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Der Gloss'n Hans
Mon Dieu, Ambazac!
Sie wer’n lachen, aber ausgerechnet in den östlichen Départements Frankreichs, die am nähesten an Deutschland liegen, lagen Marine le Pen und ihr Front National im ersten Durchgang der Präsidentschaftswahlen vorne. Ausgerechnet diejenigen, die das Jahrtausendprojekt Europäische Union in Frage stellen.

Landesweit ist es knapp anders ausgegangen: Der parteiunabhängige Emmanuel Macron geht mit 23,86 % in die Stichwahl gegen Le Pen (21,43 %). Der Republikaner François Fillon (19,94%), der Gründer des neuen „Aufsässigen Frankreich“, Jean-Luc Mélenchon (19,62%), und der Sozialist Benoît Hamon (9,68%) sind aus dem Rennen.
Ganz anders aber haben die Freunde von Kalchreuth in der Partnergemeinde La Chapelle des Fougeretz gewählt. Dort hat Le Pen auf Platz fünf nämlich nur 9,65 % der Stimmen erhalten, weniger als Hamon mit 9,68/%, der Gesamtspitzenreiter Macron dagegen satte 37,87 %, gefolgt von Mélenchon mit 20,01 % und Fillon mit 16,36 %.
In Eckentals Partnergemeinde Ambazac liegt die blonde Rechte dagegen sogar an der Spitze mit 24,81 % vor Jean-Luc Mélenchon mit 22,67 % und Emmanuel Macron mit 22,41 % sowie François Fillon mit 12,96 %.

Am nähesten am nationalen Ergebnis hat Igensdorfs Partnergemeinde St. Martin la Plaine gewählt: Macron mit 24,55 %, Le Pen mit 22,62 %, Mélenchon mit  19,73 % und Fillon mit 17,93 %.
 Natürlich ist Europa oft ganz schön anstrengend. Aber glauben Sie im Ernst, dass eine sachdienliche Zusammenarbeit in Kerneuropa von euphorischen Nationalisten in den Einzelstaaten besser oder billiger organisiert werden kann? Ich nicht.
Bien à vous, Gloss’n Hans

 
Herzliche Diskretion

Sie wer’n lachen, aber gutes Benehmen macht einfach das Leben schöner. Auch dann, wenn man selber höflich und offen auf seine Mitmenschen zugeht. Weil „wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“, sagte schon der Volksmund, als man noch in Wälder hineinrief und nicht in Smartphones.Wer unsicher ist, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten soll, kann einen Tanzkurs besuchen. Oder einen dieser Ratgeber lesen, wo drinsteht, wie man mit Menschen umgeht. Allerdings gibt es in dieser Hinsicht ein Niemandsland, das noch niemand beackert hat: Den Bank- oder Sparkassenvorraum außerhalb der Schalterstunden.
Wie in einer U-Bahn kauern da die Kunden gruß- und wortlos vor den Automaten, den Blick verbissen und regungslos auf den Bildschirm geheftet. Eine beklemmende Atmosphäre.
Aber wie geht’s besser, man muss ja Diskretion wahren? Das steht vermutlich auch irgendwo angeschrieben. Dem fremden Kunden kollegial auf die Schulter zu hauen und ihm beim Eingeben der Geheimzahl zu helfen, wäre wohl genauso unangebracht wie ein mitfühlender Blick über die Schulter beim Ablesen des Kontostandes, am besten mit einer tröstenden oder anerkennenden Anmerkung.
Aber wie ein Geist ohne Sinneswahrnehmung durch die Halle zu schleichen, fühlt sich befremdlich an und erzeugt eine seltsame Stimmung. Dieses Geldautomatenfeeling ist was anderes als das berühmte Gänsehautfeeling. Mit Verlaub – das sollten wir ändern. Ein freundlicher Gruß sollte bei aller Diskretion schon drin sein. Oder was meinst Du als Freiherr dazu, Knigge’s Adolph?
Dein Gloss’n Hans

 
 
 
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