind die kirchlichen. Die komplizierte Osterrechnung bestimmt unseren Jahreslauf und die Schulferien. Und somit die Termin-Optionen für Veranstaltungen, für die man auf zahlreiche Besucher hofft und die man deswegen zwischen die Schulferien packt.

Die Zahl der Sommerwochenenden ist begrenzt. Hinter den Kulissen wird gerangelt. Den traditionellen Kirchweihterminen nicht in die Quere zu kommen, ist schon schwer genug. Markt- und Straßenfeste, Festivals, Jugendorchester, Musikschule, Kultursommer, Gesang-, Sport, Feuerwehr-, Kultur- und soziale Vereine und andere Konzert-Ideen… die Angebote im wochenblatt-Land sind überwältigend – und immer vielfältiger.

Angesichts von Angebot und Nachfrage könnte man fast meinen, es wäre an der Zeit für einen neuen „Verein der interessierten Besucher e.V.“ Ein VdiB e.V. bietet das, worum alle konkurrieren: Publikum. Er kommt niemandem ins Gehege, musiziert nicht, trägt nichts vor, präsentiert nichts, schenkt auch nichts aus und plakatiert nicht. Er sucht keine Besucher, sondern besucht nur fleißig und spendet wohlwollend Applaus.

Ein schönes Betätigungsfeld für Menschen ohne herausragende Talente, aber mit vielen Interessen. Da könnte sogar ich mich engagieren. Aber das wäre vermutlich mindestens so zeitraubend, wie wenn man sich für einen klassischen Verein ins Zeug legt, der etwas bieten will. Und, so befürchte ich, nicht so wirklich gemeinnützig.
Ihr Gloss’n Hans



 
 
 
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