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Freitag, 26. Mai 2017
 
 
 
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Der Gloss'n Hans
83-Prozent-Hürde
Sie wer’n lachen, aber heute knöpfen wir uns nochmal die Franzosen vor: Bei den gegenseitigen Partnerschaftsbesuchen in dieser Woche dürften die Reden deutlich entspannter ausfallen, als das bei einem anderen Ausgang der Präsidentschaftswahlen der Fall gewesen wäre. Trotzdem muss man zur Kenntnis nehmen, dass ein Drittel gegenüber der EU und Deutschland skeptisch gewählt
hat. Die Partnerschaft Eckental – Ambazac feiert in diesem Jahr ihr 30 jähriges Bestehen, und zwar im schönen Ambazac. Im Markt Igensdorf feiert man den 25. Geburtstag der Freundschaft mit St. Martin la Plaine zuhause mit den aus Frankreich angereisten Gästen. In Kalchreuth steht das 25- Jährige erst in zwei Jahren an, dieses Jahr fährt man turnusgemäß zu den Bretonen nach La Chapelle des Fougeretz. Dort wählten in der Stichwahl am 7. Mai fast 85 % Emmanuel Macron (landesweit 66 %) und nur 16 % Marine Le Pen (35 %). In St. Martin la Plaine bekam die braune Matrone sogar einen halben Prozentpunkt mehr als im Landesdurchschnitt, der Wahlsieger dagegen entsprechend weniger. In Ambazac waren es gar 3,5 Prozentpunkte mehr für Le Pen und 3,5 weniger für Macron. Aber: Hier wie dort lag die Wahlbeteiligung immerhin fünf Prozent über dem Landesdurchschnitt (mit knapp 75 %). In der Partnergemeinde von Kalchreuth haben sogar mehr als 83 % der Wahlberechtigten ihre Stimme
abgegeben! Zum Vergleich: Bei unserer Bundestagswahl 2013 (die Parlamentswahl
steht den Franzosen im Juni noch bevor) wählten nur 71,5 Prozent. Also: Vive la démocratie! – aber erstmal wird gefeiert.
Ihr Gloss’n Hans
 
Maikäfer und Handwerker
Sie wer’n lachen, aber neulich kam mir der Mey’s Reinhard in den Sinn. „Es gibt keine Maikäfer mehr“ sang er ab 1974. Wer jetzt denkt, der sei längst vergessen, sei eines Besseren belehrt: Der wortgewandte Barde hat erst 2016 ein neues Album veröffentlicht und geht dieses Jahr auf Tournee.
Und er hat uns unvergessene Zeilen geschenkt: „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“ (das greifen gerade die „Toten Hosen“ auf) oder „Gute Nacht Freunde, es ist Zeit für uns zu geh’n“ oder „Der Mörder ist immer der Gärtner“. Von ihm stammt auch die gewitzte Handwerker-Parodie „Ich bin Klempner von Beruf“.
Womit wir beim Thema wären: „Es gibt keine Handwerker mehr“ sagte mir neulich ein Handwerksmeister aus dem Landkreis Neumarkt. Eine Gegend, die genauso von lukrativen Industrie- und Dienstleistungsarbeitsplätzen umzingelt ist wie das wochenblatt-Land. Wer macht sich noch die Hände dreckig, wenn alle schreien, man käme nur noch mit einer Hochschullaufbahn durchs Leben?
In dieser wochenblatt-Ausgabe geht es viel um Bauen und Wohnen. Wer richtet den ganzen Akademikern, die uns mit Industrie 4.0, Digitalisierung und Gutachten zu allem und jedem segnen, in ein paar Jahren die Dächer, die Heizung, die Böden? Ich nicht, denn ich bin auch bloß ein Wortklempner. Wenn’s bei mir klemmt, wundern sich zwar (hoffentlich) manche Leser, aber immerhin bleibt alles warm und trocken. Es spricht sich zwar langsam herum, dass Lehrberufe anspruchsvoll und vielversprechend sind. Aber irgendwann gehen uns die Leute aus, die vor Ort die Arbeit machen.
Ihr Gloss’n Hans
 
 
 
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