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Freitag, 28. Juli 2017
 
 
 
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Der Gloss'n Hans
G I S I
Sie wer’n lachen, aber einfache Antworten auf komplexe Fragen sind meistens keine guten Antworten. Mit den Ideen ist es genauso: Gute sind Mangelware und die Kunst ist, sie zu erkennen und parat zu haben.
Manche Leute sprühen privat vor Ideen als Freizeitausgleich für ihre Arbeit, andere entwickeln professionell neue Ideen und halten sich dafür in der Freizeit zurück. Wie ein Elektriker, der den ganzen Tag verkabelt und sich nach Feierabend eher ungern mit Stromkreisen entspannt. Ob Pfarrer, die beruflich sonntags predigen, auch wochentags zum vergnüglichen Predigen neigen, weiß ich nicht.
Beim Heroldsberger Straßenfest am vergangenen Samstag verführte das wochenblatt-Team die Besucher mit dem Motto HAIRoldsberg in die Hippie-Zeit, und alle hatten einen Riesenspaß beim Fotoshooting. Am Rande wurden die wochenblatt-Macher gefragt, woher man denn immer die guten Ideen nähme und wer die denn hätte. Man kann wohl davon ausgehen, dass solche Sachen im Team entwickelt werden, und so ähnlich wurde dann auch geantwortet.
Eine zeitgemäße (wenn auch grundfalsche) Antwort wäre gewesen: Die Ideen kommen heutzutage aus dem Computer und aus dem Internet. Da gibt es eine Taste für schlechte Ideen, eine für mittlere Ideen und eine für gute Ideen. Da drückt man drauf, und schon ist er da, der gute Einfall. Und die Illustrationen und das ganze Drumherum gleich mit.
In Wirklichkeit ist es aber anders. Wie bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) steckt auch hinter „Gute Ideen, schlechte Ideen“ (GISI) eine ganze Menge Arbeit.
Ihr Gloss’n Hans.

 
Vorsicht – Warnsignal!
Sie wer’n lachen, aber ich muss Sie warnen: Passen Sie auf sich auf. Gerade beim Lesen: Haben Sie was Heißes auf dem Herd? Ist das Bügeleisen aus? Kommen Sie rechtzeitig ins Bett und zu ausreichend Schlaf?
Eine ganz neue Gefahr scheint mir vor allzu häufigen und übertriebenen Warnungen auszugehen. Entweder man rechnet angsterfüllt jede Sekunde mit dem Schlimmsten, das kann auch nicht gesund sein. Oder man gewöhnt sich an ständige Warnsignale und kann gar nicht anders, als sie zu irgendwann ignorieren. Neue Autos zum Beispiel warnen ständig: Wenn man ohne Gurt im Hof umrangiert (wenn‘s dann überhaupt fährt), wenn der Tank- inhalt mit reichlich Sprit sich dem Reservebereich nähert…irgendwas warnt immer. Seit vor Jahren mal ein Sturm nicht exakt vorhergesagt wurde, wird sofort gewarnt, wenn‘s anfängt zu regnen. Schlägt man im Lokal die Speisekarte auf: Warnung!
Warum wird so viel gewarnt? Weil man’s kann. Die ganze Sensorentechnik will ja irgendwo eingebaut werden. Außerdem will niemand mehr Verantwortung tragen. Wer gewarnt hat, ist aus dem Schneider, und wer Verantwortliche zu überwachen hat, schreibt zumindest vor, dass gewarnt wird – und schon ist der Schwarze Peter weitergegeben.
Übrigens: Diese Kolumne kann Spuren von Müssen enthalten. Der ständige Alarm läuft ja drauf hinaus, dass man irgendwas tun oder lassen muss – Menschenverstand hin oder her. Also schließen Sie Türen und Fenster, warnen Sie Ihre Nachbarn. Steht die Kaffeetasse sicher? Ich muss noch davor warnen, bei schwachem Licht zu lesen. Und jetzt den Satz beschließen, sonst wird der Beitrag gefährlich lang.
Ihr Gloss’n Hans.
 
 
 
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