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Der Gloss'n Hans
Frauenfragen
Sie wer’n lachen, aber als halbseidener Teilzeitfeminist habe ich zu dem, was anlässlich des Weltfrauentages am 8. März alles formuliert wurde, noch Fragen.

Zunächst aber vorneweg: Ja, die Entwicklung zu einer nicht nur formalen, sondern auch faktischen Gleichberechtigung der weiblichen Hälfte der Bevölkerung muss weitergehen. Trotzdem (oder gerade deswegen):

Ist „gendergerechte Sprache“ ein Beitrag zur Besserstellung der Frau in der Gesellschaft? Nein, sagt der Verein Deutsche Sprache e.V. im Aufruf „Schluss mit dem Gender-Unfug!“, und zwar aus Sorge um die „zerstörerischen Eingriffe in die deutsche Sprache“. Die „sogenannte gendergerechte Sprache“ beruhe auf einem Generalirrtum, erzeuge eine Fülle lächerlicher Sprachgebilde und sei konsequent gar nicht durchzuhalten – was dann auch recht stichhaltig begründet wird (www.vds-ev.de ).

Mehr Frauen in Führungspositionen – wer will das nicht? Doch ist es nicht auch so: In Hunderten von Vereinen im wochenblatt-Land braucht es Leute, die auch Vorstands-Verantwortung übernehmen. Warum erklären sich (auch wenn sich für weitere Aufgaben viele Frauen sehr engagieren) oft so wenige Bewerberinnen für solche oft lästigen Ämtern bereit?

In einem Jahr werden die ehrenamtlichen Gemeinderäte gewählt. Der Andrang auf die Kandidatenlisten ist überschaubar. Wenn dann wieder weniger Frauen als Männer draufstehen – liegt das nicht auch an der Bereitschaft, sich aufstellen zu lassen?

Um so mehr Achtung verdienen die Frauen, die trotz vielerlei anderer Verpflichtungen schon vor Ort mit Kompetenz etwas bewegen, statt nur zu fordern.   
Ihr Gloss’n Hans
 
Nase zu und durch
Sie wer’n lachen, aber das Leben hat nicht nur schöne Seiten. Der Stoffwechsel zum Beispiel, als Merkmal von Leben, hat eine ziemlich unappetitliche Seite.

Wie jedes Jahr werden in diesen Tagen wieder die Hundehalter ermahnt, ihre Tiere von landwirtschaftlich genutzten Flächen fernzuhalten. Es wird ja viel diskutiert über das bayerische Naturschutzrecht. Bei aller berechtigten Sorge um die Natur muss man feststellen: Hundekot ist kein Beitrag zur Artenvielfalt.

Wiesen, Felder und Obstgärten dürfen während der Nutzzeit, also von März bis Oktober, nur auf vorhandenen Wegen betreten werden. Das gilt auch, aus gutem Grunde, für Hunde. Die Gemeinden im wochenblatt-Land geben kostenlos pro Jahr weit über 100.000 Tüten aus, mit denen Hundehalter die Hinterlassenschaft der Vierbeiner mitnehmen und entsorgen sollen.

Wenn dann aber jemand, so wie auf der Anhöhe zwischen Pettensiedel und Brand, die befüllten Tüten am Wegrand arrangiert, dann wirft das Fragen auf: Wer, meinen Sie, soll das wegmachen? Landwirte? Park-Ranger? Gleiches gilt für die  unverpackten „Stuhlproben“ an Gartenzäunen und Hofeinfahrten. Aber ich weiß, das Tier kann ja nichts dafür, wenn es intelligenter ist als sein Halter.

Die unterfränkische Gemeinde Rödelsee wollte 2018 eine freiwillige Hunde-DNA-Datenbank aufbauen. Per Abgleich hätte man Täter identifizieren oder den eigenen Hund entlasten können. Wegen rechtlicher Bedenken des Landesbeauftragten für Datenschutz und des Bayerischen Gemeindetages hat der Gemeinderat die Pläne verworfen.

Man bräuchte vielleicht einen Spürhund. Oder etwas Vernunft.
Euer Gloss’n Hans


 
 
 
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