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Der Gloss'n Hans
Wertvolle Wertstoffe
Sie wer’n lachen, aber warum sich das sperrige „Recyclinghof“ so hartnäckig hält, ist mir ein Rätsel. Das Wort zu buchstabieren ist schwieriger, als blöde Plastikverpackungen aus dem Baumarkt aufzukriegen. Die Hülle um ein Brausehalter-Gelenkstück etwa ist dort viel wiederstandsfähiger und dauerhafter als der Artikel selbst – man muss froh sein, wenn das  Öffnen nicht in einem Blutbad endet.

Die Bezeichnung „Wertstoffhof“ ist jedenfalls viel schöner und teilt auch noch mit, dass Wertstoffe wertvoll sind. Die einzigen, die heute noch einen typisch deutschen Hang zur Müll-
trennung belächeln oder verteufeln, sind die Deutschen selbst. Viele andere Länder haben das Problem erkannt und sind dem guten Beispiel gefolgt.

Ganz vorbildlich ist der aktuell erweiterte Wertstoffhof in Eckental. Die wochenblatt-Leser im Markt Igensdorf sind jetzt noch neidischer als bisher. Zwar bietet der Kreis Forchheim (neben dem zentralen Entsorgungszentrum Gosberg) dezentral 30 Wertstoffhöfe in der Fläche, aber halt mit recht begrenztem Angebot. Und Gosberg ist weit. Der Kreis Erlangen-Höchstadt hat nur vier solche Einrichtungen, aber für die Eckentaler eben eine direkt vor der Nase.

Deshalb ist es höchste Zeit für einen Zweckverband – beim Abwasser funktioniert‘s ja auch: Ein „Wertstoffzentrum Obere Schwabach“ könnte noch viel mehr wertvolle Wertstoffe einsammeln. Über die Landkreisgrenzen hinweg, so wie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen gewachsen sind. Lasst uns die Grenzen und die Schlagbäume niederreißen und entsorgen! Aber sind die dann Altholz,  Hohlkörper oder Sperrmüll…?
Ihr Gloss’n Hans


 
Planung ist alles
Sie wer’n lachen, aber Regierende scheinen manchmal ein wenig planlos. Die Dinge sind kompliziert und unübersichtlich, man muss aber handeln – oder zumindest so tun. Eine Kommission einzuberufen, wird sofort öffentlich kritisiert. Da hilft nur eines: Ein „Masterplan“.
So präsentierte der Seehofer’s Horst im Sommer einen „Masterplan Migration“ und der Huber’s Marcel (bayerischer Umweltminister, wie jeder weiß) einen „Masterplan Moore“. Der DFB verfolgt einen „Masterplan Amateurfußball“, das bayerische Wirtschaftsministerium einen „Masterplan Bayern Digital II“. Berlin hat einen „Masterplan Museumsinsel“ und fast jede Region einen „Masterplan Mobilität“.

Masterpläne hatten früher Stadtplaner, die nicht mehr Leit- oder Entwicklungsplanung sagen wollten. In zweifelhaftem Zusammenhang kommt der Begriff auch in Buchtiteln vor: „Der Ma$terplan: Mit dem richtigen Mentor in 15 Schritten zu Reichtum und Erfolg“.
Das klingt gut. Ich will auch einen Masterplan. Für den nächsten Sommer einen „Masterplan Massentourismus“, weil mir die Reisenden auf die Nerven gehen, die ihre Reiseziele nur noch knipsend und filmend übers Handydisplay wahrnehmen und dadurch halb blind durch die schönsten Orte der Welt stolpern. Grübe man am Eingang berühmter Kirchen ein Loch, dann würden die alle reinfallen, weil sie bloß aufs Display glotzen.

Der „Masterplan Wochenende“ steht ja schon im wochenblatt, heißt dort aber (noch) Veranstaltungskalender. Rechtsradikalen empfehle ich einen „Masterplan Maulhalten“. Jetzt aber, und zwar sofort, brauch' ich erstmal einen „Masterplan Mittagessen“.
Ihr Gloss’n Hans


 
 
 
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