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Der Gloss'n Hans
Isses noch weit?
Sie wer’n lachen, aber dieser Moment wird seinen Zauber wohl nie verlieren: Bei der Fahrt zum mediterranen Urlaubsziel zum ersten Mal das Meer sehen. Jedenfalls als wochenblatt-Land -Bewohner, der höchstens einmal im Jahr dorthin kommt.
Damit sich bis kurz vor der Küste die Spannung aufbaut, muss man schon mit dem Auto fahren. Hinter der nächsten Berg­kuppe, hinter dem nächsten Hügel, nach dem Wald muss es kommen, man kann’s schon riechen – dann aber doch noch eine Kurve und noch eine…

Wer fliegt, hat so was nicht. Von oben ankommen ist auch interessant, aber nicht so sinnlich. Flughäfen sind hektische, ungastliche und stressige Orte mit Glasscheiben und Gängen und Trennwänden und Absperrgittern. Im Auto aber kann man miterleben, wie sich die Vegetation ringsum verändert, man kann anhalten und eine Brise Meerluft schnuppern. Man kann den Kindern hinten drin erzählen, wie es war, als man selber zum allererstem Mal das Meer gesehen hat.

Vorher musste man früher noch die Grenzen überwinden. Auch so ein spannender Moment, den Kinder und Jugendliche heute gar nicht mehr kennen: Ein kleiner Stau (oder ein großer) vor dem Grenzübergang, jede Menge Schilder und streng dreinblickende Grenzpolizisten. Haben wir die Pässe parat? Und vor allem: Werden sie uns jetzt filzen oder durchwinken? Eigentlich hatte man nichts zu befürchten, aber spannend war’s trotzdem.

Wer weiß – vielleicht wird es diese besonderen Erlebnisse bald wieder geben, zumindest auf der Heimreise. Aber an die wollen wir noch gar nicht denken. Bald heißt es erstmal: Wer kann als Erster das Meer sehen?
Ihr Gloss’n Hans
 
WIA SINO AAUS – NA UNO?
Sie wer’n lachen, aber vielleicht wusste „Die Mannschaft“ nicht, wohin mit dem Ball, weil sie die Namen auf den schönen Trikots nicht lesen konnte. „Den spiel ich an, der macht was draus – aber halt – was steht denn da auf dem seinem Buckel?
Vielleicht wollte man mal den jungen Draxler einwechseln, aber am Spielfeldrand stand nur ein OAAXLEA oder so. Eine Liste mit Namen und Nummern hatten sie nicht einstecken, weil auch das schönste Trikot, wie auch das letzte Hemd, keine Taschen hat.

Die Schriftart sei speziell für die WM-Trikots entwickelt worden, die Inspiration für die Typografie waren kubistische Häuserblöcke – so der Ausrüster im Landkreis ERH. Dazu meinte der deutsche Typographie-Papst Erik Spiekermann: „Immer wenn Schrift durch nicht-typografische Ideen inspiriert wird, ist es keine Schrift, sondern ein Buchstabenhaufen“, und weiter: „Eine blödere und noch unlesbarere Schrift hätte man nicht finden können. Maniriert, antiquiert, peinlich.“ Am Ende wird er fast unsportlich: „Am Ende ist das nur eckige Scheiße“.

Die Russen wurden genauso beschriftet und kamen ins Viertelfinale, weil jeder weiß: Kyrillisches Alphabet, kann eh keiner lesen. Die Schweiz und Uruguay wurden auch im Landkreis ausgestattet, von einem anderen Ausrüster – die konnten die Namen lesen und kamen weiter.

Und wir Deutschen, WIR SIND RAUS – NA UND? Muss man sportlich sehen, Kopf hoch, kann passieren! Übrigens: Hätten die Jungs den Titel verteidigt, hätte der DFB jedem Spieler 350.000 Euro Prämie gezahlt, jetzt gehen sie leer aus. Dafür entgehen dem Verband mindestens 25 Mio. Euro von der FIFA.
Ihr Gloss’n Hans

 
 
 
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