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Donnerstag, 23. Mai 2019
 
 
 
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Der Gloss'n Hans
Krasse Begriffe
Sie wer’n lachen, aber das Unkraut ist vom Aussterben bedroht. Nicht weil es nicht mehr wächst, sondern weil man es nicht mehr so nennt. Bei Bauern heißen Maßnahmen gegen unerwünschte Begleitvegetation, ob mechanisch oder chemisch, heute „Beikrautregulierung“.

Aber Bauern sterben ja auch aus und heißen heute Landwirte. Irgendwann vielleicht auch auch Landschaftspfleger. Das hängt auch davon ab, ob jemand dafür bezahlt, falls das Honorieren für die freiwillige Pflege der Kulturlandschaft wegfällt, wenn diese gesetzlich vorgeschrieben wird.

Bei Privatgärten spricht man noch kämpferisch, wie ein Blick ins Internet zeigt: „Unkrautvernichter… in Deutschland nicht erhältlich? Auf dem Polenmarkt schon!“. Anscheinend gibt es einen Markt für Produkte, die in Deutschland verboten sind.

Darf man Polenmarkt noch sagen? Putzfrauen jedenfalls sind schon lange ausgestorben, sie wurden ersetzt durch Raumpflegekräfte m/w/d. Es wird ja auch kein Müll mehr verbrannt, es werden nur Reststoffe thermisch verwertet. In der Fastfood-Kette Subway arbeiten auch keine Küchenhilfskräfte, sondern „Sandwich-Artists“. Und wir müssen nicht mehr sterben, sondern dürfen entschlafen.

Andererseits gibt es aber auch schöne Dinge mit unschönen Namen. Zum Beispiel Interimsgebäude. Das kommt seit 1995 in fast jeder wochenblatt-Ausgabe vor, weil der Landkreis ERH damals einen provisorischen Bau für das neue Eckentaler Gymnasium errichtet hat. Inzwischen ist das Interimsgebäude im Besitz der Gemeinde. Vielleicht lässt sich ja für diese tolle Hochburg des Lernens, Übens und Helfens ein schönerer Begriff finden?
Ihr Gloss’n Hans

 
Kreuzweise
Sie wer’n lachen, aber wenn Sie mich fragen, wer sich den Irrsinn ausdenkt, den der Gloss’n Hans da oft schreibt, dann antworte ich: keiner. Viele groteske Gedanken braucht man einfach nur zu finden.
Zum Beispiel auf Wahlzetteln. In Briefwahlunterlagen oder online beim Bundeswahlleiter konnte man schon nachlesen, welche 41 Parteien für die Europawahl am 26. Mai antreten. Im Europäischen Parlament werden ja wichtige Entscheidungen für alle Lebensbereiche besprochen. Dafür liest sich die Wahlliste wie ein kurioser Wunschzettel.
Nicht nur wegen der „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“, die nicht zuletzt so heißt, damit die Anfangsbuchstaben DIE PARTEI ergeben: „Wenn Politiker nur noch Satire machen, müssen wir Satiriker wohl Politik machen“.
Da gibt es eine Europäische Partei LIEBE („die Liebe ist stärker als das Böse und die Liebe muss die Welt regieren“) und eine Familien-Partei Deutschlands. Die Volt Partei steht für neue politische Energie in Europa und die „Menschliche Welt“ steht für das Wohl und Glücklichsein aller.
Die Vertreter des Tierschutzgedankens sind aber anscheinend so zerstritten, dass das Thema (außer in DIE PARTEI) gleich vier weitere Parteinamen bestimmt: Tierschutzpartei, Partei für Tiere, Tierschutzallianz und die Aktion TIERSCHUTZ hier!, die gleich mit dem Zusatz „Das Original“ für sich wirbt. Man könnte fast meinen, für Menschen sind die größten Probleme schon gelöst.
Politische Exoten haben gute Chancen, weil es hier keine Fünf-Prozent-Hürde gibt. Dadurch gilt bei dieser Wahl ganz  besonders: Jede Stimme zählt.
Ihr Gloss’n Hans

 
 
 
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